Heiligabend in Christchurch

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Schon die ganzen Tage hatten wir es bemerkt, dass hier in dieser Stadt Weihnachten keinen sehr grossen Stellenwert hat. Einzig die Hinweistafeln zu den Öffnungszeiten einzelner Geschäfte an diesen Tagen geben einen stummen Hinweis. Am sommerlichen Wetter hier auf der Südhalbkugel kann es nicht liegen, es ist wohl eher darin begründet, dass die katholische Kirche nicht auf diese lange Tradition wie diheime zurückblicken kann. Für die Siedler, die gerade mal vor etwas mehr als 10 Generationen Neuseeland besiedelten, stand das Überleben im Vordergrund. Ausserdem waren die ersten Besiedler unter James Cook eher reformiert als katholischen Glaubens.

Ronny & Raviv unsere Freunde deren Haus wir hier hüten dürfen sind jüdischen Glaubens. Auch wenn sie nicht strenggläubig jüdisch sind, ist für sie Weihnachten kein Fest, das sie begehen… Zumal auch eine kurze Recherche zeigt, dass der grösste Bevölkerungsanteil in NZ mit knapp 52 % ihre Religionszugehörigkeit mit «keine» bezeichnet. Und erst mit grossem Abstand folgt mit etwas mehr als 30 % die Religionszugehörigkeit zum Christentum…

Jedenfalls ist Heiligabend hier ein ganz normaler Arbeitstag. Wir machen uns Gedanken zu unserer Schlafstatt in Manaaki. Zum einen hat der Schaumstoff nicht die beste (Schlaf-)Qualität, zum anderen ist das Bett herrichten etwas umständlich. Die Lösung wie wir sie in Eneli hatten war super… Im Schaumstoffhandel hilft uns eine kompetente und äusserst hilfsbereite Mitarbeiterin schnell, die richtige Wahl zu treffen. Statt einer dreiteiligen Matratze, wie wir sie jetzt haben, wird es eine grosse werden, an der wir wie in Eneli zum Schlafen eine einfache Verlängerung ansetzen. Schnell schneidet sie für uns eine bestehende Schamstoffmatratze passend auf Mass zu. Der Überzug ist jetzt nur ein Mü (µ) zu gross, aber das macht nichts. Ein Schaumstoffteil der alten Matratze findet direkt hier im Geschäft noch ein 2. Leben: Das ist gross genug, dass sich ein Hund bequem drauf niederlegen kann. Übermorgen bringen wir ihr noch das zweite Teilstück vorbei!

 

Jetzt geht’s ab zum kulturellen Teil des Tages: Wir besuchen die Art Gallery Te Puna o Waiwhetu. Wie in anderen Orten in Down Under ist auch hier der Eintritt kostenlos!

Eingang zur Art Gallery Te Puna o Waiwhetu
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Die Art Gallery ist nicht mit dem Te Papa Museum in Auckland zu vergleichen. Obwohl an beiden Orten auch moderne Kunst ausgestellt wird, bietet das Te Papa Museum Historisches, Kulturelles und Naturwissenschaftliches den Besuchern. Die Art Gallery beschränkt sich hier eindeutig auf moderne Kunst und kunstvoll inszenierte Geschichte der jüngeren Zeit. Was sie allerdings nicht weniger attraktiv macht.

Cass, von Rita Angus. Ein Ikone der neuseeländischen Malerei des 20. Jahrhunderts
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Später nach dem Kulturteil des Tages kommt noch der Kulinarische. Zuerst in Form des Einkaufs im Supermarkt, später abends dann die verfeinerte Ausführung in Form von Ma’s einzigartiger Experimentier-Küche.

Nach dem weihnachtlichen Menu verschickt Jo noch seine Gedanken zur Weihnachtszeit an die lieben Familienangehörigen und Freunde zu Hause.

 

 

 

 

 

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