Flat Tire

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Wie angedacht, fahren wir zum Zoom-Meeting aus dem Park hinaus nach West Yellowstone. Wir staunen, wie viele Autos sich bereits beim Parkeingang in der Gegenrichtung stauen.

In West Yellowstone können wir gleichzeitig auch noch eine Wäsche machen und eine Dusche nehmen. Ausserdem hat Ma noch einen Haufen zu arbeiten. Das hat heute nach dem Zoom-Meeting Vorrang.

Als Ma meint, das Wichtigste geschafft zu haben, ist noch eine Tankfüllung angesagt. Ausserdem wollen wir mal nach dem Reifendruck schauen. Hinten rechts haben wir schon länger gemeint, es hätte etwas wenig Luft drin. Beim Prüfen des Reifendrucks ist Jo GsD aufgefallen dass es ein LOCH im Reifen hat! Ma recherchiert ganz schnell, dass es in 2 Minuten Entfernung eine Reifenwerkstatt hat. Uff, dort kann das Loch «patched» bzw. repariert werden. So sitzen wir hier bei „pointS Yellowstone“ und warten, dass das Loch im Reifen repariert wird. Wir sind uns seit Anfang der Reise bewusst, dass die Reifen bald gewechselt werden sollten. Nun entschliessen wir uns, dies hier zu machen. Wir bestellen 4 neue Finkli für Martha. Diese werden am Donnerstag geliefert und können dann auch montiert werden. Bis dann werden die alten und der geflickte Pneu schon noch halten. So muss aber alles um einen Tag verschoben werden und wir müssen uns noch eine zusätzliche Unterkunft für eine Nacht suchen… Wieder einmal sehen wir, wie fragil so manche Planung ist. Es beginnt die Hochsaison und somit sind viele Plätze, egal ob normale Campingplätze, State Parks oder direkt in den Nationalparks bereits ausgebucht bzw. können jeweils für die direkt anschliessenden Tage nicht reserviert werden und sind nur auf first-come-first-serve Basis (vielleicht) verfügbar – bei diesen Plätzen sollte man möglichst schon morgens früh da sein, was aber in unserem Fall jetzt nicht möglich ist. So wird es schwieriger und schwieriger, um von jetzt auf gleich einen Stellplatz zu finden.

Doch erst einmal muss Ma mit ihrer Arbeit weitermachen. So ziehen wir von der Werkstatt in die örtliche Bücherei um. In diesen öffentlichen Bibliotheken ist man vollkommen auf solche Touristen, wie JoMa es sind, eingerichtet. Es gibt ein kostenloses und sogar Passwort-geschütztes WLAN und immer Tische mit Stromanschluss. Selbst nach Ende der Öffnungszeiten können JoMa das WLAN auf der Bank vor der Türe noch weiter nutzen.

Zurück im Campground fragt Ma direkt dort nach, ob es vielleicht möglich wäre, noch eine weitere Nacht zu bleiben. Unsere Geschichte mit dem «Flat Tire» erweicht die Parkrangerin – trotz «Campground Full» macht sie das Unmögliche möglich und schiebt die Reservationen so lange am Compi herum, bis irgendwie für uns doch noch ein Plätzchen frei wird für eine weitere Nacht. Ein herzliches Danke dafür!

Jetzt am Abend sind wir alle etwas ausgepowert. Solche ad-hoc Änderungen zerren manchmal schon ganz schön an den Nerven!

 

 

 

 

 

  1. Elke

    Wow, eben habe ich mich in euren unterhaltsamen Blog vertieft. Da habt ihr ja bereits in den letzten Monaten enorm viel erlebt und gesehen.
    Weiterhin viel Spass. So toll.
    Ich beschäftige mich weiterhin mit den schweizer Vögelis auf verschiedenen Exkursionen. Wenn ihr also ein spannendes Exemplar auf eurer Reise sichtet, dann freue ich mich über ein Föteli.

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