Julies Hinweis, sich in ihrem Campground wohl zu fühlen und ihn morgen einfach ohne Checkout-Vorgabe zu verlassen, wenn einem danach ist, nehmen wir uns gerne zu Herzen: Es ist schon nach 13 Uhr, als wir uns verabschieden.
Auf dem Sportplatz der kleinen Schule in Ngatimoti toben gerade ein paar Kinder im Sportunterricht herum. Natürlich kennt man hier im Dorf Lani. «Einfach die Strasse 200 m geradeaus, bei den Briefkästen geht’s rechts ab, dann parken und zu Fuss weiter und schon ist man da», wird uns von einer freundlichen Dame erklärt. Und so ist es auch!
Obwohl wir Lanis Telefonnummer, um uns anzumelden, verbaselt haben, versuchen wir einfach unser Glück. Und das ist uns auch hold. Lani springt förmlich auf als sie uns vor der Türe stehen sieht. Und unsere Namen weiss sie auch noch! Was für ein liebevoller Empfang. Schnell sind wir wieder nah beieinander, gerade so, als hätten wir uns erst gestern noch gesehen. Leider ist der Rest der Familie unterwegs, so dass wir diese nicht begrüssen können. Nach einem kurzen Plausch führt sie uns durch ihr riesiges Grundstück und durch ihren wunderbaren, naturbelassenen paradiesischen Garten.
Lani und ihre Familie leben als wirkliche Selbstversorger – in allen Belangen. Hier in diesem speziellen Tal der Alternativen wird noch dem Tauschhandel gefrönt, wie es früher einmal war. Geld, wie wir es kennen, spielt hier eine nebensächliche Rolle. Auf ihren 600’000 m2 lassen sie die Natur natürlich sein. Der Boden liefert ihnen das, was sie zum Leben brauchen. Strom liefert das eigene kleine Wasserkraftwerk. Durch ihr Grundstück fliesst ein kleiner Bach, der ihr malerisches Wasserrad in Bewegung setzt und mit dem sie ihren eigenen Strom produzieren. Gerade sind hier die Bohnen, Rüebli, Tomaten, Randen und Nashi reif. Daher gibt’s auch ein kleines Körbchen für uns. Falls ihr nicht wisst, was Nashi sind: Nashi sind Apfelbirnen. Von der Birne den Geschmack, vom Apfel her das Aussehen.
Da Lani heute Abend zum Singen geht, verabschieden wir uns und suchen und einen Übernachtungsplatz in Richtung Golden Bay. Das heisst, wir müssen zuerst einmal den Pass, den Takaka Hill erklimmen. Da oben, in luftiger, kühler Höhe liegt die Hidden Valley Farm, in der wir heute übernachten wollen.
Wir sind noch nicht ganz in der Hidden Valley Farm angekommen, bekommen wir von Christine (sie hatte mal Interesse an Manaaki gezeigt) eine Nachricht, dass jemand Interesse an Manaaki hat. Heidi & Gion würden sich bei uns melden. Sie haben unser Manaaki Verkaufs-Video gesehen und würden gerne einen Termin abmachen. Sie wohnen in Ngatimoti. Was?! Da kommen wir doch gerade her! Und tatsächlich. Lani und sie sind Nachbarn und kennen sich gut. Heidi ist ursprünglich aus Süddeutschland und ihr Mann Gion aus der Surselva (Bündner Oberland in der Schweiz). Sind das nicht lustige Zufälle?! Wir machen bei ihnen in Ngatimoti einen Termin ab, wenn wir vom Abel Tasman N.P. retour kommen – das liegt auf unserer Route.
Beim Znacht besprechen wir nochmals unsere Dihei-Camperpläne. Jo findet immer noch die Kombination der Wohnkabine von Jens charmant und passend. Ma bringt mit dem erheblichen Gewicht (leer 800 kg) ein wichtiges Argument. Ausserdem ist diese Kabine auch noch recht gross und ein Badezimmer haben wir jetzt drei Jahre lang nicht vermisst. Womit sie unweigerlich recht hat! Vor zwei Tagen hatten wir durch Jens Kontakt mit Reto aus der Schweiz, der uns hier beim Import der Kombi von Jens behilflich sein könnte. Er kennt sich aus und weiss was zu beachten ist.
Reto hat uns aber bei einem Video-Call überrascht gefragt, wieso wir so eine grosse Kabine möchten. Er hätte da noch was anderes, kleineres, von einem anderen Wohnkabinenhersteller, den er vertreibt und gut findet: DUX aus Deutschland.
Schon gestern hat Ma ihren logisch denkenden Gehirnapparat eingeschaltet und eine tolle Vergleichs-Tabelle ausgearbeitet (sie ist DIE Tabellenkönigin). Suuuper macht sie das! Und siehe da. Eine entsprechende Kabine von DUX ist gut 200 kg leichter und bietet (für unsere Ansprüche) nicht viel weniger Komfort als Jens grosse mächtige Nordstar Kabine.
In der neuen mobilen Welt hat Ma auch noch zufälligerweise eine fast nicht gebrauchte und fast neue Kabine online finden können, die auch schon ein paar Extras hat, die wir auch gerne hätten. Und das auch noch zu einem attraktiven Preis! Jo schreibt eine kurze Nachricht an Johann, dass wir interessiert sind und er Jo auch gerne per WhatsApp erreichen kann.
Als wir zu Bett gehen wollen, klingelt plötzlich das Telefon und Johann ist am Apparat 😁. Es wird ein langes, äusserst fröhliches Telefonat. Johann scheint sich in der kleinen Wohnkabinenbranche sehr gut auszukennen. Er hat es nicht nötig, jemanden etwas aufzuschwatzen. Mitternacht ist schon längst vorbei, als wir uns voneinander verabschieden…











































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