Mit der Fähre zurück auf die Nordinsel
Wir verlassen heute die uns ans Herz gewachsene Südinsel und nehmen die Fähre zurück nach Wellington. Zu Jo’s grossem Glück ist die Überfahrt ruhig und sein Magen muss keine Purzelbäume schlagen…
Wir verlassen heute die uns ans Herz gewachsene Südinsel und nehmen die Fähre zurück nach Wellington. Zu Jo’s grossem Glück ist die Überfahrt ruhig und sein Magen muss keine Purzelbäume schlagen…
Beim heutigen «Blue Sky» Kaiserwetter freuen sich alle über die Bootstour mit dem Postschiff in die weit verzweigten Marlborough Sounds. In einer Sternfahrt werden einige kleine Buchten angefahren, an denen auch so mancher Postsack deponiert wird. Zur Tour gehört auch eine Farm-Besichtigung sowie Grünlipp-Muschel- und Austern-Zuchten sowie eine Lachsfarm.
Von Küste zu Küste geht es heute bergig und kurvig an den Marlborough Sound erst nach Okiwi Bay und anschliessend nach Havelock.
Im Mussel Pot lässt sich Jo mit einer Delikatesse verwöhnen: Den Grünlipp-Muscheln / Greenlip Mussels, die ausschliesslich in den klaren Gewässern rund um Neuseeland vorkommen.
Der Tag beginnt mit einem lustigen Telefonat und geht mit einem interessanten Telefonat für uns zu Ende. Dazwischen verabschieden wir uns von Moritz und Sara mit einem «Dann sehen wir uns im Sommer auf dem Tsürisee!» und von der Schweizerin Annette, die nebenan sehr erfolgreich ein Café führt. Sie meint: Nei, nei, miis Dihei isch jetzt da!
Da wir erst in der prallen Mittagssonne starten sind wir heute zufrieden, wenn wir es auf der Wanderung bis zum ersten Lookout schaffen. Gänzlich ohne kühlen Schatten und nicht so steile Spitzkehren geht es immer nur steil den Hügel hinauf. Bei 244 m bleibt der Höhenmesser stehen. Für uns ist dies eindeutig der Höhepunkt des Tages 😊
Nach einer knappen Stunde in der „Pre-Sales-Inspection“ ist es dann so weit: Manaaki wird ein guter allgemeiner Zustand attestiert! Und nirgends sei Rost zu sehen. In naher Zukunft sollten allerdings die Bremsbeläge vorne sowie die etwas teureren Unterhaltsarbeiten wie Zahnriemen, Wasserpumpe und Kupplung angegangen werden. Das ist Wasser auf Heidis mahlende Mühle… Es wird hart verhandelt. Werden wir uns finden?
Was kann man Spannendes über einen Tag berichten, an dem nichts Besonderes anfällt? An dem die rotierende Waschmaschine den Höhepunkt des ganzen Tages darstellt. …neben eines Sprunges von Ma in die kühlen Meeresfluten?
Jo’s Wecker läutet uns früh aus den Federn: Wir freuen uns auf den Sonnenaufgang mit Kafi am Meer!
Manches Ärgernis wird nicht besser, nur weil wir es schon kennen… Jo nimmt nochmals einen Anlauf, das vordere Licht im Camper-Innern zu reparieren. Leider erfolglos.
Dienstag scheint für uns ein Tag der „Auto-Entscheidungen“ zu werden. Nach Manaakis Inspektion wissen wir alle mehr…
Schliesslich kommen wir in der schönen Cable Bay an – da werden viele Erinnerungen wach!
«Hätte es nicht schon gestern so sein können?» fragen sich JoMa am Morgen. Heute ist angenehm windstill in Collingwood; eigentlich möchte man da gar nicht weg… Doch wir haben einen Termin: Wir fahren mit Manaaki zur Vorstellung und Probefahrt zu Heidi & Gian in Ngatimoti. Besonders Heidi ist geradezu euphorisch, was Manaakis Ausstattung, Lebensgefühl und Design betrifft. Schon nach wenigen Minuten würde sie am liebsten grad so schon alles per Handschlag abmachen. Doch warten wir ab, am Dienstag wird Manaaki noch in einer professionellen Inspektion geprüft.
Wir kommen uns vor wie an einem sonnig kalten Wintertag: Es scheint zwar die Sonne, doch warm wird einem nicht. Eher sitzen wir mit «Poulethuut» fröstelnd in der Sonne. Immerhin haben wir im Unterschied zu allen anderen Mit-Campern noch etwas Winddeckung von der Hecke hinter uns! «Es könnte doch ein sooo schöner Tag sein, wenn nicht dieser Wind wäre…», ist das heutige Gesprächsthema im Campingplatz.
