Fox Glacier und Gillespie Beach

Veröffentlicht in: Neuseeland, Südinsel | 0

Wir sind nicht die letzten, die heute sich aufmachen, doch viele sind nicht mehr nach uns…

Statt direkt den kurzen Weg von einer Stunde zum Gillespie Beach Campsite zu fahren, ist noch eine Wanderung eingeplant: Vor 10 Jahren waren wir auf einer nördlichen Seitenmoräne von Mo’s persönlichem Gletscher, dem Fox Glacier. Dieses Mal machen wir uns von der südlichen Seite auf. Nachdem wir gestern eher sparsam unterwegs waren, wird uns heute eine Wanderung guttun.

Natürlich sind wir nicht die einzigen, die von hier aus losstiefeln. Ma meint: «Dies ist ein Kreti-und-Pleti-Weg», für alt und Jung geeignet. Ein älteres Paar erklärt Jo kurz auf Nachfrage, wie die Wanderung so sei. «Easy, you need nothing». So nach dem Motto: Einfach losgehen. Bei der Hinweistafel zur Wanderung sehen wir auch warum. Es ist ein «Turnschuhweg», der auch nur noch halb so lang ist, wie wir uns vorstellten.

Konnten wir vor 10 Jahren noch fast bis ans Gletschertor gehen, ist der Gletscher heutzutage nur noch – ähnlich dem Franz Josef Glacier – aus der Ferne zu bewundern. Wieder des Klimawandels bewusst machen wir uns etwas desillusioniert auf.

Am eigentlichen Lookout ist die Sicht leider durch Bäume etwas eingeschränkt: Wie ein kleines Fenster, aus dem man rausschauen kann. Um nicht schon wieder umdrehen zu müssen, machen wir noch den weiteren Spazierweg bis zum «River Lookout». Statt des Gletscherflusses sehen wir ein gewaltiges Geröllfeld, was wohl in der Vergangenheit erst noch Gletscher war, später den River bildete, jetzt nur noch trockenes Geröll ist. Und ganz in der Ferne sehen wir den Fox Glacier!

Autohängebrücke hinter dem Örtchen Fox Glacier über den Fox River
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Retour biegen wir auf den kleinen, fast verwunschenen Moränen-Weg ab. Dieser führt nach 15 min. in einem kleinen Bogen wieder auf den Hauptweg. Auch hier stehen ab und zu ein paar kleine Tafeln auf denen steht, wann die Gletscherzunge noch hier gewesen sein muss.

Die Gillespie Beach Campsite ist ein einfacher DOC Campground nahe dem Meer und erreichbar nur durch eine 12 km lange Gravel Road durch hügeligen Regenwald. Das Spezielle an diesem Campground sind die Sonnenuntergänge im Meer und auf der anderen Seite die von den letzten Sonnenstrahlen orange gefärbten hohen Schneeberge. Dazu braucht es aber erst mal Sonne und einen klaren Himmel! In ein paar Kommentaren ist zu lesen, dass es ausser einer Menge der kleinen stechenden und lästigen Sandflies auch hin und wieder Seelöwen haben soll.

Der erste Fischer, den wir während der Strandwanderung treffen meint, dass die Seelöwen wohl am Ende der Bucht bei den grossen Felsen zu finden seien. Zwei weitere junge Fischer meinen, dass dies wohl so stimmt, aber heute sind keine zu sehen. Ein Indiz ist, wenn Delfine während der Beutesuche kreuz und quer zur Bucht umherschwimmen. Dann ist auch genügend Nahrung für die Seelöwen vorhanden. Nein, heute hätten sie leider kein Anglerglück. Ausser ein paar Haien hätten sie nichts am Haken gehabt.

Unser Stellplatz an der Gillespies Campsite
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Kaum sind wir zurück in Manaaki kommt auch schon der angekündigte Regen. Nicht ständig, aber abwechselnd zwischen Niesel und Starkregen…

Waren wir bei der Ankunft vor 2 Std. noch so ziemlich die einzigen, füllt sich der Campground zusehends (mit jungen Reisenden). Wir haben dein Eindruck, dass wir auf den einfacheren DOC Campsites mit Abstand immer die Ältesten sind…

 

 

 

 

 

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