Es ist schon fast Mitternacht als hinter unserem Manaaki noch ein paar Autolichter auftauchen und zwei Gestalten im Scheinwerferlicht versuchen, ihr Zelt aufzubauen. Was nach dem 2. Versuch auch so leidlich funktioniert. Was dagegen nicht funktioniert, ist das Aufpumpen ihrer grossen Luftmatratze. Irgendwann nach Mitternacht kommt dann nach vielem und lauten Türzuschlagen etwas Ruhe in die ganze Sache, die dann bis ca. 3 Uhr anhält. Dann wird plötzlich das Auto wieder für eine Viertelstunde laufen gelassen. Um 5 Uhr wieder dasselbe. Und am Morgen ist das Auto weg und das Zelt leer…
Die Auflösung der nächtlichen Aktion kommt am Vormittag als die beiden wieder zurück sind und Jo fragt, was das denn die Nacht gewesen sei. Ihnen sei einfach zu kalt im Zelt gewesen. Sie seien dann in ihr Auto umgezogen, mussten aber zuerst noch die Heizung laufen lassen… Die angebotenen süssen Kirschen sind da nur ein schwacher Trost für die Nachtruhestörungen.

Für uns geht es heute an Lake Wakaktipu, an dessen Ufer auch Queenstown liegt. Wir cruisen gemütlich durch das Cardrona Hochtal bis zum Crown Range Summit. Die gut 800 Höhenmeter von Albert Town bis hinauf auf den 1’080 m hohen Pass bei der Pisa Conservation Area schafft unser treuer Manaaki ohne zu murren.

Am Summit gibt es einen Wanderweg auf einen weiteren Peak. Aber für jetzt 2 Std. in der Sonne auf einem staubigen Weg herumzustaksen kommt bei uns nicht die rechte Laune auf. Aber der Gwunder auf mehr Aussicht treibt uns doch ein Stück hoch. Schon bei der Hälfte des Weges haben wir einen weiten Blick auf die Landschaft! Von hier aus sehen wir bis zu unserer heutigen Bleibe am Lake Wakatipu in Frankton. Zur Eingewöhnung auf unseren Campground, von dem es bis zum Flughafen von Queenstown nicht mehr weit ist, sehen wir auch schon bald die ersten Flieger im Anflug auf die Piste.
Zur Halbzeitpause sitzen wir wieder in Manaaki und steuern talabwärts dem Driftaway Queenstown Holiday Park an. Doch zuerst halten wir noch in der kleinen Touristenhochburg Arrowtown. Der Ort entstand in den 1860er Jahren während des Goldrauschs und zählt zu den am besten erhaltenen historischen Siedlungen des Landes. Der kompakte Ortskern mit restaurierten Cottages, kleinen Läden, Cafés und dem Lakes District Museum vermittelt ein anschauliches Bild des damaligen Lebens. Heute verbindet Arrowtown seine Geschichte mit ruhigem, gehobenem Tourismus und als gepflegter Wohn- und Ausflugsort. Um etwas gegen unsere leeren Bäuche zu unternehmen, steuern wir das «The Fork and Tap» Restaurant an, wo wir was Leckeres zum Lunch angeboten bekommen.
Von hier aus ist es nur noch ein mittlerer Katzensprung bis zu unserem Campground. Wir haben «Lake View» gebucht, die ihrem Namen auch wirklich gerecht wird. Um nicht nachts aus dem Heihabettchen zu kullern, müssen wir alle unsere Holzklötze zum Ausnivellieren unterlegen. Jetzt können wir uns in die herrlich erfrischenden Fluten des Lake Wakatipu stürzen, was wir auch umgehend machen.
Der Campground ist brandneu, alles modern und sogar aus der Camp Kitchen hat man eine wundervolle Aussicht auf den See und die Berge.

Zum Znacht sehen wir die Sonne über dem See hinter den Bergen untergehen. Schon ein wirklich sehr romantischer Anblick der uns hier zuteil wird!


























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