{"id":39734,"date":"2025-03-18T22:38:55","date_gmt":"2025-03-18T21:38:55","guid":{"rendered":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/?p=39734"},"modified":"2025-10-20T13:28:09","modified_gmt":"2025-10-20T11:28:09","slug":"top-of-australia-mt-kosciuszko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/2025\/03\/18\/top-of-australia-mt-kosciuszko\/","title":{"rendered":"Top of Australia: Mt. Kosciuszko"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Die Nacht war mit -1 \u00b0C die k\u00e4lteste, die es f\u00fcr uns bisher in Australien zu \u00fcberstehen galt. Die k\u00e4lteste Nacht im Campervan war bisher -6 \u00b0C in Matha vor 1 \u00bd Jahren <a href=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/2023\/10\/30\/el-morro-national-monument\/\">in New Mexico den USA<\/a>. Aber hier in Australien f\u00fcr uns eine ganz neue Erfahrung. Jo muss schon fr\u00fch aufs H\u00fcsli und sieht dabei, wie \u00fcber den Thredbo River mystische Dampfschwaden ziehen. Das muss nat\u00fcrlich auf \u00abFilm\u00bb gebannt werden.<\/p>\n<div class=\"entry-content-asset videofit\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Mt. Kosciuszko Nationalpark: Sonnenaufgang\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/yy8dA_LoPpw?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als wir um halb acht aufstehen, sind es in Eneli auch nur wohlige 6.9 \u00b0C, geradezu heiss im Gegensatz zu draussen. Daher spielt sich, bis wir unser Zmorge in den warmen Sonnenstrahlen geniessen k\u00f6nnen, auch alles in Enelis \u00abwarmem Bauch\u00bb ab.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heute steht die \u00abBesteigung\u00bb des Mt. Kosciuszko auf dem Tagesprogramm. Dazu packen wir alles ein, von dem wir denken, dass wir es oben auf 2&#8217;228 m brauchen, um nicht zu frieren: Regenjacke als Windschutz, M\u00fctzen, Handschuhe, Schals und dicke Shirts. Dazu kommen noch ausreichend Verpflegung und Wasser, Ferngl\u00e4ser und Kameras. So sind die Rucks\u00e4cke gut gef\u00fcllt\u2026 Doch zuerst m\u00fcssen wir uns bis dahin noch etwas warm zittern. Der Ausgangspunkt der Wanderung ist die Sesselliftstation in Thredbo. Die Herausforderung ist, den letzten Lift um 16.15 Uhr wieder talw\u00e4rts zu erwischen, wobei die Gehzeit mit 5-6 Std. angegeben ist. Es ist etwas Eile geboten, da wir nicht wie gedacht um 9 Uhr startklar sind, sondern erst eine knappe Stunde sp\u00e4ter. Die Fahrt nach Thredbo ist zum Gl\u00fcck nicht weit. Um zwanzig vor elfi sagt uns die nette Mitarbeiterin, dass der Weg zum \u00abGipfel\u00bb und wieder retour auch in 4 Std. gut zu machen sei. Wir h\u00e4tten somit gen\u00fcgend Zeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Sessellift bringt uns von 1&#8217;365 m bis auf 1&#8217;930 m hinauf. Jetzt sind es eigentlich nur noch 300 H\u00f6henmeter, aber hin und retour etwas mehr als 13 km. Wer jetzt als Schweizer denkt, dass es zum Gipfel ein schmaler Wanderweg ist, der etwas \u00fcber Stock und Stein geht, den m\u00fcssen wir leider entt\u00e4uschen. Wir w\u00fcrden sagen, dass es ein \u00abTurnschuhw\u00e4gli\u00bb ist: Breit wie eine Autobahn, flach gepflastert und der gr\u00f6sste Teil geht \u00fcber einen Gitterrost. \u00dcbertrieben gesehen k\u00f6nnte man auch in Flip-Flops gehen. Jo hat die etwas stabilere Ausf\u00fchrung an seinen F\u00fcssen. Er geht in seinen Treckingsandalen \ud83d\ude09<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Mo_20250318__IMG_0214.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der ebene und breite Metallgitterweg hat aber eigentlich auch was Sch\u00f6nes: Wir m\u00fcssen nicht aufpassen, wo wir hintreten und k\u00f6nnen den ganzen Weg die Natur und die Umgebung bestaunen.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ma hat zu anfangs noch etwas M\u00fche mit der Wanderung. Es ist einfach schon zu lange her, dass wir uns die Wanderschuhe untergeschn\u00fcrt haben. Was uns auff\u00e4llt ist, dass ausser ein paar kleinen V\u00f6gel und den schon bekannten Rabenkr\u00e4hen keine weiteren Tiere zu sehen sind. Weder auf dem Boden noch in der Luft. Auch keine Erdl\u00f6cher aus, denen das eine oder andere Tier gelaufen kommen k\u00f6nnte. Und doch hat diese Landschaft ihren eigenen Reiz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Mo_20250318__DSC04109.