Der Zmorge Kafi ist noch nicht ganz «abegschlänzt», ruft auch schon Markus, unser Freund aus Wetzikon, an. Als wir uns im Sommer 2024 zum letzten Mal bei ihm und Champa diheime in Wetzikon trafen, lag sein Projekt GHT (Great Himalaya Track) noch in weiter Ferne. Er wollte uns auch dafür begeistern, doch leider mussten wir ihm wegen Ma’s Hüft- und Knieproblemen absagen. Für ihn geht in 2 Wochen das Projekt GHT los und endet 4 Monate später. Sofern alles an ihm heile bleibt. Er wird mit Kamal als Guide und ein paar abwechselnden Mitwanderern Nepal innerhalb von 4 Monaten von Ost nach West in mehreren Etappen auf Schusters Rappen durchqueren. Was für ein Abenteuer!
Während wir miteinander telefonieren können wir ihn und Champa sogar etwas von unserem blauen Himmel teilhaben lassen. Sollte es doch nach der Wettervorhersage grau in grau sein und Regenschauer über uns hinweg ziehen. Sind wir froh, dass es nicht so ist.
Für uns heisst es heute auch Aufbruch vom all inclusive Campground zur knapp 70 km entfernten Sparversion, dem DOC Campground Sylvan Campsite. Dafür cruisen wir den Grossteil der Strecke am Lake Wakatipu bis zu dessen nordwestlichem Ende entlang. Ab der Ortschaft Glenorchy sind es nur noch wenige Kilometer, von denen wir die letzten 5 km auf einer guten Schotterstrasse zurücklegen.
Weil hier immer noch die Sonne scheint, machen wir uns auch sogleich auf die Wanderung zum Lake Sylvan auf. Der Weg ist ein «Turnschuhweg» und entsprechend leicht zu begehen. Supi, und los geht’s. Nach ein paar Minuten schwingen wir über die neu erbaute Hängebrücke über den Routeburn River, der hier auch gleich am Campground vorbeifliesst. Hier sehen wir die schöneren «Blue Pools» als am vielbegangenen Touri-Hot-Spot…
Plötzlich kommen wir uns vor, als wären wir in einem Elfen-Zauberwald: Rechts und links am Wegesrand sehen wir, wie bei so manchem Baum unten im Wurzelwerk kleine Wege herumführen, die vor kleinen Elfen-Häusern enden. So plötzlich wie die winzigen Häuser zu sehen waren, genauso plötzlich sind sie wieder verschwunden. 🧚 🧚♀️ 🧚♂️
Am lauschig im Wald gelegenen Lake Sylvan sehen wir die eine oder andere schöne, grosse Forelle aus dem Wasser nach Futter springen. Im flachen Wasser des Sees sind diese gut auszumachen. Der See ist grösser als erwartet! Obwohl es ein recht flacher und einfacher Wanderweg ist, schmerzen heute Ma’s Hüfte und Knie immer mehr. Wir sind froh, dass wir nach gut 3 ½ Stunden wieder an unserem Stellplatz ankommen.
Vor dem Zubettgehen ist eine grosse und aufwändige Sandflies-Jagd angesagt. Waren wir die letzte Woche von diesen argen Plagegeistern recht verschont geblieben, überfallen sie hier in dichten Wolken einfach sofort alles, was nach menschlichen Lebenssaft schmecken könnte.






































Schreibe einen Kommentar