Vat Phou – der ältere Bruder von Angkor Wat

Veröffentlicht in: Asien, Laos | 3

In der Nacht hat sich Jo noch mit Annci zum Ausflug zum Vat Phou bei Champassak ausgetauscht. Wie sollen wir dies machen? Der Privatfahrer Alec ist durchgefallen – zu teuer. Bleibt noch Roller oder Tuk-Tuk.

Während wir unser Zmorge bei uns im Hotel (ist im Preis inbegriffen!!) geniessen, sind Annci & Hannes schon aktiv. Annci konnte gestern Abend über das Sanga-Hostel ein Tuk-Tuk für den ganzen Tag buchen, das nur die Hälfte des Preises des Privatfahrers ist. Und dieser Preis wird ja auch noch geteilt…

Und schwupps, schon warten die 4 vor unserem Hotel auf uns. Vier? Die beiden, ein japanischer Mitbewohner und der Fahrer. Ahh, jetzt ja…

Kaum haben wir uns hinten sortiert braust das (riesige?) Tuk-Tuk auch schon los. Wir hatten damit gerechnet, dass es so eine gemütliche Fahrt wird wie mit Borin in Siam Reap. Doch weit gefehlt. Das Ding, bzw. der Fahrer gibt ordentlich Gas, so dass es uns schon fest im Nacken zieht. Eigentlich ist es auch nicht ein Tuk-Tuk; hier wird das Ding Songthaew genannt.

Atsuyoshi, unser japanischer Mitfahrer, kommt aus der Nähe von Tokio und fährt heute Abend ab 20 Uhr mit dem Nachtbus bis nach Vang Vieng. Noch eine Woche, dann geht’s für ihn wieder nach Hause. Ab Januar unterrichtet er in Ghana an einer Primarschule. Mit viel Erzählen vergeht die Zeit wie im Fluge. Nach etwas mehr als einer Stunde stehen wir vor dem Weltkulturerbe Vat Phou bei Champassak.

Ruinen von Vat Phou, ein UNESCO-Weltkulturerbe

Die Ruinen von Vat Phou, ein UNESCO-Weltkulturerbe, liegen in der Provinz Champassak in Laos und sind ein bedeutendes archäologisches und kulturelles Erbe. Ursprünglich im 5. Jahrhundert als Hindu-Schrein zu Ehren des Gottes Shiva erbaut, spiegeln die Ruinen den Einfluss des Khmer-Reiches wider. Die Tempelanlage ist majestätisch an einem Hang des Phou Kao Berges gelegen und bietet einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft. Sie diente den Erbauern von Angkor Wat teilweise als Vorbild. Noch heute ist die Tempelanlage durch eine Strasse mit dem 400 km entfernten Angkor Wat verbunden.

Die Architektur von Vat Phou ist geprägt von kunstvollen Steinmetzarbeiten und monumentalen Strukturen, die bis heute beeindruckend sind. Besucher können die gut erhaltenen Terrassen, Wasserbassins und die Haupttempelanlage erkunden, die durch eine eindrucksvolle Hauptachse verbunden sind. Die Kombination aus spiritueller Bedeutung und natürlicher Schönheit macht Vat Phou zu einem wichtigen Pilgerort und einem beliebten Ziel für Touristen. Die Ruinen sind nicht nur ein Zeugnis der religiösen Praktiken vergangener Kulturen, sondern auch ein Symbol für die reiche Geschichte von Laos.

Schon um 10 Uhr bräscht die Sonne so richtig vom Himmel herab. Ein kurzer Elektro-Shuttle-Transfer bring uns bis vor die Stufen der Tempelanlage. Obwohl die Tempelanlage zum Weltkulturerbe gehört, sind wir fast die einzigen Besucher. Trotz des starken Zerfalls ist es noch eine beeindruckende Tempelanlage. Wie viele andere Tempelanlagen, ist auch diese Ost-West ausgerichtet: In der Achse von Sonnenauf- und -untergang. Schon jetzt läuft uns der Schweiss den Rücken runter, als wir auf dem 250 m langen, langsam ansteigenden Palisadenweg zur Tempelanlage hinauf gehen. Hannes gibt uns aus seinem Reiseführer ein paar Infos zum Besten. Ma übersetzt sie für Atsuyoshi auf Englisch.

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Von oben haben wir einen wundervollen Ausblick über das Umland bis hin zum Mekong. Das eigentliche Heiligtum der Anlage ist ein 16 m hoher Felsen, der sich noch eine weitere Bergkuppe weiter entfernt befindet: Er gleicht einem riesigen Lingam.

Ein paar Schritte weiter sehen wir noch den eindrücklichen Elefanten Felsen. Leider ist er auf einer Seite stark mit Graffitis beschmiert. Im Schatten geniessen wir eine kurze Pause. Nachdem dem Rückweg zum Eingang schauen wir uns noch die Ausstellung zu der Tempelanlage an. Hier erfahren wir noch mehr Wissenswertes zu diesem Unesco Weltkulturerbe.

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Auf dem Weg zur Stadt zurück macht unser Fahrer noch einen Schlenker zum Golden Buddha. Dieser ist auf der anderen Seite des Mekong von der Stadt aus weit sichtbar. Er ist einer der grössten und der schönsten Buddhas des ganzen Landes. Doch als wir ankommen, gibt es ein grosses, fünffaches Gestöhne und ein «dreckiges» Lachen. Ja, richtig, meint der Fahrer, wir müssen zu Fuss rauf, immer den Treppenstufen nach…

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Insgesamt sind es 570 Stufen, die von unten bis zum Plateau des Buddha hinaufführen. Die ersten Treppenstufen sind so steil, dass man meint, dass sie direkt in den Himmel führen. Oben angekommen erwartet uns der riesige, goldene Buddha und eine tolle Aussicht über Mekong, die Lao-Nippon Bridge und die Stadt Pakse mit Umland. Und noch ein paar Meter höher: Eine Strasse! Da hätte uns der Fahrer doch auch hochfahren können… Ausserdem, gleich darüber: Nicht nur ein goldener Buddha, sondern hunderte! In allen möglichen Posen stehen reihenweise goldene Buddhas hier neben dem Tempel. Jo entfahren dabei die Worte «Das ist ja wahrer Massen-Buddhismus!» Ausserdem: Mindestens einer davon wurde von Düsseldorf, Germany 2018 gespendet…

Nach dieser schweisstreibenden Angelegenheit haben wir uns ein Essen verdient. Doch bevor wir unseren Hunger stillen, buchen wir im Sanga-Hostel für morgen eine Tagestour auf das Bolaven-Hochplateau: Da gibt es einiges zu bestaunen. Davon später mehr…

Wir beschliessen, unseren Hunger in einem kleinen indischen Restaurant zu stillen.

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«Chiao, bis morgen», verabschieden wir uns voneinander. Erst noch eine Runde über den «Weihnachtsmarkt», danach noch ein paar Hausaufgaben machen…

 

 

 

 

 

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