Ein Stück Heimat ist in so manchem OP Shop zu finden. Jo bekommt den Auftrag von einem „Kiwi“, ein Stück Heimat wieder in die Heimat zu bringen.
Nicht jedes «Schweizertreffen» ist eine fröhliche und gesellige Runde. Manchmal kann es auch etwas anstrengend werden…
Ausser über Gemütlichkeit mit einem Kafi am Meer und einem Schwumm im selbigen gibt es heute nicht viel zu berichten. Wir verbringen einen äusserst genussvollen Tag an einem der schönsten Sandstrände, die wir bisher gesehen haben – und wir haben schon einige gesehen 😉
Trotz aller Gelassenheit muss es auf einmal recht schnell gehen: Heidi & Gian in Ngatimoti möchten Manaaki am liebsten schon morgen besichtigen. Wir vertrösten sie auf Samstag.
Geruhsam geht es für uns heute von den Bergen an die See im Abel Tasman Nationalpark. Nur auf die staubige, 10 km Gravel Road in den Nationalpark hätten wir verzichten können. Aber ohne Fleiss, kein Preis – die schönsten Campingplätze sind immer diejenigen, die man sich „erarbeiten“ muss…
Lani, in welch einen wundervollen und naturbelassenen Paradies ihr da lebt, ist schon einmalig! Im kleinen Ngatimoti im Motueka-Tal kennt jeder jeden – so ist es einfach, Lani zu finden. Und sie ist sogar zu Hause!
Haben wir gestern auf einem alternativen Hühnerhof übernachtet, landen wir heute in einem neugierigen Streichelzoo eines Gnadenhofes.
Zum Zmorge sind wir an der «Great Wall of New Zealand», einem kleinen – aber berühmten – Mäuerchen beim Lewis Pass.
Es geht rauf und runter, vor und zurück. Und Neuseeland kommt uns dann während der Fahrt doch nicht so grün vor wie es oftmals den Anschein erweckt.
Zum Abschluss des Tages heisst es dann «Willkommen im etwas alternativen Hühnerhof».
Heute verlassen wir den schönen, türkisfarbenen Rakaia Fluss und fahren weiter in Richtung Lewis Pass. Am ebenfalls türkisfarbenen Waimakariri River überrascht uns ein grosser Menschenauflauf: Kreuz und quer stehen unzählige Autos und überall drängen Menschen zum Fluss. Eine kurze Recherche im Internet lüftet das Geheimnis: Heute findet hier das Coast-to-Coast Rennen statt, eines der längsten Multisport-Events der Welt, bestehend aus Laufen, Radfahren, Berglauf, Kanufahren und abschliessendem Radfahren, von Kumara an der Westküste nach Christchurch an der Ostküste.
Was phänomenal mit einem „Feuerwerk“ aus Farben beginnt, muss nicht zwangsweise auch so enden…
Wir geniessen im schönen Campground mit Aussicht auf den Rakaia River einen Tag des Müssiggangs – anfangs bei strahlendem Sonnenschein, doch dann immer öfter und länger bei Nieselregen. Dabei wandeln sich die kräftigen Farben in diesiges Grau.
Mit Tom an Bord wird Manaaki zuerst zu einem Krankentransport…
Und wieder einmal können wir uns an der tollen Landschaft in Neuseeland nicht satt sehen: Beim heutigen Spätsommersonnentag erstrahlt das Wasser des Rakaia Rivers in faszinierendem tiefen Türkisblau.
Wie der berühmte Martini, wird auch unser Schlaf geschüttelt und nicht gerührt 😁
Verwirrt fragen wir uns am Mittag, ob wir uns Scotty vom Raumschiff Enterprise nach Myanmar gebeamt hat? Nach der Installation der neuen Starlink-Antenne in der Mt. Potts Lodge landen wir erst einmal in einer anderen Zeitzone in Myanmar.
Ein verwirrlicher Arbeitstag mit viel Internet-Recherche zum Import von Fahrzeugen aus Deutschland in die Schweiz, kostet Jo spät abends fast noch sein Znacht: Bei der Video-Besichtigung wackelt die Kamera definitiv zu sehr für ihn und plötzlich wird er „seekrank“🤢
Bevor wir heute eine besondere Schlacht schlagen, haben wir noch eine lange, staubige Fahrt vor uns. Wir fahren durchs abgelegene Rangitata Valley zur Mt. Potts Lodge. Diese liegt in einer atemberaubenden Landschaft, die auch als Filmkulisse für „Herr der Ringe“ herhalten musste. Die Film-Nerds nehmen gerne den weiten Weg auf sich und treffen sich (kostümiert) auf dem Mt. Sunday bzw. Edoras.
