Wird Manaaki die „Pre-Sales-Inspection“ bestehen?

Veröffentlicht in: Neuseeland, Südinsel | 4

Bevor der gestrige Tag ganz zu Ende ging, fuhren plötzlich noch Regine & Andreas in der Cable Bay vor. Mit dem (reise-)lustigen Paar aus Grindelwald haben wir schon Anfang des Monats bei den Moeraki Boulders in der örtlichen Taverne einen unterhaltsamen Abend verbracht. Es ist ein überraschendes und fröhliches Wiedersehen!

Heute heisst es für Manaaki die «Pre-Sales-Inspection» zu bestehen. Als wir in der Bäckerei nah der Autogarage auf das Ergebnis warten, wird Heidi ganz hektisch. Ihre Rechtsanwältin hat anscheinend über unseren Kaufvertrag nur die Hände über den Kopf zusammengeschlagen. «Nur ja nicht die 50 % Anzahlung leisten», hat sie ihnen geraten. Sie würden nur ihr Geld loswerden und am Ende OHNE Manaaki dastehen. Heidi und auch Gion bestehen deshalb darauf, nicht mehr als 3’000 NDZ als Anzahlung zu überweisen. «Warten wir ab, was die Jungs von der Garage sagen, dann schauen wir weiter», meint Jo beschwichtigend dazu.

Nach einer knappen Stunde ist es dann so weit: Manaaki ist in einem allgemein guten Zustand! Und nirgends sei Rost zu sehen. Doch u.a. seien die Bremsbeläge vorne etwas abgenutzt und die etwas teureren Unterhaltsarbeiten wie Zahnriemen, Wasserpumpe und Kupplung sollten in naher Zukunft angegangen werden. Das ist Wasser auf Heidis mahlende Mühle… Jo macht mit 24’000 NZD einen Preisvorschlag. Angeboten war Manaaki mit knapp 29’000 NZD. Die 5’000 wären die ungefähren anstehenden Unterhaltskosten, die der Garagist für Heidi überschlagen hat. Weiter runter möchten wir uns nicht handeln lassen – wie wir von anderen Kiwis gehört haben, ist Manaaki wirklich seinen Preis wert!

Wir verabschieden uns ohne definitiven Entscheid. Wir alle lassen es uns durch den Kopf gehen, schlafen nach guter alter Tradition darüber und morgen wird ein Entscheid gefällt.

In Nelson finden JoMa im Baumarkt eine günstige Lichtlösung für Manaakis Innenraumbeleuchtung. Wegen des Überfallkommandos von gerade eben ist die Laune etwas gedämpft und entsprechend wird jetzt eine einfache und kostengünstige Lösung gesucht und gefunden.

 

Nach dem längst überfälligen «Häärlidieb»-Termin geht’s mit dem etwas geschorenen Jo auf dem Fahrersitz wieder Richtung Cable Bay. Mit der allein reisenden Daniela vom Bodensee bekommen wir nach zwei Tagen nun auch eine Nachbarin zur Rechten. Wie wir nun mal so sind, sollen Alleinreisende nicht Alleinessende zum Znacht sein 😃 Flugs lädt Jo sie zum Znacht ein!

Später am Abend kommt noch eine Nachricht von Heidi. Ihre anfängliche Euphorie scheint einer grossen Unsicherheit, gepaart mit Angst, gewichen zu sein. Der Wechsel des Zahnriemens (im Unterschied zu sonst überall auf der Welt wird dies in Neuseeland alle 100’000 km empfohlen – in Ma’s Augen eine völlige Geldmacherei…) und die etwas ausgeleierte Kupplung treiben beide regelrecht um. Ihr dringlicher Hinweis an uns ist, dies unbedingt SOFORT machen zu lassen. Nur so könnten wir beruhigt unsere Reise fortsetzen. Sie selber würden doch lieber weiter nach einem anderen passenden Van Ausschau halten, der mindestens wartungsgemäss den Zahnriemen gewechselt habe. Ma ist ziemlich sicher, dass bei den beiden ihre Vorstellung des Wunsch-Campers und ihr Budget noch weit auseinander liegen…

So heisst es für uns: Ausser Spesen leider nichts gewesen! Doch letztendlich ist dies bestimmt auch besser so. Irgendwie war das Bauchgefühl und das gegenseitige Vertrauen plötzlich nicht mehr so gut…

Dafür kommen wir mit dem fahrbaren Untersatz zu Hause ein Stück weiter: Wir haben einen tollen Toyota Hi-Lux Pickup in Aussicht! Eine kleine Wohnkabine, die auf seine Ladefläche gepackt werden kann, haben wir auch schon ins Auge gefasst. Weitere Infos folgen…

 

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. Lars Bielitzer

    Ja das mit dem Zahnriemen ist so eine Sache.
    Bei manchen VW Modellen sollte er bei 80.000
    Oder nach 5 Jahren getauscht werden.
    Die Dinger reißen meistens beim anmachen vom kalten Motor.
    Das mit dem Friseur habe ich gerade auch hinter mir.(Der Sommer kann kommen)
    Ansonsten ja eine Überwältigende Landschaft.
    Klasse Bilder.
    Und was ihr euch einen Aufwand mit dem Reisetagebuch macht alle Achtung.

  2. Daniel

    Die kennen euch beide nicht, und Jo‘s Haarschnitt war auf der Seite etwas zu kurz, Punky. :-), In der CH fährt (der Amdener) kein Grosswaagen mehr wie der Toyota Hi-Lux Pickup. Ich habe mein Porsche auch mit einem Suzuki Ignis 4×4 ersetzt. Weniger 1 Tonne! Liebe Grüsse Dani

    • Mo

      Immerhin nicht VoKuHiLa, wie es insbesondere in Australien gerade wieder „in“ ist 😂
      Der Toyota Hi-Lux wird unser nächstes Reisemobil für Europa – da kommt noch eine kleine Wohnkabine drauf…
      Wir freuen uns, euch bald wieder zu sehen!

      • Daniel

        Janine‘s Freund (Töchterchen) hat auch so ein Wohnteil Teil auf seinem Ford Raptor Pick-up und Markus Steinrisser würde mit seinem Toyota Pick-up ein Biwak einrichten. Wir sind bereit für ein Convoy. 😁 🛻⛺️⛱️

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