Noch mit dem Zmorge Kafi im Becher gratulieren wir Ma’s Schwester Isabelle herzlichst zum Geburri. Sie und Stephan, Ma’s Schwager, sind erst vor wenigen Wochen aus ihren grossen Familienhaus in eine kleinere Wohnung umgezogen. Die Kinder sind gross und flügge geworden. So haben sie sich verkleinert und haben grosse Freude daran!

Beim heutigen «Blue Sky» Kaiserwetter machen sich noch so mache andere auf zum kleinen Pier der Pelorus Mail Boat Gesellschaft. Schon jetzt, am noch frühen Morgen, scheint die Tour mit dem Post-Schiff durch den puzzleartigen Marlborough Sounds ausgebucht zu sein. Zwischen all dem Englischen hören wir auch sofort die deutschen Töne heraus. Zwei von denen gehören zu Benny & Bernd. Die beiden sind zwar ursprünglich aus Deutschland, haben dann aber gut 20 Jahre in Kanada gelebt und sind nun seit 7 Jahren hier in Neuseeland sesshaft.
Das Meer in den weitverzweigten Marlborough Sounds ist jetzt nicht gerade spiegelglatt, aber ruhig genug, so dass Jo um seine «Seekrank-Medis» herumkommt. Alle an Bord des Postbootes geniessen sichtlich den sonnigen Tag. In einer Sternfahrt werden einige kleine Buchten angefahren, an denen auch so mancher Postsack deponiert wird. Wir sind nicht auf einem High Speed Boot unterwegs, trotzdem wird so manche Kappe vom Kopf geweht. Wir beide haben da heute Glück.
Zum Zmittag haben wir die Option «Selbstversorger» mit einem Besuch der Wilson Bay Farm gewählt. Ausser dass wir bei herrlichem Sonnenschein unsere Sandwiches direkt an einem Kieselstrand mit glasklarem Wasser geniessen können, gibt’s von Kelly auch noch viel Wissenswertes aus dem Farm-Alltag zu erfahren.
Wie schon anderswo in Neuseeland in gehört, lohnt sich auch hier das Scheren der Schafe nicht mehr. Trevor kann sich die Zeit nehmen, um all seine knapp 500 Schafe selbst zu scheren. Auch wenn ein professioneller Schafscherer nur 5 NZD pro Schaf berechnet, kommen da noch die Unterkunft, die Verpflegung und die An- und Abreise hinzu. So kommen schnell mehr als 3’000 NZD zusammen. Das Geld investieren sie doch lieber in einen Teil ihrer Solaranlage. Ihre Farm ist so ziemlich die Einzige, die nicht am öffentlichen Stromnetz angeschlossen ist. Früher ging es ganz ohne Strom, dann mit einem Dieselgenerator, dann wurde eine Waschmaschine als Generator mit Wasserantrieb umgebaut, jetzt kommt Solar zum Einsatz.
Am Zaun vor der Station reihen sich Schädel von Wildschweinen aneinander. Wildschweine sind auf ihrer Farm eine grosse Plage. In so manchem Jahr wurden bis zu 100 junge Lämmer Opfer dieser gefrässigen und aggressiven Allesfresser. Gegen eine wilde und hungrige Rotter Wildschweine helfen auch die wenigen Hunde der Farm nicht. Diese werden zum Treiben der Schafe genutzt, um sie hierher zur Schur zu bringen.

Während der Fahrt plaudert Bernd so manches Wort mit Jo. Beide sind sich einig, dass Kanada ein wundervolles Reiseland mit einer einmaligen Natur ist. Nachdem Jo ihm ein paar Buen Bilder zeigt, sagt Bernd, dass wir doch mal einen Haustausch machen können. Sie dürfen ja auch ihr Pensionärsleben geniessen und würden doch gern einmal für ein paar Wochen im Buen wohnen. «Ja warum eigentlich nicht?», meint Jo. Schnell werden Telefonnummer ausgetauscht. Und Papamoa Beach ist immer eine Reise wert.

Jetzt heisst es nur noch eine Stunde Autofahrt auf der sehr kurvigen Küstenstrasse, die uns nach Picton zu unserem letzten Campground hier auf der Südinsel führt. Hier waren wir zu Beginn unserer Reise auf der Südinsel und hier werden wir auch unsere Reise auf der eindrucksvollen Südinsel beschliessen.
Als wir im Campground beim Check am Tresen stehen, entwirrt die Landlady unsere Verwirrung. Ma möchte um einen weiteren Tag verlängern, da unsere Fähre am Montag, den 1. März geht. «Tomorrow, Sunday is the 1st of March», meint sie lächelnd dazu. Schlagartig ist der gordische Knoten entwirrt. JoMa sind seit ein paar Tagen etwas zeitlich verwirrt. Jedenfalls was die Wochentage und das Datum betrifft…
Zum Znacht verweilen wir mit Blick auf Pictons Yachthafen in Waikawa in einem gemütlichen Restaurant.

So endet in aller Geruhsamkeit unsere letzte Nacht auf der Südinsel. Morgen, mit Beginn des neuen Monats, geht’s für uns mit der Mittagsfähre zurück auf die Nordinsel. Auf Wiedersehen Südinsel. Du hast uns auch diesmal wieder mit deiner eindrücklichen Natur verzaubert 😍





































































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