Heute scheint der eigentliche und einzige Weihnachtstag hier in Neuseeland zu sein: Geschäfte, Cafés, Restaurants und alle öffentlichen Gebäude sind geschlossen. Wir entschliessen uns, unsere altersschwachen Knochen bzw. Muskeln und Gelenke in Form einer Wanderung etwas in Schwung bringen.
Nebenbei scheint unser «Auto-nach-der-Reise-Projekt» weiter an Gestalt zu zunehmen. Hält Jo schon seit Monaten im Internet nach einem geeigneten Van zum Selbstausbau Ausschau, so sucht er seit ein wenigen Wochen auch nach einer «Pickup-Wohnkabine-Lösung». Erst im grossen Kanton im Norden und jetzt auch Diheime in der kleinen Schweiz. Das erste interessante Angebot ist an der Unfähigkeit des Verkäufers gescheitert. Das Zweite nimmt immer mehr an Fahrt auf. Wenn es soweit ist, lassen wir es euch wissen!
Jetzt, es ist schon nach dem Mittag, machen wir uns für eine Wanderung parat. Nicht von hier aus, das wäre doch etwas zu langweilig, nein wir fahren bis zum Godley Head Farm Park. Die letzten 6 km bis dorthin ist es eine schmalere Strasse, bei der es an der «Talseite» «etwas gäch» hinab gehen kann. Das ist auch noch Ma’s Seite, entsprechend sind bei Engpässen die Nerven angespannt. Wir spüren, dass nicht alle die hier unterwegs sind, es gewohnt sind, auch mal mit etwas weniger Platz auf der Strasse unterwegs zu sein, oder gar auch etwas vorausschauend zu fahren…

Kurz vor dem Ziel machen wir ein kurzes JoMa Fotoshooting am Scarborough Farm Park Lookout. Von hier aus haben wir auf der einen Seite die Aussicht die auf die Stadt Christchurch und auf der anderen Seite sehen wir in den Fjord bei der Stadt Lyttelton.

Als wir am Parkplatz Godley Head Farm Park ankommen, reisst uns der Wind fast die Türe aus der Hand. Es ist sehr windig, aber nicht kalt. Somit können wir bei kurzer Hose und T-Shirt bleiben. Die Wanderung soll 3 Std. dauern und uns an der Küste der Landzunge entlangführen.
Der Küstenweg geht an der Windschatten-Seite los mit Ausblick auf den schon erwähnten Fjord bzw. Governors Bay. Nach wenigen Minuten stehen wir dann voll im Wind. Wären wir nicht um die 50-70 m über dem Meer, sondern unten auf Meereshöhe, wären wir voller salziger Gischt aus dem unruhigen Meer. So hält es sich alles noch in Grenzen. Statt der angegebenen 3 Std. nehmen wir eine Ma-Spezial-Abkürzung und sind nach 2 Std. wieder bei Manaakis Parkplatz. Das ist auch gut so, da Ma wegen Hüften und Knie seit einiger Zeit nicht mehr so zwäg ist.
Auf der Rückfahrt geht’s diesmal etwas unten an der Küste entlang. Hier merken wir, dass heute der eigentliche Weihnachtstag ist. Alle Geschäfte bis auf eine Tankstelle sind geschlossen. Selbst das von Ma angepriesene Glacé fällt heute aus…
Statt eines weiteren opulenten Znacht wird heute SpaghBolo aufgetischt, mit herrlich duftendem frischem Basilikum aus dem Garten. Wir ihr euch erinnern könnt – und vielleicht auch nach eurem Empfinden – eines der BESTEN Gerichte, das immer wieder schnell und gerne mit Heisshunger verschlungen wird…






















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