Shekinah Farm: Genussvoller Sommer-Sonnentag

Veröffentlicht in: Neuseeland, Nordinsel | 0

Für uns noch recht früh am Morgen – es ist schon halb 9 – schauen wir zum ersten einmal aus Manaaki raus und sehen noch den Morgennebel über dem Tal unter uns. Ein Anblick, wie wir ihn bisher auf unserer gesamten Reise noch nicht erleben durften.

Noch liegen Nebelbänke über der Landschaft am Waikato River
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Anita, unsere Landlady, verabschiedet sich von uns. Sie muss in die Stadt etwas erledigen, aber wir dürfen den Tag hier noch in aller Ruhe geniessen, bevor es uns weiterziehen wird. «Hier haben wir alles, was wir uns wünschen. Bleiben wir doch noch einen weiteren Tag hier», finden JoMa im Laufe des Morgens raus. So wird Anita überrascht sein, uns am Abend wieder zu sehen…

Mittlerweile ist es Mittag und wir sind die einzigen, ausser den Rindlis auf der Weide, die sich hier verweilen. Obwohl Morgen mit dem 21. März hier der Herbst eingeläutet wird, kommen wir uns vor, wie im Hochsommer ☀️

«Da kann man mal froh sein, wenn sie kurz hinter einer Wolke verschwindet», stöhnt Ma so manches Mal. Mit diesem Satz ist niemand anderes gemeint als die Sonne, die hoch am Himmel steht. Neben uns rascheln so manche Bäume im Wind, doch hier oben scheinen diese Windböen an uns vorbeizugehen. Immer weiter verkriechen wir uns in den Schatten unter dem Vordach der Terrasse, auf der wir sitzen…

Die Sache mit Heidi scheint sich auch etwas entspannt zu haben. Sie hatte mein Angebot so aufgefasst, als wäre die Bieterschlacht nochmals eröffnet worden. Jo erklärt den Sachverhalt und nun warten wir ab…

Der für uns wunderbare sonnige Herbst mit seinen warmen Temperaturen erweist sich für die Landwirtschaft als grosse Herausforderung. Schon seit Wochen hat es nicht mehr geregnet; die Felder und Wiesen sind trocken und das Gras ist dürr statt saftig grün. Selbst die Rindlis suchen die Schatten spendenden Bäume auf, um sich dort niederzulassen.

Um uns wenigstens etwas zu bewegen, machen wir einen kurzen Spaziergang ums Karree, bis zum Nachbarn, der gerade nach Hause kommt und seine Schafe und die drei Kühe auf eine andere Weide bringt. Mit ihm halten wir einen kurzen Schwatz. Er ist als kleiner Handwerker selbständig und profitiert eigentlich von der immer grösser werdenden Stadt Auckland. Aber auch hier ist es, wie überall auf der Welt, wenn Städte immer grösser werden: Die Infrastruktur der Strassen leidet durch den grösseren und dichter werdenden Autoverkehr, die Luftverschmutzung nimmt zu und die Grund- und Bodenpreise steigen ins Unermessliche. Er könnte es sich heute nicht mehr leisten auch nur noch 1 Arcre Land dazu zu kaufen.

Ausserdem gäbe es immer wieder Gerede, dass Neuseeland ein weiterer Bundesstaat Australiens wird. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von Australien scheint immer mehr zuzunehmen. Noch geniesst er den Ort, an dem sie alle hier leben und er hofft, dass es doch noch einige Zeit so bleiben wird.

Peggy, Anitas Partnerin, klärt uns auf, dass die beiden eine nette «Freitagstradition» haben: So gegen sechs/halb sieben fahren sie ins kleine Kereru Korner Café. Dort gibt’s freitags immer einfache, feine Gerichte. Nachdem wir unsere Bestellungen aufgegeben haben, machen wir eine Runde durch die hinter dem Haus gelegenen Volieren, in denen verschiedene Papageien, Sittiche, Kakadus und so manch andere Vögel ein liebevolles Zuhause gefunden haben.

Wie zu sehen ist dreht sich Im kleinen Kereru Korner alles um Papageien!
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Unsere beiden Landlaydies haben uns nicht zu viel versprochen: Das Essen ist fein und liebevoll zubereitet. Wir lassen es uns schmecken und sind bald so satt, dass leider für ein Dessert kein Platz mehr im Bauch ist 😉

 

 

 

 

 

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