Nach dem Znacht sind wir bezüglich Wohn-Fahrzeug für zu Hause etwas schlauer, aber haben immer noch genügend Fragen…
Die Rundwanderung auf einer Halbinsel beim Lake Tekapo und der zunehmende Sonnenschein zeigen uns den See nochmals in seiner ganzen, türkisfarbenen Pracht.
Die Kapelle zum „Guten Schäfer“ am Lake Tekapo – ein Ort, an dem man (nicht) zur Besinnung kommt?! Tekapo wird im Moment von asiatischen Touristen überrannt; das chinesische Neujahrsfest ist nicht weit weg und viele machen Urlaub und reisen…
Als wir uns dem heutigen Ziel Tekapo auf einer staubigen Strasse nähern, können wir nicht glauben in Neuseeland zu sein. Wir fahren „off the beaten track“ auf einer Gravelroad die den Lake Pukaki mit dem Lake Tekapo verbindet.
«Und für diesem Schrott bezahlen wir auch noch einen Haufen Geld», ertönt es am Abend aus JoMas Kehlen. Der Netzempfang im teuren Holiday Park ist mehr als dürftig und das Zoom-Meeting fällt ins Wasser 🙁
Das kann doch mal passieren. Aber mit Brille wäre das vielleicht nicht passiert 😉 Ma hat sich bei der Reservation des DOC Campgrounds um einen Monat verhauen. Deshalb werden wir morgens vom Ranger aus Manaaki herausgeklopft. Doch halb so wild, wir dürfen bleiben.
Heute steigen wir die vielen Stufen den Sealy Tarns Track hoch und werden mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Jo nimmt es genau und zählt beim Rückweg die Stufen: Alles gelogen…
Und plötzlich war es weg, aber vielleicht gibt es ja ein drittes Leben? Jo verliert sein gefundenes blaues Chäppli auf dem Benmore Peninsula Loop und findet es trotz nochmaligem Ablaufen der Runde leider nicht mehr…
Heute ist Waitangi Day, eine Mischung aus Feier der Nation, kulturellem Stolz und Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit.
…und ein langes Wochenende für die Kiwis 😉
Bei Sonnenschein strahlen die Seen hier in leuchtendem Türkisblau. Einmalig schön!
«Sich nochmals rumdrehen ist auch keine schlechte Alternative», denken wir uns am frühen Morgen.
Als wir ins Abseits abbiegen, kommt Jo so manches wieder bekannt vor. Ma kann darüber nur mit den Augen rollen 😁. Die Elephant Rocks sind aber immer wieder faszinierend anzuschauen.
Im letzten der Loch Laird Campgrounds angekommen stehen wir ja fast unter Strom…
Wenn Frau noch nicht so richtig wach ist, darf frau auch schon mal etwas maulen, und es wird trotzdem ein sonniger Tag – insbesondere an einem so einmaligen Ort wie bei den Moeraki Boulders.
Freuten wir uns am Katiki Point gestern noch über einen «Frackträger» so erfreuen wir uns heute am «lebendigen Strandgut», das überall auf den Felsen herumliegt.
Langsam zieht es uns weiter in Richtung Norden. Unser heutiges Ziel ist Moeraki, eine der Lieblingsdestinationen von Ma: Es ist ein kleiner Fischerort und liegt deshalb direkt am Meer und nicht weit davon entfernt ist der Katiki Point, wo wir vor 10 Jahren das grosse Glück hatten, Gelbaugen-Pinguine in der Abendsonne beobachten zu können. Ausserdem sind in der Nähe die einmaligen Moeraki Boulders zu sehen: Grosse Steinkugeln im/am Meer.
Beim kleinen Nugget Point könnte man meinen, dass man im kleinen französischen Städtchen Le Mont-Saint-Michel in den Ferien ist.
Im Royal Albatross Center können wir nur noch zwischen A und A entscheiden, P ist schon ausgebucht. Doch die Könige der neuseeländischen Lüfte entschädigen uns aufs Feinste. «Vielleicht möchte der Tag ja noch etwas an uns beiden gut machen?», denken wir, als wir später aus dem Fenster schauen…
Von den beiden Jahreszeiten abgesehen passiert hier heute nicht allzu viel.
Ausser dass nicht viel passiert, geht das auch noch ganz langsam…
Von einem etwas charmelosen Campground kommen wir in einen charmanten Vintage Style Campground, in dem noch der Zeitgeist des letzten Jahrhunderts durch die Gänge weht.
