Schön, dass wir weder engstehende Nachbarn noch überhaupt welche bekommen haben. So dürfen wir in der frühen Morgensonne die Aussicht auf die Golden Bay bei Ebbe geniessen.

Wir kramen etwas in unserem alten Reisetagebuch von vor 10 Jahren herum. Dabei sehen wir, dass wir vor 10 Jahren schon genau hier in diesem Campground übernachteten. Wir können uns noch an die 4×4 Bustour an den Farewell Spit erinnern, aber dass wir schon in diesem Campground waren, weiss nur unser unvergessliches Reisetagebuch.
Hätten nicht schon die letzten Tage so schön windstill mit strahlend blauem Himmel sein können, wie wir es heute erleben?? An Tagen wie diesen möchte man eigentlich nicht weg… Doch wir haben einen Termin in Ngatimoti!
Wie schon vor 2 Tagen, so nimmt auch heute Manaaki den Takaka Hill Pass mit Bravour. Dieser Pass mag für schweizerische Verhältnisse nicht so hoch sein, aber mindestens so kurvenreich…
Und tatsächlich sind Heidi & Gian in Ngatimoti Lanis Nachbarn zur Linken. Wie es bei Schweizern so üblich ist, klopfen wir pünktlich an. Heidis Freude ist zum Greifen nah. Auf der grossen Wiese wird Manaakis Brautschau eröffnet. Heidi & Gian, Manaakis Interessenten, lassen sich alles zeigen, haben einen Haufen Fragen und wir beide haben Freude, unseren herausgeputzten Manaaki präsentieren zu können.
Manaaki ist genauso, wie sie sich erhofft hatten. Besonders Heidi ist geradezu euphorisch, was Manaakis Ausstattung, Lebensgefühl und Design betrifft. Schon nach wenigen Minuten würde sie am liebsten grad so schon alles per Handschlag abmachen. Die kurze Probefahrt bestärkt beide nur mehr in ihrem Entschluss. Es scheint so, als wäre Manaakis Aufbrezeln ein voller Erfolg!

Auf der Terrasse wird zur «Nachbesprechung» Kaffee und Kuchen (leckere Rhabarberwähe!) serviert. Wir machen ab, dass wir alle vier am Dienstag zur Manaakis Kontrolluntersuchung dabei sind. Wir bereiten einen Vertrag vor und nach dem Ergebnis der Inspektion legen wir den Preis fest. Wir alle vier hoffen, dass es zum Schluss heisst: «Ohne Befund abgeschlossen»! Wir kommen uns vor, als wären wir bei guten alten Freunden zu einem fröhlichen Plausch eingeladen. Nur schwer trennen wir uns von den beiden, aber wir sehen uns am Dienstag ja schon wieder…
Von hier aus ist es bis zur anvisierten Kina Beach Campsite nicht mehr weit. Diese ist direkt am Meer gelegen, doch wie es oft bei diesen schönen Campsites so ist, sind die schönen Plätze bereits vergeben – es sind nur noch 2-3 übrig hinten in den Büschen.

«Gut, dann fahren wir zum nahegelegenen Mckee Memorial Reserve und versuchen dort unser Glück», meint Ma. «Wenn auch dieser ausgebucht ist, finden wir schon noch einen Platz.» Im Mckee Memorial Reserve hat es sehr viel Platz, keine 5 m vom Meer entfernt! Wir freuen uns über diesen perfekten Platz.
Nach dem Znacht geht’s noch los zu einem Spaziergang über den Campground. Im hinteren Teil des recht leeren und grosszügigen Campgrounds treffen wir auf Dennis in seinem kleinen, mobilen Märchenschloss. Als «Woodworker» hat er dieses transportable Tiny House von Grund auf selber gebaut und ist mehr als glücklich, darin seinen Lebensabend zu verbringen. Stolz zeigt er uns alles und berichtet, dass er in Kürze damit sogar über den Takaka Hill in die Golden Bay fahren will 😉
Wenn morgen früh zum Sonnenaufgang keine Wolken am Himmel zu sehen sind, geniessen wir unseren Kafi an der Beach. Wenn nicht, drehen wir uns nochmals rum.












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