Te Anau und das Eglinton Valley

Veröffentlicht in: Neuseeland, Südinsel | 0

Unsere erst so garstige, «kuscheligen» Nachbarn, die sich dann auch noch als Maienfelder Bürger vorstellen, schenken uns zum Abschied ihre letzte Tafel weisse Schoggi. «Diräkt us dä Schwiiz», verkünden sie ganz stolz…

In Te Anau fahren wir zum «Freund und Helfer», der uns dann leider doch nicht helfen kann/darf. Da in Sachen «Ariane Brauer» auf Facebook (die Interessentin für Manaaki, die ganz schnell unsere Bankdaten haben wollte) noch kein Schaden entstanden ist, können/dürfen sie uns nicht sagen, ob eine Frau dieses Namens an der angegebenen Adresse gemeldet ist. Entweder fallen alle Angaben unter Datenschutz, oder es gibt keine zentrale Meldepflicht. Wir wissen es nicht… Der einzige Rat, den wir erhalten: Wenn ihr ein ungutes Gefühl habt, sucht euch einen anderen Käufer.

Im gut empfohlenen Te Anau Bird Sanctuary möchten wir uns etwas von der neuseeländischen Vogelwelt um die Köpfe schwirren lassen. Doch leider sind viele Volieren leer und Führungen sind bis auf weiteres abgesagt. Nur im grösseren Tahaké-Gehege ist etwas Leben zu sehen. Gleich vier dieser sehr seltenen flugunfähigen Vögel dürfen wir bestaunen.

Hmm. Viel hat es nicht mehr hier im Bird Sanctuary
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Der Takahe (Porphyrio hochstetteri) ist einer der aussergewöhnlichsten Vögel Neuseelands. Er gehört zur Familie der Rallen, ist flugunfähig und zeichnet sich durch sein kräftiges Blau-Grün, den massiven roten Schnabel und seine beachtliche Grösse aus. Lange Zeit galt der Takahe als ausgestorben, bis 1948 eine kleine Population im abgelegenen Murchison-Gebirge im Fjordland wiederentdeckt wurde – eine zoologische Sensation.

Der Takahe lebt bevorzugt in alpinen Graslandschaften und ernährt sich fast ausschliesslich von einheimischen Gräsern und Kräutern. Aufgrund eingeschleppter Räuber wie Hermelin und Ratte sowie wegen seines geringen Fortpflanzungserfolgs zählt er zu den am stärksten bedrohten Vogelarten des Landes. Intensive Schutzprogramme, Umsiedlungen auf räuberfreie Inseln und gezielte Zuchtmassnahmen haben jedoch dazu beigetragen, den Bestand langsam zu stabilisieren.

Heute steht der Takahe symbolisch für den Naturschutz in Neuseeland und zeigt, wie fragil, aber auch wie schützenswert diese einzigartige Tierwelt ist. Laut einem Bericht der neuseeländischen Department of Conservation (DOC) lag die offizielle Bestandszahl im Jahr 2025 bei etwa 529 Takahe, basierend auf Zählungen und einem jährlichen „Hatch-Day“-Update (alle Jungvögel +1 Jahr werden dann zur Gesamtzahl addiert).

Ein schierer Berg an Schwemmholz in der Patience Bay von Lake Te Anau
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Etwas ernüchtert von der vielgepriesenen Vogel-Aufzucht-Station denken wir, dass wir in «Te Anaus Watergarden» vielleicht noch ein paar interessante Tiere sehen könnten. Doch leider sind wir auch hier mit unseren Vorstellungen auf dem Holzweg. Auf dem kurzen Weg zum Strand sehen wir invasive Farne, ausufernde Brombeersträucher und Winden, die hier alles überwuchern. Ein paar Terns flattern aufgeregt durch die Lüfte. Ein paar Graugänse wassern von der Lagune in Lake Te Anau, aber sonst sehen wir hier keine Vögel oder Fische sich tummeln.

 

Im Eglinton Valley Camp dürfen wir uns noch eine Sonnenseite aussuchen. Mo, unser ständiger Reisebegleiter und wichtiges Crewmitglied, möchte etwas Sonne tanken, wird allerdings sogleich von einem streitbaren Robin beäugt. Heute gibt es zwar keine Attacke auf unseren Mo, aber viel fehlt da nicht mehr.

 

 

Auf dem Wasserfall-Wanderweg müssen wir den Kiosk Creek überqueren, um den Namensgeber dieses Weges auch bestaunen zu dürfen. Jo versucht mit ein paar Steinen als Queerungshilfe den Fluss trockenen Fusses zu überqueren. Doch dies ist nicht ganz so einfach getan, wie zuerst gedacht. Wir müssen uns entscheiden zwischen ganz oder halbnassen Füssen. Ma macht es einfach und stapft durch den rauschenden Bach, Jo hüpft etwas unelegant von Stein zu Stein. Als Ergebnis hat Ma ganz nasse Schuhe, Socken und Füsse, Jo nur alles halb davon.

Eglington Valley mit seinen Bergen drum herum
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Der Weg zum Wasserfall ist etwas für Indianer, die gerne Fährten lesen, aber wir schaffen es auch ohne. Der Wasserfall ist zwar kein Niagara Fall, aber auch nicht ganz so schlecht. Auf dem Retourweg gibt es beim Kiosk Creek wieder die gleichen Entscheidungen – und Lösungen 😉 🥾💦

In der kleinen Camp-Küche, in der Jo nach dem Znacht den Abwasch macht, kommt er sich vor wie in einem türkischen Dampfbad. In der kleinen Küche ohne Lüftungsmöglichkeiten wird auf allen Herden gebrutschelt, was das Zeugs hält.

Morgen geht es zu einem Neuseeland-Highlight: Milford Sound. Wir hoffen auf schönes Wetter 😁

 

 

 

 

 

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