Am heutigen letzten Reisetag passiert nicht mehr viel. Er beginnt so, wie er endet: Mit einem schmackhaften Essen. War es am Morgen das schon bekannte Zmorge, ist es jetzt am Abend ein kleines japanisches Restaurant was uns verwöhnt.
Nach dem ersten Essen des Tages beginnen wir damit, unsere sieben Sachen der letzten Jahre zusammenzupacken. Die liebe Penny hat sogar eine kleine handliche Gepäckwaage, die sie uns ausleihen kann. Wie sollte es auch anders sein, wir dürfen da noch etwas an Gepäck zulegen. So dürfen dann auch die liebgewonnene Thermosflasche und die tollen Thermobecher mit nach Hause nehmen. Das sollte auf jeden Fall noch gehen.
Penny musste zur Hochzeit ihrer Tochter in Südafrika ihr Gepäck aus Sicherheitsgründen einchecken und hat auch noch ein paar Kleider von weiteren Hochzeitsgästen mit nach Hause nach Neuseeland genommen. Schliesslich hatte ihr Koffer 1 kg Übergewicht und sie durfte dafür zum Schluss auch noch 95 NZD dazu bezahlen. Hoffen wir, dass uns das nicht auch noch blüht.
Nach dem kurzen Gang zum Supermarkt sehen wir, dass wir aus Versehen unsere Zimmertür offengelassen haben. Ziggy, der kleine Hund, hat es sich schön in der Sonne liegend auf unserem Bett gemütlich gemacht. Wir glauben nicht, dass er ein schlechtes Gewissen hat, auch wenn es so aussieht.
Penny, unsere Landlady, bekommt am Nachmittag Besuch von einer langjährigen Freundin. Da es auch heute ein sonnig warmer Tag ist, darf dieser Besuch auch entsprechend mit einem Gin & Tonic gewürdigt werden. Wir werden auch herzlich in die Runde eingeladen. Die Drink-Zutaten werden mit Augenmass zusammengegossen, was ihn doch um einiges intensiver macht, als wir es in Erinnerung haben. «Wie lange haben wir auf einen solchen Drink verzichtet? Lange», denken wir uns beim Anstossen.
Leider sind wir mit unseren Reisetagebuch-Hausaufgaben nicht fertig geworden, als wir uns zum kleinen japanischen Restaurant hier im Viertel aufmachen. Hier überlegen wir uns, welchen Namen wir unserem zukünftigen japanischen Auto geben sollen. Unser geliebter kleiner BMW hiess Silberpfeil, der erste 4×4 Golf tauften wir wegen seiner asiatischen Schriftzeichen auf den Namen Grüner Drache. Wie wäre es denn mit Manato? Dies steht in japanisch für wahres Herz, das die Aufrichtigkeit widerspiegelt. Der recht seltene Name wird in Japan für seinen eigenen Charme und seiner bedeutungsvollen und eleganten Art geschätzt. Er wirkt modern und bewahrt gleichzeitig die Verbindung zur japanischen Kultur und Tradition. Hmmmh. Ma ist noch nicht so ganz überzeugt…
Morgen ist Abreisetag. Die Reisetaschen sind gepackt, der Wagen zum Flughafen bestellt. Somit können wir den Tag ohne Eile und Hetze beginnen. Schliesslich werden die nächsten 48 Stunden noch anstrengend und lang genug.









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