{"id":52260,"date":"2026-04-02T22:15:48","date_gmt":"2026-04-02T20:15:48","guid":{"rendered":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/?p=52260"},"modified":"2026-04-09T12:21:20","modified_gmt":"2026-04-09T10:21:20","slug":"matakohe-kauri-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/2026\/04\/02\/matakohe-kauri-museum\/","title":{"rendered":"Matakohe: Kauri Museum"},"content":{"rendered":"<p>Es ist zwar sch\u00f6n angenehm ruhig hier, aber der Rest h\u00e4lt nicht, was er verspricht \u2013 statt wie auf dem Schild mit \u00abToiletten\u00bb vermerkt, gibt es zur Zeit nur gerade eine davon. Doch f\u00fcr uns allein reichts ja \ud83d\ude09<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mo_20260402__MBA03326.jpg\" \/><\/p>\n<p>Trotzdem h\u00e4lt es uns hier nicht lange, es ist alles sehr nass und vor allem der Boden klebrig-lehmig: Wir entschliessen uns, heute nur mit einem Kafi und ohne SuperBowl loszufahren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mo_20260402__IMG_4768.jpg\" \/><\/p>\n<p>Auch heute sind wir nicht allzu lange unterwegs &#8211; was uns f\u00fcr das Ende der Reise sehr recht ist. Als wir losfahren, sind wir nicht weit von der Ostk\u00fcste entfernt, als wir in Matakohe ankommen, sind wir Luftlinie um die 20 km von der Westk\u00fcste entfernt. Somit k\u00f6nnte man in weniger als 2 Stunden von der Ostk\u00fcste an die Westk\u00fcste gelangen, was meist auch einen Wetterwechsel mit sich bringt.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Matakohe angekommen geht\u2019s erst links auf den Parkplatz und rein ins Caf\u00e9 zum versp\u00e4teten Zmorge. Nach dieser St\u00e4rkung gehen wir nur kurz auf die andere Strassenseite ins ber\u00fchmte Kauri Museum.<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #eeeeee;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 100%;\">Das <strong>Kauri Museum<\/strong> gilt als die gr\u00f6sste \u00fcberdachte Besucherattraktion n\u00f6rdlich von Auckland und bietet auf \u00fcber 4\u2019500 m\u00b2 faszinierende Einblicke in die Holz- und Harzindustrie des 19. und 20. Jahrhunderts. Die wichtigsten Ausstellungen &amp; Highlights sind das funktionst\u00fcchtiges Dampfs\u00e4gewerk mit beeindruckenden Maschinen und riesigen Kauri-St\u00e4mmen, sowie detailgetreue Rekonstruktionen von Wohnr\u00e4umen aus der Kolonialzeit, inklusive antiker Kauri-M\u00f6bel sowie die weltweit gr\u00f6sste Sammlung von \u201eKauri-Gum\u201c (fossilem Harz), das oft als \u201eGold Neuseelands\u201c bezeichnet wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Schon auf der Fahrt hierher diskutieren wir, ob wir uns denn an den Ort hier erinnern, und wo wir denn damals vor 10 Jahren \u00fcbernachteten und ob wir gleich nach unserer Ankunft in Auckland hierher kamen? Da gibt unser Reisetagebuch von vor 10 Jahren Auskunft: Wir kamen direkt von den T\u00f6lpeln aus Muriwai hierher.<\/p>\n<p>Als wir vor dem Museum stehen, kommen uns keine Erinnerungen in den Sinn, auch als wir drin sind, nicht. Es soll sich so einiges innerhalb der letzten Jahre ver\u00e4ndert haben, wird uns beim Empfang gesagt. Als wir nach einigen Schritten in die grosse Ausstellungshalle gelangen, kommen uns doch blitzartig Erinnerungen in den Sinn: \u00abGenau, daran kann ich mich wieder erinnern\u00bb, kommt es uns fast wie aus einem Munde.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier in der grossen \u201eVounteers Hall\u201c, ist immer noch ein 22.5 m langer L\u00e4ngsschnitt eines grossen Kauri Baumes aufgestellt ist. An einer der beiden Stirnw\u00e4nde sind die Durchmesser der gr\u00f6sten historischen und lebenden Kaurib\u00e4ume kreisrund skizziert.<\/p>\n<p>Die grosse Holzscheibe in der Mitte der aufgezeichneten Baumumf\u00e4nge kommt vom <strong>Balderston Kauri<\/strong>, dem Baum dessen L\u00e4ngsschnitt hier ausgestellt ist.