Nicht immer ist der Erstbeste auch der Beste, heute war eindeutig der Zweite der Beste!
Ma hat sich dann doch vertan, aber wir kommen trotzdem am richtigen Ort an. Das ist die Magie der Navigation 🪄🧭🗺️
Heute gibt’s neue Schuhe der anderen Art, und unser Bauchgefühl, was Ariane betrifft, war nicht ganz so schlecht. Als Entschädigung darf Jo in einem Phantom Platz nehmen.
Später sehen wir am Leuchtturm und an der Südspitze, dass alles so ist, wie es mal war. Nur der ehemals so einfache und nostalgische Campground ist einer Massenabfertigung gewichen.
Auf der Glenmonarch Farm können wir so einiges vom Farmer Blair lernen. Und Rosy, die junge, zahme Hirschkuh, ist der absolute Star der Farm!
«Ach ihr seid auch wieder da? Klar kennen wir euch noch!». So hätte es tönen können in Riverton auf dem Campground.
Zum Znacht lässt Jo sich schliesslich nicht zweimal bitten…
Unser heutiger Stargast ist Jack Wang, den wir frühmorgens vor Sonnenaufgang am Milford Sound treffen. Er ist ein 52-jähriger, absolut untypischer Chinese, der spontan entschieden hat, eine Mitfahrgelegenheit zum Milford Sound zu nutzen und ebenso spontan, sich die Nacht auf der Parkbank um die Ohren zu schlagen, um den Sonnenaufgang fotografieren und filmen zu können.
Zu Dritt erleben wir so einen atemberaubenden Sonnenaufgang!
Ein Bilderbuchtag mit Postkartenwetter erwartet uns heute. Wir geniessen die Fahrt durch das Eglington Valley.
Kurz vor dem Homer Tunnel werden Kea-Erinnerungen in uns wach.
Später, wieder auf Meereshöhe, empfängt uns der Milford Sound anders als vor 10 Jahren, diesmal mit allerschönstem Wetter!
Raus aus dem Regen, rein in den Sonnenschein. In Te Anau ist das Wildlife im lokalen Sanctuary leider sehr überschaubar, und geholfen werden kann uns hier leider auch nicht.
Im Eglinton Valley Camp wird ein Manaaki Crew Mitglied mal wieder etwas scharf beäugt, aber diesmal nicht attackiert.
Am kleinen Kiosk Creek fragen sich JoMa: Ganz oder halb? Die Entscheidung fällt sowohl als auch aus.
Der heutige Sonntag ist verregnet. Wir bleiben noch einen Tag im Country Park, versuchen die Dachluke noch dichter zu bekommen, bekommen Nachbarn, die „kuscheln“ wollen und geniessen einen ansonsten geruhsamen Regentag im kuscheligen Wohnzimmergartenhäuschen.
Ungewöhnlich früh, weil man hier eigentlich nur von 18-8 Uhr stehen darf, brechen wir auf, um nur einige Meter weiter an der Glenorchy Waterfront unseren Zmorge-Kafi zu zelebrieren. Der Kafi läuft noch durch, als Edwina mit ihrem kleinen Van vorfährt und neben uns zum Stehen kommt. Als Jo sie zu einem Guten-Morgen-Kafi einlädt, sagt sie nicht nein.
Wir werden so sehr von den Sandflies gepiesackt, dass wir entscheiden, vorzeitig abzureisen. In Glenorchy kommen wir völlig unverhofft auf einem Sandflies-freien Stellplatz zum Stehen.
Heute ist der Tag der Panoramas: Erst das breite Flusstal des Dart und des Rees Rivers, die Aussicht auf die Schneeberge und die Spiegelungen in der Lagune bei Glenorchy.
Mit Spannung schauen wir abends während des Regens in Manaaki immer mal wieder nach oben… Ist alles dicht?
Bei der Interessentin für den Kauf von Manaaki wissen wir nicht, ob wir uns freuen sollen oder eher nicht…
Wir cruisen am Lake Wakatipu entlang bis zum nordwestlichem Ende, an Glenorchy vorbei und auf einer Schotterstrasse ins breite Tal hinein zu einem einfachen DOC Campground. Die Wanderung zum Lake Sylvan lockt. Plötzlich kommen wir uns vor, als wären wir in einem Gnomen- und Elfen-Zauberwald. Doch so plötzlich wie die winzigen Elfen-Häuser zu sehen sind, genauso plötzlich sind sie wieder verschwunden. 🧚 🧚♀️ 🧚♂️
Wurden wir die ganze letzte Woche geschont, so werden wir heute wieder drangsaliert: Nicht nur Elfen umschwirren uns, sondern vor allem die lästigen Sandflies.
