Nur gut, dass wir hier keinen Zeitdruck zum Check-out haben. Geruhsam krabbeln wir aus dem Heihabettchen. Wie schon gestern plätschern immer wieder kurze, schwere Regenschauer übers Land. Das macht nicht gerade Lust auf ein grosses Outdoor-Abenteuer. Laut dem Wetterbericht sollte es über den Tag etwas besser werden. Warten wir’s ab!
Schon seit einiger Zeit steht für heute ein komischer Eintrag in unserem Reisekalender: «3. März 23.55-01.05 Wellington, totale Mondfinsternis». Natürlich wollen wir dieses Naturereignis miterleben, wenn es denn die Wolken am Nachthimmel zulassen. Hier sind wir nun mal im Umkreis von Wellington und haben auch eine freie Rundumsicht auf den Sternenhimmel – und ausserdem kein Streulicht von einer Ortschaft oder Stadt. Der Platz ist gut, wir haben Strom und auch sonst fast alles. Also verlängern wir um einen weiteren Tag 😄
Mittags, als das Wetter auch wirklich besser wird, machen wir uns auf eine Wanderung im Kaitoke Regional Park. Rivendell / Bruchtal ist unser Ziel. Wir nehmen den längeren Weg, schliesslich sind wir schon seit 2 Tagen etwas bewegungsarm. Der Pakuratahi River, welcher hier in der Nähe vorbeifliesst, scheint im Sommer ein tolles Badeparadies zu sein. Heute fliesst er wegen der Regenfälle der letzten Tage schon recht schnell und trüb unter uns hindurch.
Wir nähern uns Rivendell, dem Ort an dem die Elben zu Hause sind. Dieser kleine, für uns nicht gerade spektakuläre Ort ist für Liebhaber der «Herr der Ringe» Trilogie ein magischer Ort. Ein ehemaliger Mitarbeiter vom Filmset, der an den Filmen 4 Jahre lang mit drehte, macht hier gerade eine kleine Führung.

Insgesamt bewegen wir uns heute mehr als die letzten Tage zusammen – und der Wettergott ist auch gnädig mit uns. Jedenfalls genauso lange, bis wir wieder vor unserem kleinen mobilen Wohnhaus stehen. Ob das mit der Mondfinsternis was wird, sehen oder sehen wir nicht, wenn es so weit ist.
Manaakis Online-Inserate in den verschiedenen Verkaufsplattformen zu pushen, ist nicht ganz so einfach. Facebook ist, was das betrifft, ein schwarzes Loch, gelinde gesagt, etwas undurchsichtig. Ma kämpft sich nach bestem Wissen und Gewissen durch.
Mittlerweile ist es draussen wieder nass, finster und grau. Man könnte schon sagen, dass es die letzten 2 ½ Tage fast ununterbrochen geregnet hat…
Als wir aus den Fenstern nach draussen in den wolkenverhangenen Nachthimmel schauen, fehlt nicht mehr viel bis Mitternacht. Wenn jetzt nicht blitzartig der Himmel aufklart – und danach sieht es leider überhaupt nicht aus – wird das mit dem nächtlichen Naturereignis der Mondfinsternis leider nichts werden. Wir sind froh, etwas Ähnliches am 8. April vor 2 Jahren in Mexiko erlebt haben zu dürfen.
Müde und doch etwas traurig, diese Mondfinsternis nicht miterleben zu können, schliessen wir für heute unsere Äuglein kurz vor Mitternacht.























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