{"id":52273,"date":"2026-04-04T22:01:23","date_gmt":"2026-04-04T20:01:23","guid":{"rendered":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/?p=52273"},"modified":"2026-04-11T11:29:06","modified_gmt":"2026-04-11T09:29:06","slug":"tane-mahuta-koutu-bolders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/2026\/04\/04\/tane-mahuta-koutu-bolders\/","title":{"rendered":"T\u0101ne Mahuta, Koutu Bolders und Hideaway Lodge"},"content":{"rendered":"<p>In der Camp Kitchen kam Jo doch gestern Abend doch tats\u00e4chlich mit noch zwei weiteren Paaren aus der Schweiz ins Gespr\u00e4ch. Eines kommt aus dem Aargau, das andere aus Uster\u2026<\/p>\n<p>So wechselhaft wie der Tag vom Wetter her beginnt, so zieht sich diese Nass-Trocken Phase fast im 10 Minuten Takt durch den ganzen Tag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mo_20260404__IMG_4827.jpg\" \/><\/p>\n<p>Um sich Inspirationen f\u00fcr den eigenen Reise-Van diheime zu holen, schauen die Kollegen aus Uster kurz in unseren Manaaki rein. \u00abDie L\u00e4nge mit 6 m ist schon mal gesetzt.\u00bb Aber Duschi, wie im jetzigen Leih-Camper brauchen sie nicht. \u00abDas ist nur reine Platzverschwendung\u00bb, meinen sie. Es ergibt sich nur eine kurze Diskussion wie und was. Ihre Zeit dr\u00e4ngt, in wenigen Tagen geben sie ihren Van in Auckland zur\u00fcck und fliegen noch f\u00fcr zwei hoffentlich entspannte Wochen nach Bali.<\/p>\n<p>Das von Steve gew\u00fcnschte WoF (Warrenty of Fitness) fordert uns doch schon recht. Jetzt \u00fcber Ostern k\u00f6nnen wir keinen Termin abmachen und kurz vor knapp kann doch ins Auge gehen. Aber hier im Norden der Nordinsel, in den recht d\u00fcnn besiedelten Northlands, ist es nicht so einfach, eine Autogarage daf\u00fcr zu finden. Um nicht wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen, machen wir uns einfach mal auf. Aber wohin wissen wir nicht so recht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wetterprognose f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage viel Regen und st\u00fcrmische Winden vorhersagt. Was es nicht gerade attraktiv macht, unser n\u00e4chstes Ziel, das Cape Reinga (die Nordspitze der Nordinsel) zu besuchen. Heute ist alles wie das Wetter eher unstet \ud83c\udf26\ufe0f<\/p>\n<p>Als fester Punkt steht heute jedenfalls die Besichtigung von T\u0101ne Mahuta auf dem Programm. Wir erinnern uns: Tane Mahuta ist der Lord of the Forest, der weltweit gr\u00f6sste, lebende Kauri Baum. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir uns mit Manaaki gut 1 \u00bd Std. in Schlangenlinien dem Waipoua Kauri Forest entgegen schl\u00e4ngeln.<\/p>\n<p>Am Parkplatz wird es pl\u00f6tzlich hektisch. Eine Parkplatzeinweiserin l\u00e4uft die Strasse rauf und runter uns weist jedem seinen Parkplatz zu. So mitten auf der Strasse hin und her laufen kann ganz sch\u00f6n gef\u00e4hrlich sein. Besonders weil nicht jeder ihre wilden Handzeichen richtig zu deuten weiss. Wir reihen uns in die Schlange einer gr\u00f6sseren asiatischen Reisegruppe ein. Nach der obligatorischen Schuh-Desinfektion geht\u2019s auf einem recht neuen Holzpfad durch den dichten Wald. Nach einer Minute ist auch schon Schluss. Vor T\u0101ne Mahuta ist ein kleiner Stehplatz eingerichtet worden.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die wilde Parkplatzeinweiserin \u00fcbernimmt auch die F\u00fchrung und Erkl\u00e4rung zu T\u0101ne Mahuta: Seinem Alter, seiner Gr\u00f6sse und seiner spirituellen Bedeutung f\u00fcr die Maori. Nach ihren erkl\u00e4renden Worten geht\u2019s nochmals nur sehr wenige Schritte weiter. Wir stehen vor einem j\u00fcngeren Kauri Baum. Nach gesch\u00e4tzten 5 min. sind wir auch schon wieder auf dem kurzen Retourweg zu Manaaki. Der kurze Weg, der auch als spirituelle Erfahrung gedacht ist, bleibt bei dem ganzen Trubel eher auf der Strecke.<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #eeeeee;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 100%;\"><strong>T\u0101ne Mahuta, der \u201eHerr des Waldes\u201c<\/strong>, ist der gr\u00f6sste lebende\u00a0Kauri-Baum Neuseelands und ein majest\u00e4tisches Naturwunder. Mit einer gesch\u00e4tzten H\u00f6he von \u00fcber 45 Metern und einem Stammumfang von \u00fcber 15 m Metern ist er ein ehrf\u00fcrchtiger \u201eHerr des Waldes\u201c. Sein Alter wird auf 1\u2019250 bis 2\u2019500 Jahre gesch\u00e4tzt, womit er bereits existierte, als die ersten Seefahrer um James Cook Neuseeland entdeckten.<\/p>\n<p>Erst in den 1920ern wurde T\u0101ne Mahuta w\u00e4hrend des Strassenbaus entdeckt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die M\u0101ori ist der Baum weit mehr als ein Naturschauspiel. In ihrer Sch\u00f6pfungsgeschichte ist T\u0101ne der Sohn von Rangi (Himmel) und Papa (Erde). Er war es, der seine Eltern aus ihrer ewigen Umklammerung trennte, indem er seine starken Beine gegen den Himmel stemmte. Dadurch brachte er Licht und Raum in die Welt und schuf den Lebensraum f\u00fcr alle Lebewesen. Die B\u00e4ume des Waldes gelten symbolisch als die Pfeiler, die den Himmel auch heute noch oben halten. T\u0101ne Mahuta steht als Symbol f\u00fcr die Verbindung von Natur, Geschichte und Kultur.