{"id":35040,"date":"2024-11-22T22:22:57","date_gmt":"2024-11-22T21:22:57","guid":{"rendered":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/?p=35040"},"modified":"2024-11-23T11:56:04","modified_gmt":"2024-11-23T10:56:04","slug":"kulturtag-in-phnom-penh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/2024\/11\/22\/kulturtag-in-phnom-penh\/","title":{"rendered":"Kulturtag in Phnom Penh"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Heute steht nichts Spezielles an, so bleiben wir etwas l\u00e4nger im Bett liegen. Ma geht zum Fr\u00fchst\u00fcck schon mal vor. Jo in seinem Trott f\u00e4hrt mit dem Lift erst ins Parterre, um sich dort zu erinnern, dass das Resti wie das Zimmer auch in der 4. Etage ist liegt. Naja, jetzt weisss er es bestimmt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beim Zmorge kommen wir mit einem \u00e4lteren Paar aus UK, das jetzt in Spanien lebt und hier in Asien seit 4 Wochen auf Reise ist, ins Gespr\u00e4ch. Sie waren schon in Vietnam und k\u00f6nnen einige interessante Tipps geben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Vormittag starten wir unseren \u00abKulturtag in Phnom Penh\u00bb mit dem Besuch im K\u00f6nigspalast. Das ist jedenfalls der Plan. Wir winden uns etwas durch das Strassen-, Menschen- und Marktst\u00e4ndegewimmel. Nur ein paar Querstrassen weiter beginnt der Marktplatz. Hier wird alles zu essen angeboten, was das kambodschanische Herz begehrt. Was nicht unbedingt das gleiche ist, was unser Herz begehrt. Fleischerst\u00e4nde, deren Waren schon seit Stunden ohne K\u00fchlung in der Sonne und in der W\u00e4rme liegen. Fische, die schon mehr tot als lebendig im schlammigen Wasser irgendwelcher Kunststoffsch\u00fcsseln dahinsiechen, kleine Singv\u00f6gel die an die 100 St\u00fcck in winzigen Vogelbauern zusammen gepfercht sind. Auch Obst und Gem\u00fcse, das von Fliegen und anderen Insekten umschw\u00e4rmt wird, l\u00e4sst unser Herz nicht unbedingt h\u00f6her und schneller schlagen\u2026<\/p>\n\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am K\u00f6nigspalst angekommen, m\u00f6chte ein Guide mit uns eine kleine Stadtrundfahrt machen. Sein schlagendes Verkaufsargument: Der K\u00f6nigspalast ist \u00fcber Mittag bis 14 Uhr geschlossen \u2013 perfekt f\u00fcr seine Tour, da w\u00e4ren k\u00f6nnten wir in der Zwischenzeit etwas Sinnvolles machen; dies w\u00fcrde f\u00fcr uns doch bestens passen. Doch wir sind auf dem Weg beim Nationalmuseum vorbeigekommen. Dieses hat keine Mittagspause. So zieht es uns erst mal dahin.<\/p>\n\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hier werden Kunstsch\u00e4tze, meist Buddha- und hinduistische Figuren aus den verschiedenen Tempelanlagen des Landes ausgestellt. So wie wir es schon aus dem anthroposophischen Museum aus Mexico City her kennen. Ein ganzer Raum des Museums ist den Sch\u00e4tzen gewidmet, die erst vor kurzen aus 15 verschiedenen L\u00e4ndern der ganzen Welt (auch der Schweiz) wieder zur\u00fcckgegeben wurden.<\/p>\n\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kurz nachdem der K\u00f6nigspalast am Nachmittag seine Pforten wieder \u00f6ffnet, sind auch wir parat f\u00fcr weitere Kultur. Der Palast ist nicht so weitl\u00e4ufig, wie die Tempelanlagen in Angkor Wat. Er gleicht sehr dem K\u00f6nigspalast in Bangkok, ist aber etwas kleiner, hat weniger Besucher und lebt irgendwie mehr bzw. ist weniger \u00abnur\u00bb Museum. Vermutlich deshalb sind auch viele Geb\u00e4ude geschlossen, so dass wir einzig und allein die Silberpagode betreten k\u00f6nnen. Den Hinweisschildern folgend denken wir, ob diese beiden steinernen Pagoden inmitten des grossen Platzes hier im K\u00f6nigspalast vielleicht gemeint sein k\u00f6nnten? Wir folgen einer deutschsprechenden Fremdenf\u00fchrerin und bekommen so ein paar Infos zum Tempel. Als alle auf eine gr\u00f6ssere Tempelhalle zusteuern, fasst sich Jo ein Herz, um die Fremdenf\u00fchrerin nach der silbernen Pagode zu fragen. Dies hier sei die Silberpagode, bekommt er zur Antwort. Die Tempelanlage hat ihren Namen von dem mit Silber ausgelegten Boden, auf dem jetzt zum Schutz Teppiche ausgerollt sind. In mehreren Schauvitrinen sind silberne und goldene Buddhas und andere Heiligt\u00fcmer und Pretiosen ausgestellt. Ausserdem ist in der Mitte der Halle ein auf einem hohen Thron sitzender Smaragd-Buddha zu bewundern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jo meint zu der Fremdenf\u00fchrerin, dass JoMa in Thailand schon einen Smaragd-Buddha bestaunen durften. Ja, es k\u00f6nne sein, dass der Smaragd-Buddha aus Thailand aus Kambodscha geraubt wurde. Vor dem Kambodscha-Krieg umfasste das kambodschanische Staatsgebiet etwas mehr als 1 Mio. km<sup>2<\/sup>, jetzt sind es keine 200&#8217;000 km<sup>2<\/sup> mehr. Sie meint Ger\u00fcchte geh\u00f6rt zu haben, dass dieser Smaragd-Buddha aus Sri Lanka kam\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf dem R\u00fcckweg vom K\u00f6nigspalast gehen wir nicht an der Hauptverkehrsstrasse entlang. Doch diese Hauptstrasse, auf der wir jetzt unterwegs sind, ist um nichts besser als der andere Weg. Nach ein paar Minuten meint Ma entnervt: \u00abDas ist wirklich \u00fcberhaupt keine Stadt f\u00fcr Fussg\u00e4nger!