Wanderlust & Goldgräberstimmung

Veröffentlicht in: Neuseeland, Südinsel | 0

Irgendwann am Vormittag liessen die Regenschauer nach. Mit zunehmender Trockenheit, Sonnenschein und steigenden Temperaturen bauen alle ihre Zelet ab, die des Regens überdrüssig geworden sind.

Wir geben dem von Jo auf dem Teppichboden verteilten Kafi eine Chance abzutrocknen 😁 und machen uns auf eine Wanderung. Hielten wir gestern noch nach den Seelöwen und Delfinen Ausschau, so möchten wir heute die andere Seite der Beach erkunden. Der Weg geht erst ein kleines Stück der Beach entlang, danach hauptsächlich durch dichten feuchten grünen Wald. Ein Holzsteg führt im Sonnenlicht über eine kleine seichte Lagune mit rostrot leuchtendem Wasser.

Die Gillespies Beach bei Sonnenschein mit kleiner Lagune rechts
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Leider endet der Weg nicht wie von Ma gedacht später wieder an der Beach, sondern am Geländer des kurzen Tunnels – allerdings mit einem Ausblick auf die Beach. Dort hat Ma einen Tui fest im Blick und auch schon im «Kasten». Eigentlich wäre es schöner, leise durch einen Wald zu spazieren, als über einen lauten mit grossen Kieselsteinen ausgelegten Spazierweg. Aber ein Schlammweg wäre auch nicht so fein. Damit hat Ma unumstösslich wohl recht!

Auf dem Retourweg fällt Ma etwas Glitzerndes in einer Kuhle im flachen Wasser der Lagune ins Auge. Schwupps, schon hat sie einen kleinen Goldflitter am Zeigefinger kleben! Dies mag auch der Grund sein, warum ganz genau hier zum Ende der 1880er Jahre nach Gold geschürft wurde. Leider ist unser Nudelsieb für eine erträgliche Ausbeute gänzlich ungeeignet und wir enden nicht im Gold Rush sondern bleiben eben arm…

Blick auf die kleine Lagune mit Wald am Rande der Gillespies Beach
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Schon fast wieder am Campground angekommen, sehen wir die Schneeberge hinter den tiefhängenden Wolken hervorkommen. Mit etwas Geduld wird es hoffentlich etwas werden, diese schöne Bergkette zu Gesicht zu bekommen. Das Sahnehäubchen wäre, wenn wir auch noch blauen Himmel hätten. Aber wir geben uns mit dem zufrieden, was uns das Wetter und die Natur zu bieten hat!

In Manaaki ist es drückend warm, daher möchte Ma zum Kochen gerne etwas Durchzug haben. Doch kaum lassen die offenen Türen etwas Frischluft herein, kreisen auch schon Myriaden kleiner Sandflies in Manaaki herum. Eigentlich würden wir an diesem schönen Abend gerne draussen essen, aber da ist es gerade etwas ungünstig…

Doch plötzlich, gerade so als hätte jemand zum Rückzug geblasen, sind fast alle Plagegeister auf einen Schlag verschwunden. Den Grund wissen wir nicht, sind allerdings heilfroh, dass es so ist. So geht der Tag ohne grosse Schwärme an Sandflies und ohne grosse Regengüsse zu Ende. Flüchteten gestern alle in ihre Autos, sitzen ein paar Mitreisende heute draussen an einem leicht qualmenden Lagerfeuer und lassen die Gläser beim Anstossen erklingen.

 

 

 

 

 

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