Auch hier, auf der anderen Seite der Welt, erleben wir das Himmelsschauspiel: Die Southern Lights tanzen morgens um 5 Uhr am Himmel!
Statt auf einer Wanderung kommt Ma’s Blutdruck heute ganz ohne Wanderschuhe ordentlich in Wallung. Der Internetempfang ist mässig und vieles funktioniert nur mit viel, viel Geduld.
Jo erklimmt fast Manaakis Dach und zum Ausklang des Tages beeindruckt uns nochmals der Sonnenuntergang am Lake Wakatipu.
Am Vormittag heisst es für uns zum Glück «Dä Schnäller isch de Gschwinder» und danach geht’s auch gleich steil bergauf. Mit uns, dem Sonnenschein und der Aussicht!
Wir geniessen den tollen Sommersonnentag mit einer Wanderung auf den Jan’s Peak, steil und hoch über der Bergstation der Skyline Gondelbahn mit atemberaubender Sicht auf Queenstown, die Berge und den See.
Ist das um Mitternacht noch ein «late arrival» oder schon ein «very early arrival», fragen wir uns ob der Nachtruhestörung hinter Manaaki.
Am Crown Range Summit haben wir eine tolle Aussicht auf Lake Wakatipu und die umliegenden Berge.
Im kleinen Touri-Städtchen Arrotown reihen wir uns in die Schlange der Tagesgäste ein.
Ups, unser Campground bei Queenstown liegt Ende der Flugschneise…😳 Doch halb so schlimm und mit einmaliger Aussicht, sogar aus der top modernen Camp Kitchen!
An Daryl’s Tapeziertisch-Stand am Markt in Wanaka bezahlen wir ihm einen gerechten Lohn für Ma’s neues Pounamu-Geschmeide.
Für die Wanderung auf Mt. Iron brauchen wir nicht gerade eisernes Durchhaltevermögen und werden trotzdem oben mit einer herrlichen Aussicht über Wanaka Town, den See und die Berge belohnt.
Am schnell dahinfliessenden Clutha River finden wir den Platz an der Sonne 😁 – und am eiskalten Badewasser 👙.
Wir sehen, dass die oft erlebte Kiwi-Nonchalance auch eine Herausforderung werden kann. Bei der Suche nach einem freien Platz nach unserer Umbuchung, gibt’s erst ein Chaos, das sich bis am Abend aber löst.
Später sieht Jo, dass die Steckdosen des Campgrounds wie die Badeliegen der Hotelanlagen sind. Ständig belegt!
Chillig geht der überraschend sonnige Nachmittag am Beacon Point vorbei, bevor wir uns wieder ins Getümmel an der Glendhu Bay stürzen.
Vor dem Mittag bekommen wir lieben Besuch von unseren «Altbekannten». Am Nachmittag raffen wir uns trotz Nieselregen auf, zur schon bekannten Wanderung mit toller Aussicht über den Lake Wanaka: Via den Diamond Lake auf den Rocky Peak. Der stärker werdende Regen fordert uns auf dem glitschigen, steilen Bergweg und taucht die Landschaft in mystische Stimmungen.
Der Wetterbericht war für den heutigen Tag leider nicht sehr vielversprechend. Statt der angedachten Wanderung wurde deshalb ein „Arbeitstag“ eingelegt.
Was energisch beginnt, muss nicht immer so enden. Oder, auch Denkarbeit ist Schwerstarbeit…
Bevor wir losfahren, legt Uli nochmals Hand an.
Wegen der tollen Landschaft und des schönen Wetters wird Manaaki für ein Video- und Fotoshootings etwas aufgebrezelt.
Der «Einsame Baum» steht immer noch in Wanaka malerisch im See herum und Glendhu Bay birgt für uns seine eigenen Herausforderungen – mitten in den Kiwi-Familienclan-Zeltstätten…
Heute wollen wir nochmals hoch hinaus, nicht ganz hoch, aber hoch genug. Oben werden bei Ma Erinnerungen wach, was zu einem Fototermin führt. Unten wieder angekommen, bekommt Jo nochmals kurz Schnappatmung. Abends wird dann noch am lebenden Objekt rum gedrückt…
Wir fahren heute über den Haast-Pass, nach dem Arthurs Pass der zweite grosse Übergang über die hohe Bergkette im Westen der Südinsel. Es ist eine Wetter- und Wasserscheide und entsprechend ändert sich die Pflanzenwelt: Vom üppig feuchten Regenwald zu trockenen Grashängen und Büschen an den steilen Berghängen.
Später, am schönen Lake Hāwea, haben wir etwas nah am Wasser gebaut 👙🥶😁
Das Wetter der Region macht heute keine Ausnahme: Es regnet.
