Kumara, Greenstone Retreat

Veröffentlicht in: Neuseeland, Südinsel | 0

Schon während des gestrigen Nachmittags und in der vergangenen Nacht kamen immer wieder kurze heftige Windböen auf. Diese lassen auch heute morgen nicht nach; der NZ Meteo Service gibt sogar eine Starkwindwarnung heraus: Es können Windböen bis zu 120 km/h auftreten. Wer nach oben schaut sieht auch schnell dahin rasende Woken hinweg ziehen. Als wir den Campground verlassen, scheint noch die Sonne, was sich dann allerdings blitzartig ändert. Manaaki ist, was Seitenwind betrifft, erstaunlich widerstandsfähig. Im Gegensatz zu Martha oder Eneli gibt’s da nichts zu meckern.

Heute haben wir nur um die 100 km zurückzulegen. Aus diesem Grund lassen wir uns Zeit und cruisen schön gemütlich über wenig befahrene Strassen und durch die stürmische Landschaft. Uns beiden hängt die Sache mit der Wohnkabine noch nach, was dem trüben Wetter noch einen draufsetzt. Schweigend sitzen wir nebeneinander. Als wir uns nach einer Stunde dem Supermarkt in Greymouth nähern, beginnt es dann doch noch recht heftig zu regnen.

Nach allen Erledigungen, wie Einkauf, ATM und Tanken, sind es nur noch 20 min. bis zum Greenstone Retreat im kleinen Kumara. Eigentlich sind wir viel zu früh, aber wir können uns schon unseren Stellplatz für die nächsten beiden Tage aussuchen. Bis zu Ma’s Osteopathie Termin mit Kelly sind es noch mehr als 2 Stunden. So haben wir genügend Zeit, dass jeder für sich seinen Dingen nachgehen kann. Leider ist auch hier das Wetter eher regnerisch wechselhaft, so dass wir die schöne Gartenlandschaft des kleinen grünen Campground erst einmal links liegen lassen. Dafür verkrümelt sich Ma in den geheizten Aufenthalts-Container, um etwas zu Arbeiten.

Nach der Osteopathie-Stunde meint Ma, dass es schon «ganz Ok» gewesen sei, aber sie nicht das Gefühl habe, dass es jetzt DIE medizinische Therapie für sie ist. Eine einzige Sitzung ist aber auch zu wenig, um dies beurteilen zu können.

Allerdings scheint ihr die Therapie viel Energie gegeben zu haben: Sie macht sich noch zu einem langen Spaziergang auf zum lokalen, historischen Friedhof und freut sich am Vogelgezwitscher, der Ruhe, der Natur und den bunten Blumen, von denen sie für das Retreat einen frischen Strauss sammelt.

Gegen Abend wird das Wetter besser. Mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages sitzen wir mit Anna & Dennis zum Znacht zusammen. Da die Küche gerade etwas überlastet ist, zücken wir zum Nudelkochen für die beiden unseren kleinen tragbaren Gaskocher. Während jeder von seinen Erlebnissen der letzten Wochen erzählt, vergeht die Zeit wie im Fluge.

Als unsere Zähne etwas mehr oder weniger anfangen zu klappern, sagen wir zu den beiden gute Nacht bis morgen.

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert