Durch das freundliche Hämmern eines Park Rangers an Manaakis Seitentür werden wir am schon nicht mehr ganz so frühen Morgen aus dem Schlaf gerissen. Noch etwas verschlafen zeigt Ma ihm die gewünschte Online-Reservierung. Nachdem sie darüber etwas wacher wird, sieht sie während des Gesprächs, dass sie sich aus Versehen um einen ganzen Monat vertan hat. Deshalb kann der Ranger Manaakis Nummernschild auch nicht in seinem Reservierungstool finden. Er ist sehr zuvorkommend und verspricht, über den Tag im Visitor Center abzuklären, ob wir hier im eigentlich ausgebuchten Campground stehen bleiben können. Wir sollen den Tag geniessen, er wird uns einen Zettel hinter den Scheibenwischer hinterlassen. Sehr nett!
Weil wir es nicht pressant haben, klopft er später am Vormittag nochmals an, um uns zu sagen, dass sie uns von März auf Februar für 3 Tage umbuchen konnten. Somit können wir hier stehen bleiben. Danke vile mal, lieber Park Ranger!

So langsam werden wir mit unseren Hausaufgaben fertig und wir können uns zum Mittag hin aufmachen in die Berge, auf den Sealy Tarns Track. Nur für eine Stunde ziehen wir nicht die Wanderschuhe an, dafür müssen es schon mindestens drei sein. Ma meint, dass es eine anstrengend werden wird. Die ganzen 540 Höhenmeter sind durch 2’200 Treppenstufen zu machen. Naja, das wird ja was werden…
Die ersten Meter sind wir gewohnt, doch dann geht stufenweise nach oben. Wir gehen lieber unser eigenes Tempo durch, als immer wieder von einer jungen Truppe erst überholt zu werden, um sie dann nach wenigen Minuten wieder schnaufend am Wegesrand sitzen zu sehen.
Können wir erst noch von unten zu Aoraki / Mt. Cook hinaufschauen, um das schon typische Gesicht zu sehen, ist dies je höher wir kommen immer mehr in den Wolken versteckt. War uns zu Beginn der Wanderung noch zu warm, pfeift hier oben am Ende der Wanderung schon ein recht stürmischer Wind, der uns trotz Sonnenschein ein windgeschütztes Plätzchen suchen lässt. Die Aussicht ist trotz des etwas bewölkten Himmels einfach atemberaubend!

Wenn wir eins von unseren vielen Wanderungen wissen, ist bergrunter IMMER anstrengender als bergauf. Besonders wenn der ganze Weg nur Treppenstufen sind. Ma ist grottenfroh endlich wieder unten angekommen zu sein. Jo ist auch grottenfroh, dass es ihm etwas besser geht.
Typisch schweizerisch muss er natürlich überprüfen, ob die Angabe mit den 2’200 Stufen auch stimmt. Er kommt nach konzentriertem Zählen nur auf 2’103 Stufen. «Das ist ja alles gelogen!» meint er dann zu Ma. Einem richtigen Schweizer wäre das nicht passiert. Und dass die fehlenden Stufen einfach verschwunden sind, ist einfach unmöglich.
Ma möchte den Nami geniessen, während Jo es noch zum Kea Point zieht. Der ist gerade mal eine knappe ½ Stunde von hier gut auf einem «Turnschuhwägli» zu erreichen. Hier am Kea Point sieht man unter sich den grünen Mueller Gletscher See umgeben vom Bergpanorama in dem Aoraki / Mt.Cook sicherlich als die Hauptattraktion zu sehen ist.
Der Tag geht auch heute mit einem vorzüglichen Znacht zu Ende.
Die Wanderung zum Hooker Lake ist wegen der Erneuerung der zweiten Hängebrücke über den Hooker River leider nicht möglich und vieles anderes Gescheites kann man hier nicht mehr machen. Daher brechen wir hier schon morgen unsere Zelte ab um am Lake Tekapo ein Neues aufzuschlagen.
















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