Ausser heftigen Regen, einem kleinen Supermarkt und einem etwas in die Jahre gekommenen Visitor Center hat uns Haast heute nicht viel anderes zu bieten.
Ein Lichtblick am Abend: Nette neue Nachbarn aus Norddeutschland und – man glaubt es kaum – der Regen macht Pause.
Während der über 2 Stunden Fahrt entlang der spärlich bewohnten Westküste gibt es keine Sekunde, in der NICHT Wasser vom Himmel fällt. Hmmh, eigentlich das typische Wetter hier, sonst hätte es nicht so üppige Regenwälder, Moose und Farne. 😉
Doch wir Reisenden würden uns wenigstens ein paar trockenere Momente wünschen…
Wir geben dem von Jo auf dem Teppichboden in Manaaki verteilten Kafi eine Chance abzutrocknen 😁 und machen uns auf eine Wanderung. Heute geht’s auf die rechte Seite der Bucht, vorbei an rostigen Hinterlassenschaften der früheren Goldschürfer, zu einer Lagune und durch den Regenwald mit vielen Vögeln.
Auf dem Retourweg fällt Ma etwas Glitzerndes in einer Kuhle im flachen Wasser der Lagune ins Auge. Schwupps, schon hat sie einen kleinen Goldflitter am Zeigefinger kleben!
Vor 10 Jahren waren wir auf einer nördlichen Seitenmoräne von Mo’s persönlichem Gletscher, dem Fox Glacier. Konnten wir dazumal noch fast bis ans Gletschertor gehen, ist der Gletscher heutzutage nur noch – ähnlich dem Franz Josef Glacier – aus der Ferne zu bewundern. Dieses Mal machen wir uns deshalb von der südlichen Seite auf – so können wir den «Fuchs-Gletscher» wenigstens von weitem noch sehen.
Wie schon gestern angekündigt, passiert heute nichts an Muskelarbeit. Ausser Jo’s kurzen Weg zum örtlichen kleinen Supermarkt bewegen sich JoMa heute nicht viel mehr.
Über Nacht ist Ma mit Arbeit überschüttet worden und Jo muss auch noch ein paar – oder ein paar mehr – Hausaufgaben machen.
Neben der Hirnarbeit fällt auch noch etwas Hausarbeit an, die darin gipfelt, dass Ma eines ihrer legendären Früchtebrote bäckt. Obwohl die Gasherde in der Camp Kitchen nicht die besten sind, zaubert sie ein hervorragendes Früchtebrot aus dem Omnia.
Früh machen wir uns auf den Weg zu unserer persönlichen Dreikönigswanderung: Sie soll den besten zu «erwandernden» Blick auf den Franz Josef Gletscher bieten und dazu noch «episch» sein. Für uns ist sie eine grosse Herausforderung: Nach (viel zu) langer Zeit heisst es heute, raus aus der Komfortzone, rein in die Wanderschuhe und den Rucksack geschultert.
Da schon früh am Morgen die Helikopter rattern, verspricht es ein Tag zu werden, an dem man einen wolkenfreien Blick auf den Franz Josef Gletscher erhaschen könnte. Wir versuchen unser Glück! Und ich, Mo, darf heute auch mit!
Auf dem Rückweg zu Manaaki machen wir uns Gedanken, was wir mit dem herrlichen Tag noch alles anfangen können. So kommt Ma auf die wundervolle Idee, doch bis nach Oktarito zu fahren und dort den Oktarito Trig Walk zu machen.
Weil hier in Neuseeland manche Uhren langsamer gehen machen wir unseren Neujahrsschwumm im Lake Lanthe / Matahi erst heute. Es ist zwar nicht sonnig heiss, aber warm genug, um einen Sprung ins kühle Nass zu wagen. Für Ma ist grundsätzlich JEDE Wassertemperatur einfach warm genug. Und diese ist auch für Jo recht angenehm.
Anschliessend bewundern wir den wilden Whataroa River, bevor wir schliesslich in Franz Josef ankommen, wo wir die nächsten 4 Tage verbringen werden.
Hokitika kennen wir auch schon von unserer Reise vor 10 Jahren – doch diesmal scheint die Sonne! Eigentlich ist die Küstenstadt für ihren Jadeschmuck bekannt. Doch mit Shoppen wird’s heute nichts; wegen des Feiertages sind die Läden geschlossen. Aber möglicherweise finden wir bei der obligatorischen Strandwanderung einen schönen Jadestein, der sich zu bearbeiten lohnt? Immer wieder bücken sich die beiden nach vermutlichen grünen Jadesteinen, doch dieses Glück ist ihnen heute nicht beschieden.
