Fahrt über den Arthurs Pass

Veröffentlicht in: Neuseeland, Südinsel | 1

Als Jo um 7 Uhr wach wird und Lake Pearson im Frühnebel sieht, merkt er auch, dass unsere junge Nachbarin Beatrice schon wieder «uf’n devo» ist. Wir drehen uns nochmal im Bett rum, um später den Tag zu begrüssen.

Ausgeschlafen sehen wir, dass schon wieder Leben in der Bude ist. Der Nebel ist weg, die Sonne scheint und die Bootsrampe, neben der wir übernachtet haben, ist ein heissbegehrter Ort. Zum einen scheint hier warm die Sonne, zum anderen macht sie ihren Namen als Bootsrampe alle Ehre…

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Als wir zusammenpacken, ziehen schon wieder grosse, dunkle Regenwolken auf. Somit haben wir alles richtig gemacht, um die wärmende Sonne auszunutzen.

 

Für uns geht’s nun etwas hoch hinaus: Es sind zwar nur knapp 70 km bis zum Jacksons Retreat, wo wir heute Abend schlafen werden, aber unterwegs gibt’s noch viel zu sehen und eine Wanderung zu machen. Ab jetzt kommen wir in die Gegend der Südinsel, die nicht nur für Ma die Eindrücklichste ist: Wahre Hochgebirgsebenen mit umlaufenden Bergketten, auf denen noch die letzten weisse Schneereste zu sehen sind.

Insbesondere die natürlichen Flussläufe haben es Ma angetan: Die Flüsse hier dürfen noch ungehindert durch die Landschaft mäandrieren und sind nicht so kanalisiert, wie wir es aus der Schweiz und Europa kennen. Nein, hier haben sie breite Flussbette, in denen sie sich bei jedem Hochwasser einen neuen Flusslauf im breiten Flussbett suchen können.

Bei so manchem Zwischenstopp saugen wir förmlich diese Landschaft in uns auf. Natürlich müssen wir wie alle Reisenden, wenn sie hier in diese Gegend der Südinsel kommen, auch ein Selfie vom berühmten Arthur Pass machen.

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Unser nächster Halt ist im Otira Valley. Hier schnüren wir nach langer Zeit wieder einmal die Wanderschuhe. Wir folgen den Otira River das Tal hinauf, dem er seinen Namen gab. Der Weg ist nicht herausfordernd steil, doch er stellt recht hohe Ansprüche an Geschick und körperliche Konstitution, weil er über Stock und Stein geht, unregelmässige Unterlagen und zum Teil hohe, unebene Tritte hat. Ausser uns sind noch weitere Wanderer unterwegs, die diese Landschaft geniessen möchten. Das Ende des Weges endet unspektakulär an einer ebenso unspektakulären kleinen Brücke.

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Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Jacksons Retreat, wo wir für 2 Nächte untergekommen sind. Die Fahrt geht vom Arthurs Pass wieder steil hinunter. Dazwischen gibt es noch mehrere Lookouts, wo wir einen kleinen Stopp einlegen. Bei einem dürfen wir einen der vorwitzigen Keas von nahem beobachten.

Kea
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«Irgendwie unter einem Dach kommen wir unter», meint Ma, als wir zum Retreat einbiegen. Um sechs Uhr wird ein grosses Gewitter erwartet, wir sollen froh sein, unterm Dach zu stehen. Unterm Dach heisst in diesem Fall ein etwas langweiliger Garagenstellplatz. Nicht so fein, aber wenn es beim Gewitter hilft, why not? Der Thunderstorm ist für 18 Uhr angekündigt, doch bis kurz vor 20 Uhr abends sitzen wir noch bei Sonnenschein draussen. Später so gegen 21 Uhr, als wir unser wöchentliches Zoom haben, fängt es an zu winden und zu regnen. Doch bestimmt nicht so arg, wie der neuseeländische MetService vorhergesagt hat.

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Das weitere Zoom mit Hannah, Oscar und Sebastian muss leider wegen Hannahs Erkältung auf morgen verschoben werden… Hoffentlich ist es keine «ausgewachsene» Grippe, die da im Anmarsch ist!

 

 

 

 

 

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