\u00bb<\/p>\n<div class=\"wDYxhc\" data-md=\"61\">\n<div role=\"heading\" data-attrid=\"wa:\/description\" aria-level=\"3\" data-hveid=\"CFsQAA\">\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #eeeeee; height: 10px;\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 120px;\">\n<td style=\"width: 976px; height: 10px;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Phnom Penh, Hauptstadt Kambodschas<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas, liegt am Zusammenfluss der Fl\u00fcsse Mekong, Tonle Sap und Bassac. Die Stadt hat rund 2,5 Millionen Einwohner und ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Gegr\u00fcndet im 15. Jahrhundert, erlebte Phnom Penh im 20. Jahrhundert eine dramatische Geschichte: W\u00e4hrend der vierj\u00e4hrigen Herrschaft der kommunistischen \u00abRoten Khmer\u00bb von 1975-1979, wurde die Stadt fast vollst\u00e4ndig entv\u00f6lkert und zerst\u00f6rt. W\u00e4hrend und kurz nach der Herrschaft der Roten Khmer lebten ca. nur noch 200\u2019000-300&#8217;000 Menschen in der Stadt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heute ist sie eine schnell wachsende Metropole mit einer Mischung aus kolonialer Architektur und modernen Bauwerken. Die Stadt bietet eine Mischung aus Tradition und Modernit\u00e4t, mit aufstrebenden Restaurants, Caf\u00e9s und einem pulsierenden Nachtleben. Trotz der Herausforderungen bleibt Phnom Penh ein Symbol f\u00fcr den Wiederaufbau und den kulturellen Stolz Kambodschas. Diese rasante Entwicklung ist besonders am quirligen Auto-, Tuck-Tuck- und Rollerverkehr auszumachen. Fussg\u00e4nger sind ein l\u00e4stiges \u00dcbel, was zwar nicht ignoriert wird, sich aber sein Recht selber suchen muss.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"_SQDkZpylNaLi2roP7v22sAs_34\" class=\"bCOlv\" data-ved=\"2ahUKEwjc7ZyryL-IAxUisVYBHe6-DbYQ7NUEegQIFhAE\">\n<div class=\"IZE3Td\">\n<div class=\"r2fjmd t0bRye\" data-hveid=\"CBYQBQ\" data-ved=\"2ahUKEwjc7ZyryL-IAxUisVYBHe6-DbYQu04oAHoECBYQBQ\">\n<div id=\"SQDkZpylNaLi2roP7v22sAs__30\">\n<div class=\"wDYxhc NFQFxe\" data-md=\"118\">\n<div class=\"V3FYCf\">\n<div class=\"wDYxhc\" data-md=\"61\">\n<div role=\"heading\" data-attrid=\"wa:\/description\" aria-level=\"3\" data-hveid=\"CFsQAA\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was fr\u00fcher Gehwege waren, sind jetzt Parkpl\u00e4tze f\u00fcr Autos und Roller und Standpl\u00e4tze f\u00fcr unz\u00e4hlige Gark\u00fcchen. Selbst durch das hektische Gewimmel des Marktes zw\u00e4ngen sich immer wieder schnell fahrende Motorroller.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr morgen haben wir eine Tour in das ber\u00fcchtigte S-21 Museum und die Killing Fields gebucht. Dies ist eine andere traumatische Zeitgeschichte aus der j\u00fcngeren Vergangenheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch schon heute buchen wir eine Busfahrt nach Kratie, der n\u00e4chsten Station unserer Reise. Im kleinen empfohlenen Restaurant nur ein paar Schritte entfernt, lassen wir den Abend ausklingen. Unser Tischnachbar ist ein junger Deutscher, der Ende letzten Jahres aus Deutschland ausgewandert ist. Noch ist er in Georgien gemeldet, will sich allerdings Anfang kommenden Jahres in Bangkok niederlassen. Was f\u00fcr ein gewagtes Vorhaben! In seine Heimat nach Deutschland m\u00f6chte er nicht mehr zur\u00fcck, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bevor die Augen ganz zufallen, muss erst noch etwas am Reisetagebuch gearbeitet werden. Morgen m\u00fcssen wir nicht fr\u00fch, aber etwas fr\u00fcher als heute aus den Federn\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Vormittag starten wir unseren \u00abKulturtag in Phnom Penh\u00bb zum Besuch des K\u00f6nigspalasts und des Nationalmuseums. Wir winden uns etwas durch das Strassen-, Menschen- und Marktst\u00e4ndegewimmel. Nur ein paar Querstrassen weiter beginnt der Marktplatz. Hier wird alles zu essen angeboten, was das kambodschanische Herz begehrt. Was nicht unbedingt das gleiche ist, was unser Herz begehrt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":34982,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1042,1044],"tags":[],"class_list":["post-35040","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-asien","category-kambodscha"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35040"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35040\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35051,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35040\/revisions\/35051"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}