Wir krabbeln für unsere Verhältnisse schon recht früh aus Manaakis Bauch. Die Sonne steht noch tief am Horizont und strahlt schon zu uns herein. Nach dem ersten Kafi ist es an der Zeit, etwas an Hausarbeit zu denken.
Vor den Waschmaschinen sieht Jo, dass eifrige Damen schon den frühen Waschmaschinen-Wurm gefangen haben: Hier in der Laundry herrscht schon reges Treiben. Statt des durchgängigen Sonnenscheins stürmt immer wieder ein kleiner Regenschauer über uns hinweg. Gut, dass es auch Trockner gibt. Nach 3 Runden kommt Jo auch zum Waschmaschinenzug.
Mittleerweile haben die Regenwolken das Weite gesucht und ist einem strahlend blauen Himmel gewichen. So weit so gut. Doch wie anscheinend schon die letzten Tage, zumindest gestern war es so, weht auch heute ein starker, recht stürmischer Wind. Die ständig wechselnden Windböen verleiden es nicht nur uns, den sonnigen Tag entspannt zu würdigen.
In Heidi und Gian haben wir ein an unserem Campervan interessiertes Schweizer Paar online kennengelernt, bei denen wir morgen in Ngatimoti Manaaki vorstellen möchten. Weder Heidi noch Gian sind was Autos betrifft firm. Sie möchten zu ihrer Sicherheit eine «Pre-Sales Inspection» durchführen lassen. Dieser Termin ist schon seit ein paar Tagen vereinbart, wird heute allerdings überraschend von der Garage wegen Gewichtsproblemen auf der Hebebühne storniert. Manaaki scheint wohl zu schwer zu sein… Es geht mit Heidi etwas hektisch hin und her, schliesslich ist heute wieder einmal Freitag und da haben die Garagen vor dem Wochenende nicht immer Zeit, um in ihre E-Mails anzuschauen. Ausserdem, was viel wichtiger ist, sind wir nur noch 8 Tage auf der Südinsel.
Während Ma sich schon den ganzen Tag auf ihr Online-Meeting mit einer neuen Kundschaft heute Abend vorbereitet und eine Agenda dafür vorbereitet, kommt das auch noch dazwischen. Am Ende findet Heidi eine Garage, die in der Nähe einen für uns machbaren Termin anbieten kann.
Jo macht sich an die vordere Innenbeleuchtung im Van, die seit ein paar Tagen nicht mehr richtig funktioniert und eher wie eine Notbeleuchtung daherkommt. «Vielleicht ist der Kontakt lose geworden?» Dort wo die beiden LED-Bänder zusammen per Lüsterklemme verbunden sind, könnte die Ursache sein. Könnte, muss aber nicht, wie er feststellt. Es gibt leider keine Möglichkeit, an die elektrischen Leitungen und Verbindungen zu kommen, ohne gleich alles auseinander nehmen zu müssen. Keine Ahnung, was sich Tony da wieder gedacht hat. Entnervt ob dieses Umstandes streicht Jo hier seine handwerklichen Segel.
Wir kommen uns vor wie an einem sonnig kalten Wintertag. Es scheint zwar die Sonne, doch warm wird einem nicht. Eher sitzen wir mit «Poulethuut» fröstelnd in der Sonne. Immerhin haben wir im Unterschied zu allen anderen Mit-Campern noch etwas Winddeckung von der Hecke hinter uns! Nebenbei wird Jo mehr als einmal sein eigentlich recht engsitzendes Sonnenhütchen von seiner Birne geweht.
«Es könnte doch ein sooo schöner Tag sein, wenn nicht dieser Wind wäre…», ist das heutige Gesprächsthema im Campingplatz.





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