{"id":50528,"date":"2026-01-31T22:28:39","date_gmt":"2026-01-31T21:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/?p=50528"},"modified":"2026-02-05T10:27:06","modified_gmt":"2026-02-05T09:27:06","slug":"catlins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/2026\/01\/31\/catlins\/","title":{"rendered":"In den Catlins"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Mo_20260131__IMG_2400.jpg\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Mo_20260131__IMG_2425_1.jpg\" width=\"80\" height=\"374\" \/>Schon oft haben wir den Hinweis gelesen, dass ab 10 Uhr der \u00fcbliche Check-out ist und ab dann auch alles gereinigt wird, was es zu reinigen gibt. Hier in der Curio Bay ist der Hinweis auch Programm: Fast mit Glockenschlag um 10 Uhr ist alles wegen \u00abReinigungsarbeiten\u00bb geschlossen \u2013 der Code zum Eintritt in das \u00abVersorgungsh\u00e4uschen\u00bb ist ung\u00fcltig. Doch kein Problem \u2013 die SuperBowl wird auch draussen auf dem Feld unterm Wasserhahn blitzblank sauber.<\/p>\n<p>\u00abWas jetzt, bleiben wir noch einen Tag, oder geht\u2019s doch weiter?\u00bb Irgendwie scheint sich ein Wurm in die Planung eingeschlichen zu haben. Ein Bandwurm? St\u00fcckli f\u00fcr St\u00fcckli wird im Moment ad hoc geplant. Die Schulferien sind rum und es muss nicht mehr viel vorreserviert werden.<\/p>\n<p>Es geht dann doch \u00abausserplanm\u00e4ssig\u00bb weiter. Zuerst hier in der Curio Bay zum Petrified Forest, dem versteinerten Wald unten auf der breiten, felsigen K\u00fcste, die bei Flut t\u00e4glich \u00fcbersp\u00fclt wird. Wenn man es nicht mit eigenen Augen sieht, kann man sich nicht vorstellen, dass in dieser felsigen K\u00fcste versteinerte Reste eines Waldes zu finden sind, die mehr als 170 Mio. Jahre alt sind. Hier turnen wir auf der Suche nach den versteinerten B\u00e4umen zwischen all den grossen Steinen und flachen Felsplatten umher. Ausserdem k\u00f6nnte es ja sein, dass sich einer der grossen Gelbaugen-Pinguine bei Tage hier an Land verirrt\u2026?<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem Weg nach Owaka gibt\u2019s den ersten Aussichtshalt am Lake Wilkie. Der ist zwar ganz nett, aber eben auch nur so ganz nett. Aber wenn man nicht da war, war man auch nicht da und weiss es nicht. Wir wissen es jetzt!<\/p>\n<p>Nicht viel sp\u00e4ter fahren wir rechts ran, um den Blick auf die sch\u00f6n gebogene, menschenleere Tautuku Beach auf uns wirken zu lassen. Doch damit sind wir f\u00fcr heute noch nicht am Ende\u2026 Auch die Matai Falls sind als n\u00e4chster Halt schnell vom Parkplatz zu erreichen. Wer keine Wasserf\u00e4lle kennt, oder ein Liebhaber solcher Naturereignisse ist, findet sicherlich grossen Gefallen an diesem Wasserfall \ud83d\ude09 Die angepriesenen Horse Shoe Falls nur 2 min. weiter oben sind eher mit einer kleineren Brause, oder einer breiten Gieskanne, als mit einem Wasserfall zu vergleichen. Aber es kommen unterwegs ja noch die Purakaunui Falls\u2026<\/p>\n<p>Diese lassen auch nicht lange auf sich warten. Auf dem Weg dorthin sehen wir schon den breiteren Purakaunui River uns gem\u00e4chlich entgegenfliessen. So werden die F\u00e4lle wohl auch etwas gr\u00f6sser und beeindruckender ausfallen?! In 3 breiter werdenden Stufen sehen wir den Purakaunui River hier herunterfallen. Er ist ganz h\u00fcbsch anzusehen und sicherlich der beeindruckendste Wasserfall, den wir heute gesehen haben. Bei diesen Wasserf\u00e4llen finden sich auch eindeutig mehr Schaulustige ein.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir weiterfahren, kommen wir immer mal wieder an kleineren und wieder gr\u00f6sseren Schafherden vorbei. Schafe m\u00fcssen sich irgendwie doch noch lohnen. Jedenfalls die weissen, wie wir sie kennen. Blair, der Hirschfarm-Farmer hat noch ein paar dunkelbraune zottelige Bergschafe vom Voreigent\u00fcmer der Farm mit \u00fcbernommen. Irgendwann, wenn das Fell zu lang und zu dicht geworden ist, muss er sie wohl scheren lassen. Gem\u00e4ss seinen Aussagen will niemand die dunkellbraune Wolle haben. Er wird sie wohl, wem auch immer, umsonst anbieten. Die Kosten des Scherens wird er jedenfalls nicht hereinbekommen.