Masterton; abends Wiedersehen mit den Mädels

Veröffentlicht in: Neuseeland, Nordinsel | 0

Auch wenn wir eine kostenlose heisse Duschi nehmen konnten und der Parkplatz auch nett am See gelegen ist, sind wir etwas froh nach dem Zmorge abbrausen zu können. Einige Langzeit-Camper mit ihrem ganzen angefallenen «Sammelgut», offerieren nicht gerade einen herzlichen Empfang an alle anderen.

 

Bevor wir uns auf den Weg nach Wellington machen, schnuppern wir im nah gelegenen kleineren Aratoi Wairarapa Museum noch etwas Kulturluft. Zum einen gibt es eine Sonderausstellung zum 100-jährigen Bestehen des Busunternehmens Tranzit. Hier wird die Firmengeschichte eindrucksvoll anhand vieler selbstgemalten Bilder eines lokalen Künstlers dargestellt. Ausserdem gibt es eine weitere Ausstellung lokaler und nationaler Maori Künstler:innen, die sich teilweise recht kritisch mit der Kolonialisierung durch James Cook im Jahre 1770 auseinandersetzen. Wie auch in Australien ist auch hier der Gründungstag für die Maori eher ein Tag der Trauer und des immer noch anhaltenden Schmerzes, als ein Tag zum ausgelassenen Feiern.

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Um nach Wellington zu kommen, folgen wir dem HW2, der uns in einer kurvenreichen Passfahrt über den Remutaka Hill mit seinen knapp 600 m führt: Eine richtige Passfahrt, wie wir sie auch in der Schweiz kennen. Manaaki schafft diese Herausforderung, ohne zu murren oder zu überkochen (Erinnerungen an Martha werden wach…).

Schnell sind die kanpp 1 ½ Std. vollbracht und wir stehen schon vor der Einfahrt zum Campground. Wir haben uns noch nicht richtig installiert, kommt Rebekka auch schon freudestrahlend auf uns zu. Tja, unseren roten Manaaki erkennt man schon recht leicht. Er ist nicht einer der vielen einheitsbrei-weissen Campervans, die hier durch die Lande fahren.

Es ist ein herrlich sonnig heisser Tag. Perfekt für Wäsche waschen. So muss Jo bis die Wäsche fertig ist in seiner langen Hose schwitzen. Im Vergleich zu Ma hat er mit seiner kurzen Hose gerade mal halb so viele wie sie in seinem «Hosenrepertoire».

Auch wenn der Campground wieder einer mit «all inclusive» ist und wir solche eigentlich wegen ihrem Kleinstadtgefühl eher meiden, bietet dieser hier doch ein gewisses Mass an Platz und Privatsphäre.

Als Ma noch nicht ganz mit dem Znacht fertig ist, gesellt sich auch noch Mona zu unserem Trio. Somit ist Jo der Hahn im Quartett. Eifrig werden Bilder und Erfahrungen ausgetauscht, wer schon wo gewesen ist und was sein bisheriges Highlight war…

War Ma anfangs noch etwas skeptisch, ob das Znacht auch für 4 reicht, haben wir zum Schluss sogar etwas Mühe, dass es auch keine Reste gibt. Für Mona gibt’s als Nacht-Fähren-Spezial noch einen Kafi. Schliesslich geht ihre Fähre morgen früh um 2 Uhr!

Mona ist noch bis März hier in Neuseeland unterwegs. Sicherlich werden sich unsere Wege noch das eine oder andere Mal kreuzen…

Als die Nacht hereinbricht verabschiedet sich Mona von uns. Sie muss noch die letzten Vorbereitungen für die Überfahrt erledigen. Wir übrigen drei machen uns so langsam bettfertig. Vielleicht sehen wir Rebekka morgen irgendwo in Wellington wieder.

«We’ll keep in touch!»

 

 

 

 

 

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