Landluft mit Weitblick

Veröffentlicht in: Neuseeland, Nordinsel | 0

Heute Morgen ist es eher bedeckt und kühl, das richtige Wetter für Jo, eine «Open Air Kaltduschi» zu nehmen. Doch da hat er die Rechnung ohne das (sehr) kalte Wasser gemacht. «Yep, sie war schon SEHR erfrischend», kommt er mit klappernden Zähnen zu Ma zurück, um sich um den heissen Zmorge-Kafi zu kümmern.

Als wir uns von unseren jungen Nachbarn Christian & Eric aus Dortmund verabschieden, bietet Jo unseren Stellplatz einem anderen Paar an, von dem er annimmt, sie schon gestern Abend mal hier gesehen zu haben. Und richtig! Sie haben spät nachts neben uns geparkt und waren früh morgens schon wieder weg. Sie erzählen, dass sie während der Nacht von einer Security, nach ausgestellter Busse von 400 NZD des Platzes verwiesen wurden! Nun wollen sie sich eine schlaue Ausrede einfallen lassen, warum sie dort verbotenerweise genächtigt hätten. Aber so, wie wir Benny gestern Abend verstanden haben, ist dies ihrem Sohn, wirklich unabsichtlich passiert, als er Nachtfischen ging. Auch er wurde mit einer entsprechenden Busse beglückt…

Statt an die Strände der Coromandel Peninsula zieht es uns heute eher in Richtung Inselmitte. Bei Mt. Manganui sind doch Anfang des Jahres nach den schweren stürmischen Regenfällen schlimme Erdrutsche niedergegangen. Ein paar Strassen sind immer noch gesperrt. Wir machen uns lieber jetzt schon auf in Richtung Auckland, um uns die nächsten Tage noch weiter mit Manaakis Verkauf zu befassen.

Früher als gedacht fahren wir bei Anita in der Shekina Farm vor. Die Farm liegt auf einem Hügel zwischen Hamilton und Auckland mit wundervollem Weitblick auf den Waikato River und die weite Landschaft.

Noch sind wir die einzigen Gäste und dürfen uns unseren Stellplatz aussuchen. Wobei die Auswahl wegen der Schräglage am Hügel sehr begrenzt ist. Wir stellen Manaaki vor der Gerümpel-Scheune ab und dürfen unseren Z’Vieri-Snack mit Aussicht auf der Terrasse einer Cabin vertilgen.

Hä? 100 fahren auf der Gravelroad? Wir sind weder verrückt noch Rennfahrer...
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In unseren müden, alten Knochen merken wir, dass uns die anstrengenden und ernüchternden Verkaufsaktivitäten der letzten Tage doch sehr mitgenommen haben. Immer wieder von vorne anzufangen ist schon sehr mühselig. Dazu noch Heidis doch recht unverschämtes Angebot, was uns regelrecht wütend gemacht hat. Nach einmal drüber schlafen ist der Zorn zwar verflogen, aber trotzdem gibt es eine sehr bestimmte Abfuhr.

Während Ma etwas Augenpflege betreibt und sich ausruht, kommt Jo seiner liegengebliebenen Arbeit nach. Neugierig kommen ein paar Rindlis hinterm Weidezaun hervor, um sich am etwas dürren Gras gütlich zu tun. Und wie es mit Rindlis so ist, kommt auch gleich die frische Landluft mit daher…

Vom lauten Zirpen der Grillen und dem Muhen der Rindlis umgeben, sitzen wir bis die Sonne untergeht auf der Terrasse, arbeiten vor uns hin und lassen uns so nebenbei herrlichen Weitblick verwöhnen.

 

 

 

 

 

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