<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #eeeeee;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 100%;\"><strong>In Neuseeland<\/strong> hat sich die <strong>wirtschaftliche Bedeutung der Schafhaltung<\/strong> in den letzten Jahren deutlich verschoben. W\u00e4hrend Schafe traditionell stark mit der Wollproduktion verbunden waren, ist Wolle heute f\u00fcr viele Betriebe kaum noch ein wirtschaftlicher Faktor. Die Preise f\u00fcr grobe neuseel\u00e4ndische Wolle sind seit Jahren niedrig, sodass die Erl\u00f6se h\u00e4ufig nicht einmal die Kosten f\u00fcr das Scheren decken. Das Scheren ist dennoch notwendig, vor allem aus Gr\u00fcnden der Tiergesundheit, wird aber vielfach als reiner Kostenfaktor betrachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Der eigentliche wirtschaftliche Ertrag einer Schafsfarm stammt heute fast ausschliesslich aus der Fleischproduktion, insbesondere aus dem Verkauf von L\u00e4mmern. Lammfleisch erzielt auf den Exportm\u00e4rkten weiterhin vergleichsweise stabile Preise und bildet die zentrale Einnahmequelle. Dennoch stehen viele Schafbetriebe unter Druck, da gleichzeitig Kosten f\u00fcr Arbeit, Futter, Transport und Betriebsmittel gestiegen sind. Die Rentabilit\u00e4t klassischer Schafsfarmen ist daher oft gering, und viele Landwirte setzen verst\u00e4rkt auf Mischbetriebe oder erh\u00f6hen den Rinderanteil. Insgesamt lohnt sich die Schafhaltung in Neuseeland heute vor allem als Fleischproduktion, nicht mehr als Wollgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Kurz vor Owaka meint Ma, dass sie sich mit der Navigation vertan hat und sie uns woanders hin navigieren wollte. Dann sieht sie, dass es ja doch der Ort ist, wo sie eigentlich hin wollte. Das kann man getrost als Magie der Navigation bezeichnen \ud83d\ude09<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #eeeeee;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 100%;\"><strong>Die Catlins <\/strong>&#8211; woher kommt dieser Name? Er hat nichts mit Katzen zu tun \ud83d\udc08 \ud83d\ude38<br \/>\nDie Catlins an der S\u00fcdostk\u00fcste Neuseelands sind nach Captain Edward Cattlin (urspr\u00fcngliche Schreibweise, die sich im Laufe der Zeit von Cattlins in Cattins \u00e4nderte) benannt. Er war ein Walf\u00e4nger, der im Jahr 1840 kurz vor der Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi Land von einem lokalen M\u0101ori-H\u00e4uptling namens Tuhawaiki in der Region um den Catlins River erwarb.<br \/>\nDie Region ist bekannt f\u00fcr ihre raue K\u00fcstenlandschaft, Wasserf\u00e4lle, seltene Wildtiere (Neuseel\u00e4ndischer Seel\u00f6we \/ Hooker&#8217;s Sea Lion \/ Whakahao, Gelbaugenpinguin \/ Hoiho, s\u00fcdlicher K\u00f6nigsl\u00f6ffler \/ Royal Spoonbill etc.) und das Gebiet um den Catlins River, der in den 1860er Jahren der Holzindustrie diente.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Gleich sind wir auch schon da, so machen wir unsere Brotzeit gleich vor Ort. Vor Ort heisst in diesem Fall in der Thomas&#8217;s Catlins Lodge. Diese ist ein ehemaliges Spital aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Wobei das Wort Spital im eigentlichen Sinne nicht ganz richtig ist. Die Thomas&#8217;s Catlins Lodge ist ein 100 Jahre altes ehemaliges Entbindungsheim und Altenheim, das einen Grossteil seiner urspr\u00fcnglichen Struktur bewahrt hat. Hier weht noch der Charme der 50er Jahre durch die G\u00e4nge. Manches sieht ein wenig \u00fcber die Jahre hinweg zusammengew\u00fcrfelt aus, doch macht dies gerade den Reiz dieses kleinen heimeligen Ortes aus.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier werden wir 2 Tage verweilen. Sollte die Sonne weiterhin so scheinen, sind wir mit unserem Solarpanel zur Stromerzeugung bestens bedient.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von einem etwas charmelosen Campground kommen wir in einen charmanten Vintage Style Campground, in dem noch der Zeitgeist des letzten Jahrhunderts durch die G\u00e4nge weht.<br \/>\nNicht immer ist der Erstbeste auch der Beste, heute war eindeutig der Zweite der Beste!<br \/>\nMa hat sich dann doch vertan, aber wir kommen trotzdem am richtigen Ort an. Das ist die Magie der Navigation \ud83e\ude84\ud83e\udded\ud83d\uddfa\ufe0f<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":50468,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1056,1058],"tags":[],"class_list":["post-50528","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neuseeland","category-nz-suedinsel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50528","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50528"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50528\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50540,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50528\/revisions\/50540"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/media\/50468"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50528"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50528"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50528"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}