Trotz seiner verstärkten Federn wackelt Manaaki schon das eine oder andere Mal während der stürmischen Nacht. Wir fühlten uns wie in den Schlaf gewiegt.
Heute morgen klopft der jüngere Ranger-Kollege etwas zaghafter als der gestrige Parkranger an unsere Türe. Die Buchungssoftware scheint Probleme mit der Verknüpfung des Namens zu den Autokennzeichen zu haben. Ende gut, alles gut.

Statt der geplanten 3 Tage brechen wir schon heute einen Tag früher auf. Hier bekommen wir keinen ordentlichen Netzempfang für das Zoom am Abend, ausserdem ist die schöne Wanderung zum Hooker Lake wegen Bauarbeiten nicht möglich.
Wurden wir schon gestern etwas von der Sonne verwöhnt, legt sie heute nochmals eine Schippe Sonnenschein obendrauf. Wir machen deshalb noch einen Ausflug an den Tasman Lake, ein weiterer Gletschersee im Mt. Cook Nationalpark.

Für uns geht’s heute mit Lake Tekapo einen See weiter Richtung Norden. Doch vorher biegen wir noch Tasman Lake ab. Dort erklimmen wir heute über wenige Treppenstufen den Tasman Glacier View. Obwohl der Tasman Lake genau wie Lake Pukaki ein Gletscher See ist, leuchtet dieser nicht türkisgrün, sondern ist nur milchig grau-grün.
Von hier aus möchten wir noch eine Runde um die kleinen Blue Lakes machen. Doch schon nach 5 min. ist der Weg ab dem ersten See abgesperrt. Hier geht’s nicht weiter 🙁 Es wäre schön gewesen, hätte es eine Info gegeben. Als wir uns retour aufmachen, kommen uns ganze Busladungen asiatischer Reisender entgegen.

Jetzt geht’s für uns den ganzen Lake Pukaki nochmals an seiner Längsseite zurück. Bei diesem sonnigen Wetter heute ein absoluter Genuss. Natürlich darf auch am Peter’s Lookout wie schon vor 2 Tagen ein JoMa Selfie nicht fehlen.
An der Südspitze des Sees, am Lake Pukaki Freedom Campground, können wir auch die hohen Berge hinter der Mt. Cook Road sehen, auf der wir eben seeabwärts gefahren sind.

Kurz darauf biegen wir vom HWY auf eine Gravelroad ab, die uns auf der anderen Seeseite von Lake Pukaki entlangführt. Bei diesem sommerlichen Wetter fahren wir für einen Zwischensnack links(!) ran. Auf dieser Seeseite ist definitv weniger los. Wir geniessen die tolle Aussicht auf den türkisblauen See und die Schneeberge.

Einige Kilometer weiter zweigen wir in Richtung Lake Tekapo ab und fahren ins Landesinnere bzw. über einen breiten Hügel. Als wir dieser Landschaft gewahr werden können wir nicht glauben in Neuseeland zu sein. Diese Szenerie könnte auch nach Kanada, Alaska oder Südamerika passen. UNGLAUBLICH!
Leider ist es im Gegensatz zu der gerade erlebten Weite und Leere im Lake Edge Lodge Campground um so dichter, und dabei haben wir eigentlich auch noch einen schönen Platz erwischt. Wie schon am Morgen bei den Wanderungen und am Peter’s Lookout sind auch hier im Campground Horden asiatischer Touristen unterwegs. Entsprechend ist es in der Camp Kitchen recht voll (sie kochen immer als Grossfamilie/ Grossgruppe zusammen) und es riecht stark nach Knobli und Angebratenem.
Ma hat in weiser Voraussicht des Sonntags-Zooms einen Campground mit Netzempfang reserviert. Den hat es hier auch, nur leider sehr mässig. Und je später der Abend, um so schlechter wird der Empfang. So bricht unsere Leitung während des Zooms auch fast im Minutentakt zusammen. So macht es einfach keinen Spass, und dafür haben wir auch noch so viel Geld bezahlt, um am Ende das Zoom abbrechen zu müssen ☹️
Normalerweise wird es abends so ab 22 Uhr irgendwann ruhiger im Campground. Man hat sich satt gegessen, ist müde und legt sich hin. Hier ist es etwas anders. Selbst um Mitternacht herrscht noch Verkehr. Es wird rangiert und hin und hergefahren…
Für uns ist es wichtig, wieder – im wahrsten Sinn des Wortes – die Batterien aufzuladen. Morgen geht’s für uns weiter. Drei Tage ohne Stromanschluss bei meist bewölktem Wetter wie wir es in den vergangenen Tagen hatten, ist die Grenze, bevor uns der Strom ausgeht. Der von Tony installierte Kühlschrank ist der Hauptabnehmer und benötigt pro Tag um die 30% der Batterieleistung…
































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