Obwohl wir es seit fast 3 Jahren nicht mehr gewohnt sind, schaffen wir es tatsächlich, um kurz nach 5 Uhr aus den Federn zu kommen. Erst denken wir uns, dass es für ein paar schöne Sternenfotos noch zu dunkel ist. Doch als wir kurz vor 6 Uhr aufbrechen, sind die Sterne der Morgendämmerung gewichen.
Nach einem kurzen Fussmarsch vom jetzt leeren Parkplatz, der gestern voll besetzt war, kommen wir am Milford Sound Lookout an. Etwas unerwartet, aber doch verständlich, sitzt schon jemand auf dem kleinen Bänkchen am Meer und hat sich dort vollkommen ausgebreitet. Selbstverständlich dürfen wir auch Platz nehmen, um unseren Kafi zum Wachwerden und Aufwärmen zu geniessen. «Nein», mit 52 Jahren sei er kein Student mehr, erzählt uns Jack fröhlich. Er hat ein 3-monatiges Visum und lebt ca. 2 Std. von Hong Kong entfernt. Er ist ein lustiger Geselle, sehr untypisch chinesisch… Er ist eigentlich mit dem Velo unterwegs, aber eine Mitbewohnerin von ihm im Barnyard B&B ist gestern mit dem Auto wegen der Bootstour im Milford Sound hierhergefahren und er ist kurz entschlossen mitgefahren. Weil er jedoch den Sonnenaufgang hier fotografieren möchte, hat er sich entschlossen hier zu bleiben und sich die Nacht auf der Parkbank um die Ohren zu schlagen.
So erleben wir zu Dritt hier einen eindrucksvollen Sonnenaufgang!
Wegen des angrenzenden Flughafens muss Jack’s Drohne am Boden bleiben. Wir haben Glück und der frühe Morgen ist noch wolkenfrei. So sehen wir, wie sich die Sonnen von oben an den Bergen nach unten weiter ausbreitet.

Ma’s Telefon ist ein richtiges «Wunderfon» mit einem sehr fetten Speicher: Vom diesem einmaligen Erlebnis dreht Ma über 2 Std. ein tolles Video, das sie anschliessend als Time Lapse auf knapp 3 Minuten zusammenkürzt.
Während des wunderschönen Sonnenaufgangs kommen wir mit Jack ins Plaudern, Erzählen und Bildertauschen. Da seine Unterkunft, das Barnyard B&B, auf dem Weg zu unserer Unterkunft, der Possum Lodge am Lake Manapouri liegt, beschliessen wir Jack dort hinzubringen.

Zuerst geht’s für uns drei zurück zur Milford Sound Lodge. Wir nehmen eine Duschi und zelebrieren mit Jack unsere SuperBowl.

Es ist schon Mittag, als wir langsam mit Manaaki von der Lodge aus auf die Strasse einbiegen.

Heute geht’s den gleichen Weg retour, den wir schon gestern gekommen sind. War der Mirror Lake gestern noch von Menschenmassen umlagert, so können wir heute hier einen kleinen Fototermin einlegen.
Bei der Postfiliale in Te Anau können wir die längst fällige Diesel-Abgabe bezahlen. Wie auch schon die Auto-Registrierung zu Beginn unserer Reise klappt auch dieses servicefreundlich wie am Schnürchen.
Während der gut zweistündigen Autofahrt erzählt Jack in einem fort von seinen Reisen und seiner Heimat. So, dass wir schon bald die Ohren anlegen müssen, um nicht Opfer seines Redeschwalls zu werden 😉
Als wir schliesslich beim Barnyard B&B ankommen merken wir, dass er wegen des fehlenden Schlafs doch recht müde ist.

Keine 10 min. nach dem Adieu sagen fahren wir auch schon bei der kleinen, familiären Possum Lodge am Lake Manapouri vor. Mit unseren niederländischen Nachbarn kommen wir schnell ins Gespräch. Auch sie haben schon, wie wir, die USA, Kanada und Alaska bereist. So können wir in gemeinsamen Erinnerungen schwelgen…
Morgen haben wir auch schon wieder so einiges vor. Was genau gibt’s dann später hier zu lesen

























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