Lincoln Nationalpark, Fishermans Point

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Während der Nacht brummt Jo’s Telefon wegen eintrudelnder Glückwünsche noch so manches Mal. Auch wenn er nun ein Jahr älter ist, springt er wie ein Jungspund schon vor dem Wecker aus den Federn. Ganz nach dem Motto: Der frühe Jobi fängt den Wurm 😁 Doch egal wie früh, es gibt immer einen noch früheren Vogel. Unser Nachbar lässt schon mal seinen Motor warmlaufen 🙁 Uns stört es nicht, aber es ist eine australische Unsitte und schlecht für die Umwelt.

Jo merkt, dass sein Ausflug in die Internetwelt der Autofahrer mit seinem Forum ein Schuss in den Ofen war. Zwei Besserwisser hacken aufeinander rum, sonst ist nichts Brauchbares an Antworten oder Beiträgen gekommen… «Ok, ein Versuch war’s wert» denkt er sich und beendet dieses Kapitel auch schon wieder.

Mit einem heissen Kafi im Bauch und der fertigen SuperBowl im Regal, machen wir uns auf den weiten Weg mit über 420 km bis ganz an den Südzipfel bei Port Lincoln. Wir haben für 3 Tage eine Campseite am Fishermans Point im Lincoln Nationalpark reserviert. Da muss auch der Kühlschrank erst noch aufgefüllt werden.

Dann heisst es, wie in Easy Rider, «Der Sonne entgegen». Der Flinders HWY zweigt schon kurz hinter Ceduna rechts vom gossen HWY1 ab. Hier gibt’s keine Road Trains und nicht viel Verkehr. Und wenn, dann kommen uns die meisten entgegen. Wir sind zwar schon seit ein paar Tagen nicht mehr auf dem Nullarbor unterwegs, aber viel anders sieht es hier teilweise auch nicht aus. Nach gut einer Stunde kommen wir wieder an riesigen und endlosen Getreidefeldern vorbei. Die grossen Getreidesilos in Ceduna, unweit des Hafens, scheinen ihre Berechtigung zu haben.

Bei Halbzeit der Strecke und Fahrzeit biegen wir in Elliston auf einen Lookout an der runden Bucht ein. Wie direkt am Meer üblich, bläst uns eine steife Brise um die Ohren. Die halbkreisförmige Waterloo Bay liegt vor uns und dort, wo das Riff ist, brodelt das Wasser. Wer hier mit seinem Boot durch’s Riff reinfahren und in der Bay vor Anker gehen will, muss nicht nur sein Navigations-Handwerk gut verstehen.

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Gut gelaunt und frisch gestärkt machen wir uns an den Rest der heutigen Etappe. Nach weiteren 2 Stunden fahren wir schon mal bei der Garage vorbei, der wir am Montagmorgen um 8 Uhr einen Termin zum Ölwechsel ausgemacht haben.

Weil Ma heute noch einen Videocall hat, fahren wir erst gar nicht nach Port Lincoln rein, um uns die Stadt anzuschauen. Bis zum Fishermans Point Campground sind es nochmals gut 30 km.

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Die Stadt Port Lincoln selbst liegt als kleiner Vorsprung in einer weiten Bucht, die sich am Ende fast wieder schliesst. Die kleine unbewohnte Insel Boston Island liegt 4 km vom Festland entfernt, wie ein Riegel vor dem Eingang zur Bucht. Um zum Fishermans Point zu kommen, müssen wir quasi einen 180° Bogen um das südliche Ende der Bay fahren.

Von unserem Stellplatz aus sehen wir quer über die Bucht auf Port Lincoln rüber. Beim kleinen Erkundungsspaziergang bläst uns auch hier der Wind durch die Haare.

Nach dem hilfreichen, geschäftlichen VideoCall arbeitet Ma noch intensiv ein paar Stunden bis zum späten Abend durch. Da wir – leider – genügend Speck auf den Rippen haben, können wir auch mal ein Znacht auslassen. Dafür wird uns morgen das Zmorge um so besser munden!

 

 

 

 

 

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