So stürmisch wie der gestrige Tag zu Ende ging, so stürmisch geht’s auch gleich weiter. Vielleicht war es schon die ganze Nacht so? Schon recht früh am Morgen hockt sich Jo hinter Manaaki in den Windschatten, um etwas mit seinen Hausaufgaben voranzukommen. Nach einer Stunde ist er dann doch durchgeweht. Da hilft nur der Zmorge-Kafi zum Aufwärmen. Schön warm scheint die Sonne, als wir uns im stürmischen Wind zum Zmorge nach draussen setzen.

Wir fahren heute die Cape Palliser Road bis zum Ende, bis es nicht mehr weiter geht und wir am südlichsten Punkt der Nordinsel stehen. Hier wartet das Wahrzeichen der Umgebung nur darauf, von uns bestiegen zu werden. Statt im Zick-Zack geht’s schnurgerade 250 Treppenstufen steil hinauf. Oben am Cape Palliser Lighthouse angekommen, sehen wir vor uns die weite See. So haben wir nun auf beiden Inseln die jeweils südlichsten Punkte erleben dürfen. Hier am Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der Nordinsel, sind wir südlicher als der nördlichste Punkt der Südinsel 😁
Unter uns, in der Kirikiri Bay, sehen wir ein paar Seelöwen, wie sie sich fröhlich im Wasser tummeln. Die möchten wir noch von Nahem sehen und fahren dahin. Wir sehen nicht nur ein paar «Youngsters» im Wasser spielen, sondern auch eine ganze Kolonie, der an Land so trägen und im Wasser so wendig eleganten Tiere. Eine wahre Freunde, ihnen zusehen zu dürfen!
Jetzt geht’s erstmal die lange Küstenstrasse wieder retour. Ein Campground mit all inklusive wäre im Moment nicht schlecht. Da ist die letzten Tage so manches zu kurz gekommen… «In gut 1 ½ Std. ist einer, so eine ausgestattete Sardinenbüchse», meint Ma. Immerhin mit Strom, warmer Dusche und Waschküche. Doch die Enge eines Holiday Parks ist nach der Grosszügigkeit an Platz in der vergangenen Woche schon eine Umgewöhnung. «Es gibt noch einen etwas schöneren Campground, etwas weiter weg ohne «nixx», findet Ma während der Fahrt heraus. Klaro, für eine weitere Nacht geht das schon. Als es nur noch wenige Kilometer bis dorthin sind, findet Ma noch einen schöneren Platz: «Sogar mit Strom, Dusche und Laundry», ist sie ganz erfreut. «Ist aber noch etwas weiter weg.» «Den nehmen wir, wenn wir dort einen Platz finden», antwortet Manaakis Super-Duper-Driver.

Im kleinen Eketahuna Motor Camp angekommen, finden wir einen sonnigen Platz, so dass unser Solarpanel den Stromanschluss überflüssig macht.

Besonders Ma liebt diese kleinen etwas verschlafenen Campgrounds mit ihrem Charme der vergangenen Jahre. Sie sind zwar in der Infrastruktur meist altmodisch, aber in der Regel liebevoll gepflegt. Ausserdem hat es oft einen kleinen Kräutergarten vor der gut ausgerüsteten Camp-Küche – hier hat es sogar einen richtigen Garten mit frischem Salat und Tomaten! Die Dusche ist wunderbar grosszügig angelegt, schön heiss und mit genügend Wasserdruck, um bequem die Haare zu waschen. Hier lassen wir es uns für heute richtig gut gehen.
Morgen sehen wir dann weiter….




























Valentin Cesare gessler
Super meeresfoto
Mo
Ja, es war Prachtswetter: Blue Skye, Sonnenschein und schwarzer Sand bringen die Farben zum leuchten.