Da unsere Haus-Batterie gestern aus irgend einem Grund nicht richtig geladen wurde gibt es eine Planänderung: Wir fahren heute etwas mehr Kilometer zu den Pancake Rocks in Punakaiki, die wir schon von unserer Reise vor 10 Jahren kennen. Ausserdem machen wir eine schöne Wanderung dem Pororari River entlang durch einen artenreichen Regenwald.
Der Neujahrsmorgen in Neuseeland wird verschlafen, dafür sind JoMa dann hellwach, wenn in der Heimat mit 12 Stunden Zeitverschiebung die Sektkorken knallen und die Feuerwerke den Silvesterhimmel erhellen.
Ansonsten ist dieser erste Tag im 2026 für uns hier in Kumara regnerisch und ziemlich unspektakulär.
Mit einigen Leckereien von Anna, Lea & Ma lassen wir bei einem 4-Gang Menü in fröhlich kleiner Runde das alte Jahr ausklingen und begrüssen das neue Jahr 2026 in aller Ruhe und Gemütlichkeit.
In Kumara, im Greenstone Retreat haben wir schon länger mit Anna & Dennis abgemacht, uns wieder zu treffen und gemeinsam ins Neue Jahr zu feiern.
Ma hat sich einen Termin bei der Osteopathin im Retreat geben lassen, um diese Therapie auszuprobieren, um ihre «aus dem Gleichgewicht geratene rechte Körperseite» wieder etwas mehr ins Lot zu bringen.
Heute durchbrechen wir nach mehr als einem Jahr wieder die Schallmauer: Auf dem Bealy Spur Track, kurz vor dem Arthurs Pass, gibt’s auf 1000 m.ü.M. einen Lookout, den sogenannten «Power View», der der eine tolle Aussicht auf die breiten Talebenen bietet. Das wird unser Ziel sein.
Ab jetzt kommen wir in die Gegend der Südinsel, die nicht nur für Ma die Eindrücklichste ist: Wahre Hochgebirgsebenen mit umlaufenden Bergketten, auf denen noch die letzten weisse Schneereste zu sehen sind.
Heute schnüren wir nach langer Zeit mal wieder die Wanderschuhe und erleben eine Landschaft, wie wir sie in Europa nicht (mehr) zu sehen bekommen.
Später bleibt der Sturm bleibt zwar aus, aber wir schlafen trotzdem unterm Dach…
Es geht (endlich) wieder los! Wir freuen uns, wieder „on the road“ zu sein. Es ruft die Natur… Der Tag der Stadtflucht, die fast auf Meereshöhe beginnt, endet am malerischen Bergsee Lake Pearson auf über 600 m.
Die kunstvolle Rüsselkäfer-Metall-Skulptur wird uns immer an Ronny und Ravivs Haus erinnern. Ronny arbeitet als Entomologin in der biologischen Kontrolle von invasiven Pflanzen in Neuseeland. Ihr Bekämpfungsmedium ist dabei ein Käfer, ein Rüsselkäfer oder Weevil auf Englisch.
Als wir am Parkplatz Godley Head Farm Park ankommen, reisst uns der Wind fast die Türe aus der Hand. Es ist sehr windig, aber nicht kalt. Der Küstenweg geht an der Windschatten-Seite los mit Ausblick auf die Governors Bay bei Lyttelton. Nach wenigen Minuten stehen wir dann voll im Wind. Wären wir nicht um die 50-70 m über dem Meer, sondern unten auf Meereshöhe, wären wir voller salziger Gischt aus dem unruhigen Meer. So hält es sich alles noch in Grenzen.
Uns ist nicht sehr weihnächtlich zu Mute: Es ist zu warm, zu lange hell und überhaupt scheinen Weihnachtsdeko etc. und Weihnachten überhaupt, hier nur einen geringen Stellenwert zu haben.
Unser heutiges Tagesprogramm besteht aus einer Optimierung des Bettes in Manaki 🛏️ 😴, dem Besuch der Art Gallery in der Innenstadt von Christchurch sowie einem festlichen Abschluss des Tages mit einem leckeren (Experimentier-)Menu.