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit der Zeit kommen wir immer besser zurecht. Nach 1.5 km kommen wir am Mt. Kosciuszko Lookout an. Dieser heisst so, weil man von hier einen fantastischen Weitblick auf die Landschaft und den Mt. Kosciuszko hat. Der Wanderweg schl\u00e4ngelt sich wie ein braunes Band durch die Landschaft. Jo\u2019s Wanderhose ist nicht die dickste, daher glaubte er am noch kalten Morgen eine lange Unterhose anziehen zu m\u00fcssen. Dieser muss er sich schleunigst hinter einem dicken Felsen entledigen \ud83d\ude01<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Mo_20250318__IMG_0232.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt sind es noch gut 5 \u00bd km bis zum Gipfel. Mutig schreiten wir voran, dabei die Uhr nicht aus den Augen lassend. Nach knapp 2 Std. stehen wir vor dem Gipfelkreuz, das hier eine kleinere Steinpyramide ist. Gl\u00fccklich, diese \u00abHerausforderung\u00bb gemeistert zu haben, setzen wir uns bei Windstille und Sonnenschein zur Rast nieder. Von den eingepackten Anziehsachen brauchen wir NICHTS. Was im Grunde genommen auch gut so ist.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pl\u00f6tzlich h\u00f6ren und sehen wir eine kleine Drohne \u00fcber uns kreisen. Nach ein paar Runden und Flug\u00fcbungen meint Jo zum jungen Piloten, dass unten in der Talstation ein Hinweisschild steht, dass Drohnen hier nicht erlaubt seien. Der Pilot scheint sich dessen bewusst und l\u00e4sst seine Drohne auch umgehend landen und schon k\u00f6nnen wir alle diese weite Landschaft in Ruhe geniessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Mo_20250318__DSC04124.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach Gem\u00fcsebox, Brot mit Ch\u00e4s und einen staubtrockenen Guetsli geht es ausgeruht und gest\u00e4rkt auf den Retourweg. Jetzt sind wir im grossen Strom der \u00abHeimw\u00e4rtsgeher\u00bb Immer wieder hat es gr\u00f6ssere Gruppen, die wie wir der Bergstation entgegen wandern. Wie auf dem Hinweg schon, machen wir am Lookout eine kurze Rast. Als wir am Sessellift ankommen, sehen wir, dass wir uns viel zu viele Sorgen wegen der Zeit gemacht haben. Nach etwas mehr als 5 Stunden inkl. der Pausen geht\u2019s f\u00fcr uns wieder abw\u00e4rts. Da waren wir ja mal nicht so schlecht!! Nun ja, wir sind sehr froh, haben uns unsere Zipperlein nicht mehr gepiesackt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir beziehen wieder unseren schon bekannten Stellplatz im Thredbo Diggings Campground. Nat\u00fcrlich haben wir etwas schwere Beine, was aber auf die lange Wanderung und nicht auf die \u00abBergwanderung\u00bb zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach dem Znacht, als es noch hell ist, versuchen wir uns ein weiteres Mal, ein Platypus zu sehen. Gebannt starren wir durch unsere Ferngl\u00e4ser. Statt dieses scheue Tier sehen wir heute auf der anderen Flussseite einige grosse, wohlgen\u00e4hrte Wombats durch das hohe Gras streifen. Etwas weiter auch wieder eine Herde mit dunkelen und hellen Hirschk\u00fchen, die friedlich nebeneinander auf Futtersuche sind. War es gestern noch ein kapitaler Dammhirsch mit m\u00e4chtigem Geweih und Schaufeln, ist es heute ein Sikahirsch mit dunklem Fell und fast so m\u00e4chtigem Geweih. Nur ein Platypus sehen wir heute nicht. Daf\u00fcr streunen ein paar neugierige Opossums um uns herum. Diese gefr\u00e4ssigen Gesellen erinnern uns an <a href=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/2023\/11\/04\/sightseeing-in-downtown-austin\/\">Stephanies Waschb\u00e4ren in Austin<\/a>\u2026<\/p>\n<div class=\"entry-content-asset videofit\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Opossum\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/X0vRfmcf75U?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">K\u00f6rperlich etwas geschafft betten wir heute schon recht fr\u00fch unsere m\u00fcden H\u00e4upter in die Ruhekissen. Noch ist die Nacht nicht so kalt wie gestern. Hoffen wir dass es auch so bleibt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer bitterkalten Nacht mit Minustemperaturen, machen wir uns heute auf, den h\u00f6chsten Berg Australiens auf 2&#8217;228 m.\u00fc.M. zu &#8222;besteigen&#8220;. Der Sessellift bringt uns auf 1&#8217;930 m hinauf. Jetzt sind es eigentlich nur noch 300 H\u00f6henmeter, aber hin und retour etwas mehr als 13 km. 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