Vielleicht haben wir den Wetterbericht nicht richtig verstanden, schliesslich sind wir ja auf der Südhalbkugel und da geht es andersrum. Gestern war das Wetter besser, als es heute zu werden verspricht. Obwohl wir den Wetterbericht vom MetService anders verstanden hatten.

Wir sehen es Uli & Brigitte als nicht Schweizern nach, dass aus dem vorgesehenen Besuch um halb 11 mal schnell halb 12 wird. In ihrem kleinen WoMo ist es zu viert gemütlicher als in unserem grösseren Manaaki.

Heute wechseln wir unseren Stellplatz gegen einen mit Seesicht aus. So um 13 Uhr (statt 10 Uhr nach Vorgabe) wird unser neuer Platz frei werden. Hier in der Glendhu Bay sieht man es gelassener als an manch anderen Orten. Auch unsere Nachbarn machen sich so langsam auf, den Platz zu räumen. Bei ihnen wird es noch länger dauern, muss doch der ganze Hausrat mit, inkl. riesigem freistehendem Kühlschrank mit Gefrierfach, Familienzelt und 4-5 Fahrrädern und Motorboot.
Statt gleich zu zügeln, machen wir uns zu einer Wanderung zum Diamond Lake auf. Der ist nicht weit von hier und vom hochgelegenen Lookout auf dem Rocky Mountain Summit könnte es trotz Regen eine schöne Aussicht geben, da die Wolken recht hoch hängen. Uli & Brigitte hatten einen Teil dieser Wanderung bis zum Diamond Lake schon ein paar Tage zuvor gemacht und waren trotz der Anstrengung recht begeistert.

Wieder entgegen der Voraussage verschlechtert sich leider das Wetter während der Wanderung – es wird immer nasser. Um nicht nur die kleine Runde zu machen, entscheiden wir uns, auch noch etwas höher hinaus den Rocky Mountain Summit zu erwandern.
Von hier oben haben wir trotz der tiefhängenden Regenwolken einen weiten Blick auf den unter uns liegenden Lake Wanaka.
Andere Wanderer zeigten uns glücklich ihre Fotos und Videos vom Kārearea / Falken, der hier angesiedelt ist. Uns bleibt dieser Vogel leider verborgen. Leider ist die Aussicht auf den dahinter gelegenen Lake Hāwea, wo wir noch vor 3 Tagen waren, regengrau verhangen.

Durchnässt von der Wanderung kommend, nehmen wir unseren neuen Stellplatz in Beschlag. Hier sind wir schon näher am See, aber auch mitten im Partygeschehen der Nachbarn. Wobei wir schnell merken, dass der neue Platz nicht unbedingt auch der bessere ist. Aber für eine Nacht geht’s, und schliesslich wird hier nicht die Nacht hindurch Party gemacht.

Die kühlen Temperaturen und die häufigen Regenschauer scheinen den richtigen Kiwis nicht die Laune zu verderben. Fröhlich hocken sie in grossen Gruppen unter ihren Zelten zusammen und erfreuen sich des Zusammenseins.

Ob wir morgen tatsächlich ins Matukitukui Valley kommen, um dort den Rob Roy Glacier Track machen können, wird sich erst noch zeigen müssen. Nach Regenfällen ist die Strasse dorthin oftmals gesperrt, bzw. nur für hochgebaute 4×4 Fahrzeuge befahrbar – es müssen etwa 10 Bäche und Flüsse gequert werden, was für 2-Radantriebe nur nach einer regenfreien Zeit möglich ist.






























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