Kurz nach Mittag machen sich unsere beiden Freunde auf. Schnell haben sie alles gepackt und im kleinen Auto verstaut. Nach den letzten wichtigen Infos zur Mülltrennung, der Stromeinsparung durch Ladung von Geräten und Laufenlassen der Spülmaschine von 3-5 Uhr nachts, der Pflege der Kambuchea-Kulturen etc. sowie dem Hinweis, nur ja nichts zu putzen, verabschieden wir uns von den beiden mit einer Umarmung und versprechen ein Wiedersehen in 10 Jahren…
Um einen Überblick über Christchurch zu bekommen geht’s für uns mit dem Thomson Scenic Reserve hoch hinaus. Hier haben wir einen guten Ausblick auf die Stadt, die Berge dahinter und auf die andere Seite auf Governors Bay. Hier auf dem Grat vertreten wir uns die schon etwas eingerosteten Beine und drehen eine windige Runde.
Später geht’s im Stadtzentrum noch durch die grüne Oase – den Botanischen Garten.
Ob das mit dem CH-Kleberli an Manaakis Türe hinten so richtig ist, fragt Lani uns erst auf Englisch. Nach unserem «Yes, we are from Switzerland», kommt ein fröhliches Gespräch auf Schwitzertütsch zustande: Sie und ihr Mann sind schon seit 1987 aus der engen Schweiz in die Weite Neuseelands ausgewandert. Sie leben als Selbstversorger bewusst abseits vom Schuss. Auf ihrer Farm im Matueka-Tal wachsen Getreide, Baumnüsse und andere Obstbäume. Sie gibt uns ihre Festnetznummer und wir verabreden, dass wir so im Februar mal anrufen und vorbeikommen werden.
Es ist Mittag, als wir uns entscheiden, einen Ausflug nach Hanmer Springs zu machen. Dort soll es heisse Thermal Pools geben. Da es in der Nacht recht kühl war, wäre ein heisser Pool eine feine Sache. Dafür geht’s eine gute ½ Stunde zurück in die «Berge». Während der Fahrt sehen wir, wie die Wolkendecke dramatisch über den Bergspitzen hängt. Doch als wir ankommen, zeigt sich die Sonne! Kurz umentschieden geht’s auf eine kleine Wanderung auf den Conical Hill: Wir folgen dem Weg von Kārearea, dem Falken!
Vor der Weiterfahrt nach Balmoral (auf den Campingplatz im Waldreservat, nicht zum Schloss) machen wir noch einen Abstecher in den Süden der Kaikoura Halbinsel zur Mudstone Bay. Im Gegensatz zu gestern gehen hier die flachen angeriebenen Kaltsteine bei Ebbe weit ins Meer hinaus. Wir machen eine kleine Wanderung und gehen die Gezeitentümpel, scharfen Felsformationen und schlüpfrigen Kalksteine entdecken.
Wir möchten heute einen Ausflug an die Seal Beach an der Spitze der Kaikoura Halbinsel unternehmen. Statt Manaaki zu bewegen können wir uns am Campground Fahrräder ausleihen, um damit an den Start der Rundwanderung radeln. Da noch Ebbe ist, können wir uns mit den Tierbeobachtungen viel Zeit lassen. Zwischen all den grossen, kleinen und klitzekleinen Seelöwen staksen ausser den Touristen auch noch unzählige Möwen, Oyster Catcher und ein paar Reiher umher. Wir können weder von der grandiosen Küstenlandschaft noch von den Seelöwen genug bekommen.
Heute fahren wir nach Kaikoura über den 197 m hohen Redwood Pass. Die Hügel und Berge hier im Osten sind hier karger und nur noch mit trockenem Gras bewachsen.
Am Ohau Point Lookout beobachten wir die hier umherliegenden Seelöwen. Viele liegen so auf den Felsen, als hätte sie die Flut hier einfach angespült und liegen gelassen. Doch oha, sie sind auch an Land erstaunlich wendig und kletterfreudig.
Während der Nacht werden wir durch die Windböen mehr hin und her geschüttelt als beim Übersetzen auf dem offenen Meer. Da wir quer zum Wind stehen, um unsere Tür etwas windgeschützt zu haben, können die Böen uns mit voller Wucht treffen. Was sie dann auch die ganze Nacht machen 😉 Alles schwankt hin und her, auch ohne, dass wir ein Bier zu viel getrunken haben.
Als wir uns auf zur Fähre machen, schlängeln sich die Campervans und Wohnmobile wie eine weisse Karawane in Richtung Fährterminal. Wie an den Fährterminals üblich, sitzt hier jede Anweisung. Dabei gibt es hier ein besonderes Tetris, das die Lademeister auch alle aus dem Eff-eff beherrschen. Obwohl wir schon öfters mit Fähren übersetzten, erstaunt es uns immer wieder, wie schnell das Verladen der WoMo, Pkw und LKW vonstatten geht. Heute braucht die Lademannschaft nicht mehr als 15 Min. dazu. Die letzten Fahrzeuge sind kaum eingereiht, legen wir auch schon ab.