Als alle unsere Nachbarn schon auf und davon sind, heisst es für uns auch Abschied von Lea und dem Retreat nehmen. Aus welchem Grund auch immer klappte es vorgestern mit dem Stromanschluss nicht perfekt. Alle Speicher sind nur max. zur Hälfte geladen. Da hat auch das Solar Panel im Regen nicht viel ausrichten können. Aus diesem Grund hat Ma unsere angedachte Route etwas abgeändert. Statt knapp 40 km, fahren wir nun etwas über 60 km an Strecke, besuchen Punakaiki, das wir sonst wohl verpasst hätten, und übernachten woanders.

Der Erste Abstecher geht zu den schon bekannten Pancake Rocks. Wer sich erinnern mag, oder schnell in unser Reisetagebuch von unserem ersten Besuch hier in Neuseeland reinschaut, wird sehen, dass wir hier schon waren.
Wir glauben, dass sich in den 10 Jahren nicht viel veränderte, ausser dass es noch mehr Touristen gibt und somit noch mehr Infrastruktur für eben diese. Bei den Pancake Rocks geht es in dem Erdzeitalter dann doch nicht so schnell. Das wäre ja ein Tausendstel eines Wimpernschlages… Auch wenn sie schon bekannt vorkommen, haben die Pancake Rocks nichts von ihrem Reiz verloren.
Nicht viel weiter kommen wir zu unserem letzten Abstecher für heute. Waren wir bei den Pancake Rocks noch keine Stunde auf Besichtigungstour, heisst es jetzt die Schuhe festbinden: Der Pororari River Track ist mehr als 6 km lang und will in gut 2 ½ Std. begangen werden. Ab und an gibt der Weg entlang des Rivers einen kleinen Ausblick auf den schnell dahinfliessenden Pororari River frei.
Auch heute müssen wir so manches Matschloch umwandern, aber bei weiten nicht so schlimm wie bei der letzten Wanderung. Ist für Jo, den Nicht-Biologen der Weg eher etwas unattraktiv, kommt Ma als Meisterin ihres Faches auf ihre Kosten: Ein wunderschöner Regenwald mit unzähligen verschiedenen Farnen, Moosen und Flechten zeigt sich am Wegrand. Eine grössere Hängebrücke über den Pororavi Rivers markiert den Punkt des Retourweges – es geht auf demselben Weg wieder zurück.
Statt des von Ma ausgesuchten Fox River Freedom Campings, steuern wir den Coast Road Holiday Park an. Jo denkt erst, dass es einer dieser voll ausgestatteten Campgrounds mit allem Drum und Dran ist – ein Holiday Park eben. Doch da irrt er sich gewaltig. Nicht ganz ohne nix, aber auch nicht mit wesentlich mehr. Vielleicht gerade deshalb: Uns gefällt es hier.
Was uns leider nicht gefällt – das hat nichts mit dem Campground zu tun – sind die vielen kleinen schwarzen Sandflies, die uns schon seit Tagen plagen. Wir glauben, dass sie im Gegensatz zu den anderen fliegenden Plagegeistern, den Moskitos, etwas aus der Oberhaut herausbeissen. Ihre Stiche/Bisse sind für uns wesentlich lästiger und jucken bedeutend länger als die Moskitostiche.





































































Anonym
Mal Philippe fragen ob das ein Rizokarpon geogrficum ist.
Mo
Ja, dies ist vermutlich eine Landkartenflechte, Rhizocarpon geographicum, neben einer grünen Lungenflechte, Lobaria pulmonaria. Irgendwie sind die Bilderbeschreibungstexte hier nicht mitgekommen…