Stadtflucht 😉 in Richtung Berge

Veröffentlicht in: Neuseeland, Südinsel | 0

Jo’s Bauch geht es wieder besser! So können wir unser Vorhaben, heute schon hier in ChCh unsere Zelte abzubrechen, in die Tat umsetzen. Trudelten gestern bei Ma erst noch etwas spärlich herzliche Geburtstagsglückwünsche ein, so ratterte ihr Telefon die halbe Nacht. Dies lag einfach an der +12 Std. Zeitverschiebung nach Europa. Während Ma sich daran macht, jedem einzelnen ein paar nette Zeilen als Dankeschön zurückzuschreiben, übernimmt Jo derweil den Zmorge und den «ich-fange-schon-mal-an»-Part beim Packen und Aufräumen. Wobei es auch nicht so viel ist. Da wir Neuseeland geniessen wollen, ist es auch nicht schlimm, dass wir etwas später als gedacht parat sind…

Als erstes fahren wir nochmals kurz beim Schaumstoffladen Para Rubber vorbei. Hier gibt’s für ein Hundewohl ein Stück unserer alten Schaumstoffmatratze. Im Gegenzug dürfen wir auch unsere Reste der alten Matratze hier lassen – und das Ganze auch noch kostenlos!

Bevor es wieder richtig los geht, müssen wir erst noch etwas Luft aus unserem Kühlschrank rauslassen 😉 bzw. einkaufen gehen. Als wir vom Parkplatz runterfahren, sehen wir auch schon, wie sich die ersten dunklen Regenwolken über uns auftürmen. Und schon fängt es auch schon an zu plätschern. Doch zum Glück währt der Regen nur kurz.

Wir sind überwältigt vom Bergpanorama, das wir scheinbar wirklich vermisst haben. Die Schneeberge lassen uns in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen, die sich in zahlreichen Fotos niederschlagen.

Nach einer knappen Stunde Fahrt gen Nordwesten, die uns über den Porters Pass mit seinen 942 Hm führt, machen wir eine Rast in der Castle Hill Conservation Area. Schon von weitem sehen wir, dass schon andere Touristen die gleiche Idee wie wir hatten. Eine lange Schlange grösserer Camper parkt am Strassenrand und der Parkplatz scheint auch voll zu sein. Scheint aber auch nur so. Wir haben Glück, dass der grosse Ansturm schon vorbei scheint. Es herrscht reger Rangierverkehr, so dass wir schnell einen ausreichend grossen Parkplatz finden. Wir folgen einfach der Menschenschlange, die dasselbe wir wie möchte: Sich von der einmaligen Landschaft und der Geologie beeindrucken lassen.

Die Castle Hill Conservation Area, von den Māori Kura Tāwhiti genannt, liegt im Hochland von Canterbury. Charakteristisch sind die monumentalen Kalksteinformationen, die wie verstreute Burgen oder Skulpturen aus der offenen Graslandschaft aufragen. Ihr Ursprung reicht rund 30 Millionen Jahre zurück; Wind, Regen und Frost haben sie über Jahrmillionen geformt. Für die Māori ist Kura Tāwhiti ein heiliger Ort und diente früher als Treffpunkt und Rastplatz auf wichtigen Wegen durch die Alpenvorländer. Heute steht das Gebiet unter Schutz und zieht Wanderer, Kletterer und Fotografen an. Trotz seiner Nähe zum Arthur’s Pass wirkt der Ort ruhig und abgeschieden. Licht, Wetter und Wolken verändern die Szenerie ständig und verleihen ihr eine besondere, fast zeitlose Stimmung.

Auch wir lassen uns von den tollen Stimmungen in dieser eigentümlichen Landschaft einfangen. Das sonnige Wetter tut sein Bestes, um uns einen freundlichen Empfang zu bereiten. Die monumentalen Kalksteinfelsen, mit ihren ineinander überfliessenden runden Formen, lassen unsere Phantasie schlagartig in die Höhe schnellen und wir diskutieren, was dieser oder jener Felsen wohl darstellen mag.

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Wir sind gut in der Zeit, auch wenn wir im Lake Pearson DOC Campground keinen reservierten Stellplatz haben. «Wer zuerst kommt, mahlt zuerst», ist das Motto. Doch es wird schon noch einen Platz für uns haben. Nur ein paar Kilometer nach der Castle Hill Conservation Area machen wir unseren zweiten Halt des Tages beim Cave Stream Scenic Reserve.

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Hier fliesst der Broken River ein Stück unterirdisch durch einen grossen Naturtunnel. Wer mag kann mit Taschenlampe, Wetsuit und Gummistiefeln oder Wasserschuhen mit griffiger Sohle «erwandern». Für uns ist das nichts. Wir haben lieber trockene als nasse Schuhe 😁 Uns reicht der kurze Wanderweg bis zum Tunneleingang. So kommen wir auch trockenen Fusses wieder bei Manaaki an.

Jetzt sind es noch knapp 25 min. bis wir auf den DOC Campground beim Lake Pearson einbiegen. Es wäre auch ein Wunder gewesen, wenn wir bei dem herrlichen Wetter und bei diesem Bergseepanorama die einzigen wären, die hier übernachten…

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Die letzten Sonnenstrahlen geniessen wir mit dem Znacht des Tages. Als es so gegen halb zehn anfängt einzudunkeln, fangen auch unsere Äugelschen an etwas «einzudunkeln» 😉. Eindeutig das Zeichen, jetzt ins Heihabettchen zu gehen.

 

 

 

 

 

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