Verschlafener, kleiner Fischerort Port Neill

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Als Ma ihre Augen aufschlägt, ist sie ein wenig meckerig: «Die Sonne scheint mir ins Gesicht und mir wird warm!» Jo scheint dies ein kleines Luxusproblem zu sein. Lieber Sonne und warm, als Regen, Wind und Kälte. Wobei er gestern Abend noch meinte, dass wir während unserer gesamten Australienreise noch keinen richtigen Sommer hatten und es doch so langsam mal wärmer werden könnte. Schön, dass wir quer zur Sonne und alleine hier am Platz stehen und es heute wundersamerweise völlig windstill ist.

Unser zweiter Garagentermin ist um 13 Uhr, wiederum bei Rocket Repairs in Port Lincoln. Der Brauseschlauch hat zwei kleine Leckagen, so dass Jo ausser sich selbst, auch gleich dem ganzen Badzimmer eine Duschi gönnt. Brad wird es später richten und zwei neue Gummidichtungen einsetzen. In aller Gemütlichkeit werden Kafi und Zmorge zubereitet.

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Gestern hat Jo noch ein paar Anfragen bei Autogaragen für dem Roadworthy-Test rausgeschickt. Die erste Antwort ist schon wieder sehr ernüchternd. Sie sind bis Ende November ausgebucht. «Oh nein, fängt das schon wieder an», ist Ma’s Reaktion, als sie die Nachricht von Jo hört. Wir bekommen zwei Empfehlungen von weiteren Garagen, die es vielleicht machen könnten. Jetzt laufen die Telefone heiss. Erschwerend kommt hinzu, dass wir mit unseren internationalen Telefonnummern mit der Schweizer Vorwahl anrufen müssen. Dass klappt erstens nicht immer gut und wenn dann nur ein Beantworter kommt, bekommen wir auch nie einen Rückruf… Die eine empfohlene Garage bietet den Roadworthy-Test nicht mehr an, aber wir bekommen wieder zwei Empfehlungen.

Währenddessen kämpft sich Jo durch eine Website durch. Als er mehrmals in einer scheinbaren Endlosschleife landet, findet er GsD die passende Telefonnummer, nicht die kostenlose Hotline Nummer. Endlich, nach 2 Anläufen, klappt es auch. YEP, sie haben einen Termin am 22.10. frei und machen auch alle erforderlichen Arbeiten. ENDLICH ist dies in trockenen Tüchern. Bleibt nur zu hoffen, dass Eneli auch schlank und fix durch den Test flutscht und wir nicht noch weitere Reparaturen ausführen müssen. Was wieder ein schwieriges Terminunterfangen werden könnte…

Mittlerweile ist es Mittag und wir machen uns abfahrbereit. Ma ist über Jo’s Lässigkeit, was sein Betriebssystem-Update betrifft, doch sehr erstaunt. Während ihr bei diesem Wort schon Sorgenfalten auf ihrer schönen Denkerstirn entstehen, nimmt es Jo doch sehr gelassen. Als wir abfahren, ist das Update noch nicht durch. Jo klappt sein Kischtli einfach zu und gut ist.

Beim heutigen Garagen-Termin klappt’s wie am Schnürchen. Schon eine Stunde später werden wir nochmals um 320 AUD ärmer und an Erfahrung zu unserem Getriebeöl reicher. Die Wartezeit konnten wir uns im benachbarten Fisch-Restaurant-Café kurzweilig vertreiben. Die knappen 90 km bis Port Neill bringen wir mit Eneli nun um so besser hinter uns.

 

In Port Neill im Campground angekommen sehen wir, dass das Büro nur von 9-11 Uhr geöffnet ist. Die Online-Buchung erfordert ein gutes Nervenkostüm und wieder einmal eine Registrierung mit Passwort für nix…

Wie auch der erste Eindruck von der kleinen Ortschaft ist, so ist auch der Eindruck vom Campground: Leer! Mit uns gibt es nur noch einen anderen Camper hier am Platz. Alle anderen scheinen «Permanente» zu sein, die hier ein kleines «Beachhouse» haben. Da uns niemand im Büro einen Platz zuweisen konnte, suchen uns einen schönen, ebenen Platz aus. Doch kaum sind wir geparkt, kommt ein Paar mit Wohnwagen an und hat ausgerechnet diesen Platz gebucht. Mittlerweile hat Ma ein E-Mail bekommen durch die Online-Buchung, in der uns der non-powered Platz 1 zugewiesen wird. Dort in der Wiese am Eingang sind wir die einzigen.

Ein 3 km Rundweg entlang der Beach und um die kleine Halbinsel zu zwei weiteren schönen Stränden rundet für uns den Nachmittag ab. Auch hier sind wir allein unterwegs.

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Unser Znacht geniessen wir mit den letzten Sonnenstrahlen. Kaum ist die Sonne untergegangen, treibt uns ein kühler Wind auch schon wieder rein in Enelis Bauch.

Morgen gibt’s wieder eine längere Strecke zu fahren, da heisst es früh raus aus den Federn…

 

 

 

 

 

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