Wir alle hier am schönen kalten Lake Hāwea mit der herrlichen Aussicht haben es heute bei dem sommerlichen Wetter überhaupt nicht eilig, uns etwas Neues zu suchen. Als erster tuckert Juri, unser lustiger junger Nachbar, mit seinem grünen Bus davon. Vielleicht zieht es ihn zur Gillespies Beach? Er ist gerne am Meer, um dort mal seine Fischerrute ins Wasser zu halten.
Ma möchte sich nochmals kurz unter Ulis behutsame, heilende Hände begeben. Auch Brigitte und ihn zieht es nicht woanders hin. Solange die Sonne scheint und sie diese Aussicht auf Berge und See geniessen können, zögern sie es bis zum Schluss hinaus.
Wir kommen später als gedacht hier los 😁. Doch kaum sind wir 4 km gefahren, gibt’s schon wieder einen abrupten Stop. Ma meint, die schöne Umgebung von Lake Hāwea und das schöne Wetter könnten wir auszunutzen, um hier die restlichen «Verkaufsfotos» von Manaaki zu machen. Dies dauert – wie üblich – etwas länger als gedacht, aber lohnt sich; die Fotos und Videos können wir gut gebrauchen.
Wen es interessiert, hier die einige Tage später fertiggestellte Verkaufsdoku (pdf) und der Video.
In Wanaka geht’s in den niegelnagelneuen New World Supermarkt, der hier seinem Namen alle Ehre macht. Für die angedachten Wanderungen bleibt leider keine Zeit mehr. Dafür schauen wir in Wanaka noch bei einem alten Bekannten vorbei: Beim Touristenmagnet «Lone Tree» bzw. «That Wanaka Tree».

Tatsächlich gibt es diesen Baum noch, der das ganze Jahr malerisch vor toller See- und Bergkulisse im Wasser steht und auch noch grünt und blüht. In den 10 Jahren scheint er nichts an Popularität verloren zu haben; gewachsen ist er zwar auch nicht, nur ein Ast scheint abgebrochen zu sein.
Im Glendhu Bay Holiday Park kommen wir uns vor wie in einer Zeltstadt oder auf einem Festivalgelände an einem See. Nur dass hier gefühlt jeder Dritte auch noch sein Boot dabeihat. Die Uferzone des Lake Wanaka hier am Campground ist fest in Bootstrailer-Hand. Einer reiht sich an den anderen. Ma ist etwas schockiert ab der Dichte an Menschen und «Behausungen», die sich hier auf kleinstem Raum aneinanderschmiegen. Während unserer Reise haben wir schon so manch grossen und gut belegten Campground gesehen, doch dieser hier mit seinen 410 Stellplätzen scheint die Spitzenposition zu haben: Eine richtige Kleinstadt aus Trailern, Wohnwagen, Wohnmobilen und Zelten.
Erst später realisieren wir, dass hier anscheinend viele neuseeländische Familien einen Grossteil ihrer Sommerferien verbringen. Die meisten Plätze werden ein Jahr im Voraus gebucht – so wie wir es in Australien in Monkey Mia und Exmouth erlebten. Es ist ein fröhliches «Hallo» überall. «Ah, ihr seid auch wieder hier? Schön! Immer noch am selben Platz, dort hinten rechts?». Zum Teil kommen die Familien seit 1963 (sagt eine Plakette an einem Baum) jedes Jahr hier zelten ⛺️🤪 Das hat aber auch etwas sehr Schönes, diese grossen Familienbanden!

Unser abendlicher Spaziergang durch den Holiday Park dauert gut eine halbe Stunde! Sind die etwas abgelegeneren Stellplätze halb so gross wie ein Tennisplatz und beherbergen Tageszelt, verschiedene Schlafzelte, Wohnwagen (meist antike Modelle, die übers Jahr hier eingestellt werden können), Autos und Bootstrailer und eine ganze Schar von Leuten und Kindern, ist unsere Campsite gerade mal 5 m breit und eingequetscht zwischen einer alten Cabin und einem Sportboot der Nachbarsfamilie. Aber immerhin nicht mitten im Getümmel und ausserdem haben wir sogar etwas Seesicht!




























Schreibe einen Kommentar