<\/p>\n<p>Die Reihenfolge von innen nach aussen ist wie folgt:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Balderston Kauri: Leider durch einen Blitzschlag 1987 abgestorben<\/strong><br \/>\nDurchmesser: 2.27 m, Umfang: 8.5 m, H\u00f6he: 30 m<\/li>\n<li><strong>Tane Mahuta: Lord oft he Forest, weltweit gr\u00f6sster, lebender Kauri Baum<\/strong><br \/>\nDurchmesser: 4.91 m, Umfang: 15.44 m, H\u00f6he: 45.20 m, Volumen: 255 m3<\/li>\n<li><strong>Te Matuha Ngahere: Father of the Forest<\/strong><br \/>\nDurchmesser: 5.22 m, Umfang: 16.41 m, H\u00f6he: 37.40 m, Volumen: 208 m3<\/li>\n<li><strong>Kairaru: Leider bei einem Buschfeuer von 1886 gebrannt<\/strong><br \/>\nDurchmesser: 6.40 m, Umfang: 20.12 m, Stammh\u00f6he: 30.48 m<\/li>\n<li><strong>Father of the Forests: Leider in den 1850ern abgestorben<\/strong><br \/>\nDurchmesser: 7.27 m, Umfang: 22.86 m, Stammh\u00f6he: 21.34 m<\/li>\n<li><strong>Giant Kauri Ghost: Gr\u00f6sster jemals gemessene Kauribaum (1870ern)<\/strong><br \/>\nDurchmesser: 8.54 m, Umfang: 26.83 m, Stammh\u00f6he: unbekannt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kommt uns die Originalbaumscheibe des Balderston Kauri schon gross vor, so ist sie jedoch winzig im Vergleich zu den skizzierten Baumdurchmessern um sie herum.<\/p>\n<div class=\"entry-content-asset videofit\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Matakohe, Kauri Museum: S\u00e4gewerk\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/6UWq65lpAuQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #eeeeee;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 100%;\"><strong>Kauri B\u00e4ume <\/strong>sind wahre Giganten Neuseelands und z\u00e4hlen zu den massivsten Baumarten der Erde. Mit einer Lebensspanne von \u00fcber 2\u2019000 Jahren sind diese Urzeitriesen lebende Zeugen der Geschichte. Ihr bekanntester (lebender) Vertreter ist der T\u0101ne Mahuta im Waipoua Forest. F\u00fcr die M\u0101ori besitzt der Kauri eine tiefe spirituelle Bedeutung; er gilt als \u201eGott des Waldes\u201c, der in der Sch\u00f6pfungsgeschichte den Himmel von der Erde trennte, um Platz f\u00fcr das Leben zu schaffen.<\/p>\n<p>Biologisch faszinieren Kauris durch eine besondere \u00dcberlebensstrategie: Ihre Rinde bl\u00e4ttert st\u00e4ndig in kleinen Schuppen ab, wodurch verhindert wird, dass Parasiten oder Aufsitzerpflanzen am Stamm emporwachsen.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit war vor allem das goldfarbene Kauri-Harz heiss begehrt, das im 19. Jahrhundert massenhaft f\u00fcr die Herstellung von Lacken abgebaut wurde.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit ist zudem das sogenannte Sumpf-Kauri \u2013 pr\u00e4historische St\u00e4mme, die vor bis zu 45\u2019000 Jahren in Mooren versanken und dort unter Luftabschluss so perfekt konserviert wurden, dass ihr Holz heute noch f\u00fcr exklusive M\u00f6bel genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Trotz ihrer St\u00e4rke sind die Best\u00e4nde heute durch das \u201eKauri Dieback\u201c, eine t\u00f6dliche Wurzelkrankheit, bedroht, weshalb strenge Schutzmassnahmen und Reinigungsstationen f\u00fcr Wanderer in den Kauri-W\u00e4ldern Pflicht sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>In unserem heutigen Campground, nur wenige hundert Meter vom Museum entfernt, haben wir die freie Platzwahl. Nicht dass wir die Einzigen sind, aber viele G\u00e4ste sind wir nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mo_20260402__IMG_4816.jpg\" \/><\/p>\n<p>Bis zum Znacht geniessen wir den herrlich warmen Sonnenschein. Bis zum Abend kommen noch ein paar weitere \u00dcbernachtungsg\u00e4ste hinzu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An den Ort k\u00f6nnen wir uns nicht mehr erinnern, an das grosse Holzbrett aber schon\u2026 Das Kauri Museum gilt als die gr\u00f6sste \u00fcberdachte Besucherattraktion n\u00f6rdlich von Auckland und bietet auf \u00fcber 4\u2019500 m\u00b2 faszinierende Einblicke in die Holz- und Harzindustrie des 19. und 20. Jahrhunderts. In diesem Museum erahnen wir, dass gross noch nicht riesig ist\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":52211,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1056,1057],"tags":[],"class_list":["post-52260","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neuseeland","category-nz-nordinsel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52260"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52260\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52287,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52260\/revisions\/52287"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/media\/52211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}