Auch wenn hier noch nicht der grosse Run auf den Campground ausgebrochen ist, sind wir fast pünktlich wieder unterwegs. Heute geht’s in das schon bekannte Kaikoura. Sicherlich erinnert ihr euch daran, dass wir vor 10 Jahren bei unserem ersten Neuseeland-Besuch schon einmal hier waren: https://bielitzer.ch/nz-blog/2015/12/25/christmas-day/
Nach einer guten ½ Std. machen wir für heute mit Manaaki unsere erste «Bergtour» über den Redwood Pass. Wobei der Redwood Pass eigentlich gar nicht sehr hoch ist, sondern nur etwa 197 Höhenmeter über dem umliegenden Gelände, ein eher sanfter Übergang, der sich durch die Berge schlängelt. Dennoch bietet er eine spektakuläre Berglandschaft. Überraschenderweise sind die Hänge hier nicht mehr grün bewaldet oder mit Büschen bewachsen, sondern sind nur noch ausgedörrte, oft steile, Grashänge. Viel Regen wird hier in der Gegend nicht fallen…
Den Lake Grassmere, der zur Salzgewinnung dient, lassen wir links liegen. Ab jetzt fahren wir auf dem HW 1 immer der Küste entlang.

Am kleinen Karaka Lobster Café machen wir einen Halt, um die Aussicht und die Skulptur Spirit of Kaikoura zu bewundern. Diese Skulptur wurde von der Künstlerin Gail Ngātai geschaffen. Sie repräsentiert die lokalen Māori-Vorfahren und die Verbindung zur Natur. Die Skulptur ist ein markantes Wahrzeichen in der Region und ist weithin sichtbar. Leider schlägt Ma direkt vor der Skulptur einen kleinen, schmerzhaften Purzelbaum, der mit einem etwas lädierten Knie endet.
Am Ohau Point Lookout bewundern wir, wie so einige andere auch, die hier umherliegenden Seelöwen. Viele liegen so auf den Felsen, als hätte sie die Flut hier einfach angespült und liegen gelassen. Doch oha, sie sind auch an Land erstaunlich wendig und kletterfreudig. Es hat Kinderstuben, Kuhlen mit lauter Jungtieren, Bullen, die sich nur mühsam durch die „bissigen“ Weibchen den Weg an Land suchen müssen, „Teens“, die im Wasser rumtoben und Mütter, die sich mehr oder weniger liebevoll um ihren Nachwuchs kümmern.
Nach ein paar weiteren Kilometern sehen wir die ersten hohen und etwas wolkenverhangenen Berge, wobei wir trotzdem ganz oben weissen Schnee ausmachen können!

Im Kaikoura Holiday Park bekommen wir unseren Stellplatz gleich an einer hohen Thuja-Hecke, die uns vom Highway 1 abtrennt. Als Sichtschutz mag sie perfekt sein, als Lärmschutz völlig unbrauchbar. Zu nachtschlafender Zeit ist hoffentlich weniger Verkehr unterwegs. Ausser dass wir uns etwas in die Ecke «geklätscht» vorkommen, ist der Platz auch noch etwas abschüssig. Jo schaltet seinen «Campground-Sammel-Blick» ein und findet zwei grosse alte Auffahrrampen und eine alte blaue Holzpalette. Mit diesen Fundstücken wird die schiefe Ebene etwas kompensiert.

Heute bleibt zum Znacht die Manaaki-Küche kalt, wir lassen uns auswärts verwöhnen.
Nach dem Essen findet Ma später noch heraus, dass im Januar noch genau eine Bootstour mit Southern Secret im Doubtful Sound angeboten wird. 1 ½ Tage mit 1 Übernachtung an Bord. Kleines schuckeliges Boot mit max. 12 Passagieren. Wenn der Preis mit über 2’875 NZD = 1’300 CHF nicht so hoch wäre, wäre das genau unsere Kragenweite. Doch für das Geld können wir bestimmt auch noch etwas anderes erleben… Ausserdem meint Mo dazu: „Da war ich schon mal 😉„


























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