Walk-Through Redwood Tree

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Heute ging es dann den Highway 101 gen Norden. Das ist der grosse Bruder vom Highway 1 der jedoch im Gegensatz zum kleinen Bruder im Süden von Kalifornien mehr im Landesinneren als an der Küste entlanggeht. Hier im Norden gibt es nur noch den 101 an der Küste. Schön für uns alle, dass es nicht so viel Verkehr hat und wir in Martha gemütlich cruisen können. Heute sollte es eine eher kurze Fahrt zum nächsten Ziel sein da wir bei der Standish-Hickey State Recreation Area schon so gut wie vor der Haustüre waren. Von hier aus ging es dann dahin, wo die RICHTIG grossen Bäume wohnen…

 

Wir fuhren aber zuerst nochmals ein paar Meilen zurück, bogen bei Leggett rechts ab und standen dann auch schon plötzlich vor dem Chandelier Drive-thru Tree. Mit unserer Martha war das natürlich nixx mit Drive-thru… Wir parkierten dann auch schön auf einem Parkplatz und JoMa spazierten dann mal durch den „JoMa Walk-thru Tree“.

  • Chandelier Drive-thru Tree, Leggett
    Chandelier Drive-thru Tree, Leggett

Dieser Gigant ist alt (Schätzungen gehen bis zu 2’400 Jahre) und so mächtig, dass man 1931 durch seinen Stamm einen Durchbruch machte, durch den man mit einem Auto fahren kann. Auch sonst sind hier in Leggett einige der dicken Kaventsmänner beheimatet. Und hinter dem Drive-Through Tree, gleich der Drive-Through Gift Shop 😉

In Garberville ging es raus, da wir noch einkaufen wollten und JoMa Lust auf einen Kafi hatten. Das mit dem go Poschte hat auch gut geklappt, das mit dem Kafi eher nicht. Das angestrebte Café hatte geschlossen und ein anderes sah jetzt nicht so einladend aus, dass sich JoMa mit ihren beiden Arbeitsgeräten dort ausbreiten wollten. Jo hatte die Idee mit der Libary (Stadtbücherei) – hier gibt es doch immer kostenloses WiFi. Gesagt, getan. Zu Anfangs sassen die beiden direkt vorne im zugigen Eingang, da die Türe immer offen stand. Scheint noch ein Überbleibsel aus der Pandemie zu sein. Nach einigen frostigen Minuten zogen die beiden weiter nach hinten, wo es wenigstens etwas gemütlicher war. Hier konnten die beiden dann arbeiten. Die freien Plätze waren immer heiss begehrt. Unsere Nachbarnin schauten entweder irgendwelche Kochvideos eines Chinesen, der Burger, Reis und Nudeln virtuos zubereitete um es dann später laut schmatzend zu verschlingen. Wie ihr euch denken könnt, konnte man sich sehr gut hinter seinem Bauchumfang verstecken. Ein anderer Nachbar spielte schon die ganze Zeit online Casino. Irgendwelche elektronische einarmige Banditen, die ab und an klingelten, wenn wieder etwas gewonnen wurde. So war es eine Geräuschkulisse, die nicht ganz so ausgewogen war… Ausserdem frugen sich die beiden, wer so etwas braucht, wenn sie/er der auf Reise ist. Denn das waren die beiden Nachbarn offensichtlich. Ma hatte Büroarbeit und Jo widmete sich dem Reisetagebuch. Zum Schluss arbeitenden beide noch gemeinsam an einem Reisebucheintrag.

Auch wenn wir eher gemütlich unterwegs sind, ist das Navi, sprich Maps.me, manchmal noch gemütlicher unterwegs. Daher sind wir auch heute, wie auch schon öfters, an der eigentlichen Ausfahrt gemütlich vorbeigefahren. So haben wir eine kleine Extrarunde gedreht. JoMa kamen sich wie auf dem «Forgotten Highway» in Neuseeland vor. Alles in allem war die Extrarunde nicht so arg, weil es eine schöne Strecke war und wir nicht in Eile waren.

  • "Forgotten Highway"
    "Forgotten Highway"

Von hier aus ging es noch ein kleines Stück auf dem Highway weiter, bis wir an auf die Avenue of the Giants abbogen. Plötzlich wurde es schlagartig dunkel um uns herum. Die hohen Bäume mit all ihrem Blattwerk verdunkelten alles um sie herum. «So muss es im Urwald sein» fällt Jo nur dazu ein…

Die Avenue schlängelt sich gemütlich dahin, bis wir dann im Humbold Redwood State Park beim Visitor Center des Burlington Campgrounds ankamen. Ma stand so lange beim Eingang, dass Jo schon bedenken hatte, dass etwas schiefgelaufen sein könnte. Doch es war alles in bester Ordnung. Ma wurde nur erklärt, dass am Sonntag hier der Redwood Marathon vorbeigeht und daher die Strasse ab spätestens 8 Uhr bis so gegen 15 Uhr gesperrt ist. Es heisst also, dass wir schon vor der Sperrung um 8 Uhr schon on the road again sein müssen, oder den Sonntag hier auch noch in aller Gemütlichkeit geniessen dürfen… Schauen wir uns das erst einmal hier alles an, wurde entschieden.

Nach dem Znacht wurde Jo von Lorenz, einen jungen 24-jährigen Traveller aus der Gegend zwischen Augsburg und München, der hier mit dem Velo unterwegs ist, angesprochen. Die Marke Orthrovox von Jo’s Jacke sei nicht ganz so US like… Lorenz ist den ganzen Winter über in Kanada zum Skitouren und Eisklettern gewesen und nun seit einiger Zeit hier in den USA mit dem Drahtesel unterwegs. So kamen die beiden ins Gesprä, mit dem Ergebnis, dass Jo Lorenz morgen vor seiner Weiterfahrt in Martha auf eine Tasse Kafi eingeladen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

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