Während der Nacht werden wir durch die Windböen mehr hin und her geschüttelt als beim Übersetzen auf dem offenen Meer. Da wir quer zum Wind stehen, um unsere Tür etwas windgeschützt zu haben, können die Böen uns mit voller Wucht treffen. Was sie dann auch die ganze Nacht machen 😉 Alles schwankt hin und her, auch ohne, dass wir ein Bier zu viel getrunken haben.
Jetzt am Morgen ist es zwar nicht mehr ganz so stürmisch, dafür aber um so regnerischer. Bleiben oder Weiterfahren ist die Frage, die wir diskutieren. Weil wegen des regnerischen und daher auch trüben Wetters die Batterien nicht durch das Solarpanel geladen werden können, entschliessen wir uns am Mittag, einen Campground mit Stromanschluss zu suchen.
Kurzerhand wird der nahgelegene Parklands Marina Holiday Park in Pikton angesteuert. Es sei noch ruhig hier und es habe genügend Platz – wir dürften uns einfach etwas Passendes aussuchen, meint die Angestellte am Empfang. Einfach hinstellen und geniessen, wird uns angeboten. Dieses Angebot nehmen wir doch gerne an. Noch ist keine Hauptsaison, ab Weihnachten sieht es dann anders aus. Viele von der Nordinsel sowie australische Familien würden bis Mitte/Ende Januar immer wieder die Südinsel besuchen kommen. So kommen zu den internationalen Touristen, zu denen wir ja auch gehören, noch ein ganzer Haufen «Kiwis» und «Aussies» hinzu.

Schön, dass der Regen nachlässt und wir uns auch etwas nach draussen bewegen können. Stück für Stück «optimiert» Jo noch etwas in der «Garage», das ist der Raum, der unter dem Bett vom Heck zu erreichen ist. Wir hatten bisher in unseren Reisemobilen noch nie so viel Platz wie in Manaaki. Bei Tony, unserem Vorbesitzer, standen die Velos im Vordergrund. Darauf wurde die Konstruktion abgestimmt. Was sich mit unseren Bedürfnissen nicht so ganz deckt. Aber Jo bringt es Stück für Stück deckungsgleich…
Über den Nami verteilt kommen noch ein paar weitere Mitcamper hinzu. Unter das vorherrschende Englisch schleicht sich auch ein leises «Bärndütsch» ein. Für die beiden geht’s morgen auf die Nordinsel und Sylvester sind sie schon wieder Diheime. Dann sind die 5 Wochen Neuseeland Abendteuer leider auch schon wieder rum.
Wir, bzw. Ma, tüftelt noch an unserer weiteren Reiseroute hier auf der Südinsel rum. Bisher haben wir nur 2 Fixtermine: Am 21.12. am späten Nachmittag bei Ronny & Raviv in Christchurch zu sein und am 1. März mit der Fähre wieder auf die Nordinsel zurückzufahren. Somit haben wir gut 8 Wochen, um die Südinsel zu bereisen.






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