Die Warnung unserer Landlady bezüglich Schuh stehlender Wekas hat sich GsD als unbegründet erwiesen. Was auch möglicherweise daran liegt, dass nicht so viele JoMa-Schuhe vor der Türe liegengelassen wurden 😉
Dachten wir lange Zeit, dass es nur in den USA so ein labbeliges Brot gibt, braucht sich die Hausbäckerei der New World Supermarktkette diesbezüglich nicht zu verstecken.
Heute folgen wir grösstenteils dem HW6 entlang der Westküste. Die erste Beach-Wanderung fällt leider aus: Statt der angezeigten Beach sehen wir hier nur eine tosende Felsenküste. Dafür werden wir an der Rapahoe Beach steinreich: Statt einer schön sandigen Beach, wie wir es uns mit dem Namen Beach so vorstellen, rauschen die Wellen über einen dunklen, groben Kieselstrand. Interessant ist, dass all die Kiesel und Steine flach sind, so wie bei den Pancake Rocks.
Das uns schon bekannte Hokitika scheint sich in den vergangenen 10 Jahren ebenfalls noch mehr dem Tourismus ergeben zu haben. Eigentlich ist die Küstenstadt für ihren Jadeschmuck bekannt, doch auf der Hauptstrasse reihen sich Restis, Pubs, Bars und einige Fastfood Restaurants aneinander. Oder sind die Jadeläden vielleicht wegen des Feiertages alle geschlossen?
Möglicherweise finden wir bei der obligatorischen Strandwanderung einen schönen Jadestein, der sich zu bearbeiten lohnt?! Immer wieder bücken sich die beiden nach vermutlichen grünen Jadesteinen, doch dieses Glück ist ihnen heute nicht beschieden. 😢
Jo fragt sich, während er so am dunklen Strand entlang spaziert, wo wohl das ganze Schwemmholz herkommt. Selten haben JoMa einen Strand gesehen, an dem so viel Holz angeschwemmt wurde. Dieses Schwemmholz wird zum einen wegen der ständigen stürmischen Winde vom Meer angespült und zum anderen wegen der starken Regenfälle, die oberhalb in den Wäldern gelegene Bäume entwurzeln und diese dann durch die Flüsse ans Meer spülen.
Nach dem Strandspaziergang verspüren die beiden ein kleines Hüngerli. Doch statt eines (teuren) Snacks vor dem Znacht in Hokitika zu vertilgen, zieht es sie weiter zum recht nahgelegenen Lake Mahinapua Campground, wo ein Stellplatz für die Nacht reserviert ist. Kurz noch tanken und Öl kontrollieren und weiter geht die Fahrt zum nahegelegenen See.

Nach der DOC-Website sind auf dem grossen Campground noch genügend freie Plätze verfügbar. Sogar Hot Showers soll es haben! Bei näherer Betrachtung entpuppen sich die angepriesenen warmen Duschen sowie der gute Internet-Empfang jedoch als Trugschluss. Auch dass es noch genügend kuschelige Stellplätze haben sollte, ist eher eine Ansichtssache. Stimmt, mitten auf dem Präsentierteller sehen wir noch einen grossen Flecken grünen Rasens, der förmlich nach Campern lechzt.
Wir entscheiden uns doch lieber für einen kleinen Platz am Rand der Zufahrtsstrasse. Nicht gerade optimal ist unser Platz, aber für eine Nacht reicht er schon aus. Halbwegs eben und nah zu den Spülbecken und WCs.

Der See ist ein paar Schritte entfernt, aber lauschig und lädt zum Kajak fahren und Schwimmen ein. Wäre er etwas tiefer und weniger verschlammt am Ufer, wäre dies auch für Ma eine Option!

Hatten wir beim New World schon den Eindruck mit dem Ciabatta ein Kaugummibrot erstanden zu haben, so vertieft sich dieser Gummieindruck beim Zvieri noch um einiges.
Versuchen wir noch auf die höfliche Schweizer Art unseren Campnachbarn nicht zu sehr auf die Pelle zu rücken, so haben viele andere mit ihren kleinen Zelten kein Problem damit. Naja, gut dass wir da nicht schuld sind. Es ist deutlich zu merken, dass die Hochsaison beginnt. Im 5 min. Takt kommen immer noch weitere neue Camper hinzu. Obwohl wir gleich neben einer hochgewachsenen Wiese und Büschen stehen, kommen erstaunlich wenige dieser kleinen schwarzen blutsaugenden Sandflies auf uns zu geflogen. Gestern war das noch anders…


































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