Ungewöhnlich früh, weil man hier eigentlich nur von 18-8 Uhr stehen darf, brechen wir auf, um nur einige Meter weiter an der Glenorchy Waterfront unseren Zmorge-Kafi zu zelebrieren. Der Kafi läuft noch durch, als Edwina mit ihrem kleinen Van vorfährt und neben uns zum Stehen kommt. Als Jo sie zu einem Guten-Morgen-Kafi einlädt, sagt sie nicht nein. Und als es dann auch noch zu regnen beginnt, hocken wir zu dritt in Manaaki.
Edwina wohnt in Melbourne, ist allerdings ursprünglich aus Oregon, USA. Sie hat in Australien eine Ausbildung zur Hebamme gemacht und fragt interessiert, ob es etwas Spezielles in der Schweiz dazu gibt, wie die Vor-/Nachsorge aussieht und welche Möglichkeiten der Kleinkinderbetreuung es gibt.
Etwas später bekommen wir in Glenorchys Mr’s Wooly’s Genaral Store einen zweiten Kafi mit einem herrlich schmeckenden Mandelgipfeli als Krönung dazu. Mr’s Wooly’s Genaral Store ist nicht nur ein Café, sondern auch ein kleines Lädeli für den täglichen Gebrauch, aber auch ein Schmuck-, Buch-, Bekleidungs-, Woll- und Outdoor-Geschäft mit einer persönlichen Note. Zudem können hier auch einige Foto- und Gemäldekunstwerke erworben werden.
In dieser gemütlichen Umgebung kommen wir mit einer jungen Familie aus dem Ort ins Gespräch. Wobei er als junger Mann 10 Jahre in den USA, Kanada und Alaska reiste und arbeitete. Er hat das Reisen halt früher gemacht. Jetzt sei er mit seiner Familie glücklich, hier zu sein.
Ariane, die sich für Manaaki als Käuferin interessiert, kommt uns immer suspekter vor. Nach anfänglichen normalen Fragen werden wir gedrängt, doch schnell unsere Bankdaten zu übermitteln, dass sie den Verkaufspreis begleichen kann. Die Fragen nach einem VideoCall und einem Foto ihres Passes werden fadenscheinig umschifft. Allerdings erhalten wir eine Wohnadresse, die wir in den Kaufvertrag aufnehmen können. «Die Polizei in Queenstown kann uns möglicherweise helfen, diese Angaben überprüfen», denken wir uns. Queenstown scheint eine sehr friedliche Stadt mit insgesamt knapp 15’000 Einwohnern zu sein. Jedenfalls können wir das der Polizeistation entnehmen, die am Wochenende geschlossen und in der Woche von 9-15 Uhr geöffnet ist. Schön, dass es noch solche Städte auf der Welt gibt.

Während der ganzen Fahrt zum Mossburn Country Park regnet es immer wieder in Wellen und in Strömen. Im Mossburn Country Park angekommen sehen wir, dass es ein kleiner gemütlicher Campground auf einer ehemaligen Farm ist. Natürlich haben sie eine Leiter, die sie uns leihen können. Unter einem hohen Unterstand ist genügend Platz, so dass Jo hoffentlich der undichten Lüftungsklappe mit dem schon zuvor gekauften Silikon zu Leibe rücken kann.
Bei diesem regnerischen und kalten Wetter kommt keine richtig gute Laune auf, zumal die undichte Lüftungsklappe nicht zu Jo’s guter Laune beiträgt.













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