
Auch wenn man an einem solchen Holiday Campground alles vorfindet, was das Familien-Camper-Herz begehrt, sind wir froh, können wir uns heute von der Zeltstadt verabschieden. Für Grossfamilien, die nicht nah genug aufeinander hocken können, ist der Campground wie gemacht, wir haben genug von der Enge.

Wegen des schönen Wetters statten wir dem „Lone Tree“, oder wie er heute genannt wird „That Wānaka Tree“, nochmals einen Besuch ab und vergleichen in unserem Blog von vor 10 Jahren, wie er sich verändert hat. Immerhin, er steht noch! Allerdings ist er nicht gewachsen und leider rechts zwei Äste eingebüsst.
Auf Ulis & Brigittes Empfehlung hin besuchen wir am kleinen Sonntagsmarkt Daryl mit seinem Jadeschmuck. Er erzählt uns, dass seine Schmucksteine aus einem grossen, 80 Tonnen schweren «Greenstone»-Felsen (Pounamu) herausgehauen wurden. Er hätte die Schürfrechte gehabt zwischen Jackson Bay und Milford Sound am Meer entlang. Eines Tages hat der Staat Otago beschlossen, solche Schürfrechte nicht mehr automatisch zu verlängern. Eigentlich hatte Daryl vorgehabt, Touren zu «seinen» grossen Pounamus anzubieten. Doch da er keine Schürfrechte mehr bekommen hat, machte er sich (aus Trotz?) daran, seine Steine nach Hause zu transportieren.
Jeweils bei Ebbe konnte er den 80 t Felsen in mühevoller Handarbeit anbohren. Während der Flut musste er seine Arbeiten immer wieder unterbrechen und alles zusammenpacken. Mit einem Spalthammer ging er dann daran, den riesigen Felsen so lange «klein» zu spalten, bis er Stücke hatte, die ca. 5 Tonnen wogen. Das Ganze zog sich über etliche Monate hin, in denen er auch ein leichtes Opfer für die Millionen an Sandflies war… Für den Abtransport benötigte er einige Heliflüge, die er nur durch den Verkauf seines Hauses finanzieren konnte. Die Sekunde kostete ihn 2 NZD!!! Somit wollen wir nicht mit ihm handeln, sondern geben ihm für seine Arbeit auch den gerechten Lohn!

Vom Stadtzentrum aus sind es nur wenige Minuten bis zum Parkplatz für die Wanderung zum Mt. Iron. Er ist der Hausberg von Wanaka von dessen «Gipfel» man einen Ausblick auf den See und die Stadt hat.

Wanaka und Albert Town, die hier nur «Alberton» genannt wird, gehen fliessend ineinander über.
Unsere Heimstatt für heute finden wir auf der anderen Uferseite des Clutha River auf dem Albert Town Campground. Hier gibt’s nicht alles, aber Platz und Ruhe, welche wir beides in den letzten Tagen sehr vermissten.

Hier verwöhnt uns die Sonne und wir können uns ausbreiten. Das Murmeln des Flusses ist für Jo die perfekte Einschlafhilfe, während Ma davon angelockt wird, ein sehr kühles Bad zu nehmen.
Zum Zoom ist Jo dann wieder parat. Dank der Nähe zu den beiden Städten ist der Empfang bei uns für einmal hervorragend!
































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