<\/p>\n<p>Heute ist dieser Gigant jedoch durch die Kauri-Dieback-Krankheit bedroht, weshalb Besucher strenge Reinigungsstationen passieren m\u00fcssen, um seine Wurzeln zu sch\u00fctzen. Der Wald ist eingez\u00e4unt und mit einem Tor gesichert und die Besucher d\u00fcrfen sich nur auf den neu angelegten, erh\u00f6hten Gehwegen bewegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>F\u00fcr uns geht\u2019s weiter im kurvenreichen Schlangenlinien. Warum auch immer, weichen wir heute von der angedachten Route ab. Hier oben in den Northlands ist nicht nur die Bev\u00f6lkerungsdichte d\u00fcnn, auch der Netzempfang ist eher d\u00fcrftig.<\/p>\n<p>Dachte Jo vor einigen Tagen schon beim Sandspit Campground bei den Kouto Boulders zu sein, sind wir es heute wirklich. Hier gibt es kein grosses Tam-Tam, wie bei den Moeraki Boulders auf der S\u00fcdinsel. Kein Visitor Center mit Verkaufsshop, Caf\u00e9 und grossen Busparkplatz. Nein, hier gen\u00fcgt ein kleiner Schotterparkplatz und den Weg muss man selbst erkunden: Die gr\u00f6sseren Boulders liegen erst nach ein paar hundert Metern mehr oder weniger schlammigen und matschigen Strandweg entlang sichtbar herum. Sie sind nicht wie die grossen Br\u00fcder in Moeraki an einer Perlenschnur aufgereiht, sondern eher etwas durcheinander gew\u00fcrfelt.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #eeeeee;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 100%;\">W\u00e4hrend die ber\u00fchmten Moeraki Boulders auf der S\u00fcdinsel die Postkarten dominieren, bergen die unbekannteren <strong>Koutu Boulders<\/strong> am Hokianga Harbour auf der Nordinsel ein noch gewaltigeres Geheimnis. Diese geheimnisvollen Steinkugeln sind mit einem Durchmesser von bis zu f\u00fcnf Metern deutlich gr\u00f6sser als ihre s\u00fcdlichen Verwandten und gelten als die gr\u00f6ssten ihrer Art in Neuseeland. Geologisch gesehen handelt es sich um sogenannte Konkretionen: \u00dcber Millionen von Jahren lagerten sich Minerale schichtweise um einen Kern aus Fossilien oder Muscheln im weichen Sedimentgestein ab, \u00e4hnlich wie eine Perle in einer Muschel w\u00e4chst. Die Erosion durch das Meer hat diese &#8222;Kanonenkugeln der Natur&#8220; schliesslich aus den Klippen befreit und \u00fcber einen etwa zwei Kilometer langen Strandabschnitt verteilt. Besonders faszinierend ist ihre fast perfekte Symmetrie und die netzartigen Risse auf der Oberfl\u00e4che, die durch eingedrungenen Calcit entstanden sind.<\/p>\n<p>Die riesigen Kugeln sind nur bei Ebbe vollst\u00e4ndig zug\u00e4nglich und ragen dann wie vergessene Murmeln von Riesen aus dem Schlick und Sand des Hokianga Harbour.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Nach einigem Hin und Her findet Ma als heutigen \u00dcbernachtungsplatz die Hideaway Lodge. Na, ganz so versteckt ist diese Hideaway Lodge nun doch nicht, wie der Name verspricht. Vom Highway trennt uns nur eine Hecke, ein 3 m breiter Rasenstreifen und schon stehen wir da auf unserem Schotterplatz. Nach der kurzen Rundf\u00fchrung durch den Campground merken wir schon: Hideaway Lodge, not the nicest Place to be\u2026 Aber was soll\u2019s, f\u00fcr eine Nacht wird\u2019s schon gehn. Unsere Golf spielenden neuseel\u00e4ndischen Nachbarn sind der gleichen Meinung: \u00abThat\u2019s not exactly the flashiest place\u2026\u00bb<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mo_20260404__IMG_4879.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" \/>\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mo_20260404__IMG_4881.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute gehen wir mit dem Wetter eine Symbiose ein: \u00c4usserst wechselhaft und etwas launisch\ud83c\udf26\ufe0f<br \/>\nDen grossen und m\u00e4chtigen T\u0101ne Mahuta gibt\u2019s leider nur im Schnelldurchlauf.<br \/>\nN\u00e4chster Halt: Kouto Boulders, die kleinen Br\u00fcder der Moreaki Boulders, die nur bei Ebbe sichtbar werden.<br \/>\nZum \u00dcbernachten geht\u2019s f\u00fcr uns heute in die Hideaway Lodge: \u00abThat\u2019s not exactly the flashiest place\u2026\u00bb<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":52244,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1056,1057],"tags":[],"class_list":["post-52273","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-neuseeland","category-nz-nordinsel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52273"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52285,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52273\/revisions\/52285"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/media\/52244"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bielitzer.ch\/travels\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}