Als wir direkt vom Campground zur Sawyer Burn Wanderung aufbrechen, bekommt Jo von Uli & Brigitte die Nachricht, dass sie heute auch auf unseren Campground kommen werden. Juri, unser netter Nachbar aus Quebec, Kanada, schaut, dass er den Platz neben sich mit unserem Tisch für die beiden reservieren kann.
Als wir gegen Mittag losstiefeln, zieht leider auch schon die erste dichte Wolkendecke auf, die sich dann über den Tag gänzlich ausbreitet. Der Weg zum Sawyer Burn, bzw. dem Cricket Point Viewpoint, unserem heutigen Ziel, beginnt gleich hier am Campground. So müssen wir nicht fahren was uns sehr gelegen kommt.

Schon beim ersten Schritt geht es recht steil bergauf. Diesmal ist der Weg allerdings nicht so krakelig wie der am Fox Glacier. Oberhalb der Baumgrenze bei ca. 900 m ist ein schöner Lookout, der zum Verweilen einlädt, uns allerdings nur kurz innehalten lässt. Wir möchten noch ein wenig höher hinaus.
Die letzten knapp 150 Höhenmeter sind das steilste Stück des ganzen Weges. Aber nach knapp 20 min. ist unser heutiger Höhepunkt mit 1’032 m erreicht. Noch höher wollen wir HEUTE nicht hinaus.

Brauchten wir für den Aufstieg knapp 2 ½ Std., kommen wir nach etwas mehr als 1 Std. wieder unten an. Noch sind Uli & Brigitte nicht in Sicht. Nach einem reinigenden Schuhservice, etwas Aufräumen und einer kurzen Pause, stürzt sich Jo nochmals in den kalten See. Aber nach 3 min. ist auch schon wieder Schluss – eine Gans schnattert nicht so viel wie Jo, als er wieder aus dem Wasser kommt. Leider gibt es heute keinen Sonnenschein mehr. Dafür diese kleinen Plagegeister um so mehr.
Jo ist noch mit dem Abwasch zu Gange als unsere beiden neuen Freunde anspaziert kommen. Brigitte ist recht unglücklich, weil der Campground voll ist und die beiden in der Partyzone stehen. Schnell bereitet sich ein Lächeln in ihrem Gesicht aus als wir erklären, dass wir ihnen den schönsten Platz freigehalten haben. Schnell wie der Wirbelwind kommt Uli an und parkiert sich perfekt ein. Beide sind froh um diesen ruhigen Platz mit Seesicht.
Als Heilpraktiker mit jahrelanger Erfahrung sieht Uli gleich, dass Ma etwas krumm und schief steht. Sofort beginnt er mit einer ersten Untersuchung. Drück da ein wenig, fühlt da eine Verspannung und dehnt und lockert Ma dort ein wenig. «Das ist aber ein schon sehr lange verspannter Rücken- und Hüftbereich. Das habe ich noch nicht oft gesehen», kommentiert er seine Tastergebnisse.

Wegen des aufkommenden Windes, unserer Müdigkeit und ihren knurrenden Mägen, verziehen wir uns alle bald in unsere «Tiny Houses», nicht ohne uns auf morgen auf eine Tasse Kaffee zum Zmorge zu verabreden.





























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