Als wir uns in unserem grossen Bett noch einmal rumdrehen, fährt die «g’schaffigi» Penny schon ins Büro. Die beiden Jungs Seb & Jasper, beide in ihren Schuluniformen, sind auch bald startklar, als Jay uns den ersten Kafi anbietet. Im Sportler-Velodress mit seinem Rucksack auf dem Rücken, in dem er seine «Arbeitskleidung» und den Laptop verstaut, macht er sich dann auf seine Bike to Work Tour an die Uni Auckland.
Unsere Reste der Bolognese-Sauce sollten auch für 6 hungrige Mäuler reichen. Wir offerieren, uns heute um das Znacht zu kümmern. Vom gesamten Haushalt bleibt tagsüber einzig Molly mit uns zurück. Etwas aufgeregt wegen der fremden Menschen zappelt sie etwas im Haus umher. Raus in den Garten, die Nachbarskatze in ihre Schranken weisen, wieder rein und das Ganze noch mehrmals. Die morgendlichen Temperaturen sind recht kühl und im Haus ist noch keine Heizung an. Wozu auch, wenn alle den ganzen Tag über ausser Haus sind. So frösteln wir noch etwas am Morgen, aber durch den Tag wird es merklich wärmer. Während Ma sich ihrer Arbeit widmet, widmet Jo sich nochmals seinem Gepäck in Manaaki. Schliesslich ist morgen die Übergabe an Steve.
Heute Nachmittag hat Jo einen Zahnarzt-Termin vereinbart bei Mike, einem von Jay empfohlenen Zahni. Bis zur Mikes etwas unscheinbare Praxis geht’s durch die hügeligen Vororte Aucklands, was mit Manaaki schon eine gewisse Herausforderung ist. Mikes Praxis scheint in «Little Chinatown» zu liegen. Zunehmend sind die Geschäfte mit chinesischen Schriftzeichen angeschrieben und wir sind die einzigen nicht asiatischen Wartenden in Mikes Praxis. Nach dem üblichen Papierkram geht’s auch schon bald los. Mike kann Jo beruhigen, dass es nicht so schlimm ist, wie Jo befürchtet hat.

Doch bevor er sich Jos Backenzahn widmet, tauschen beide gegenseitige Ferienerinnerungen aus. Mike ist gebürtig aus Xian, der Stadt die JoMa vor gut 12 Jahren wegen der weltweit einzigartigen Terracotta-Armee besucht haben. Mike erzählt Jo von seinen Ferien in der Schweiz, welche Ortschaften und Berge er per Seilbahn besucht hat. Da dürfen Matterhorn und Jungfraujoch natürlich nicht fehlen. Das ist für beide ein Heidenspass, was sie sich zu erzählen haben.

Aber Jo ist ja nicht fürs Geschichtenerzählen da – und schon widmet sich Mike fachmännisch Jos Backenzahn. Ohne viel Aufwand ist er schnell mit seiner Arbeit fertig und kann Jo beruhigt aus dem Zahnarztstuhl entlassen. JoMa sind froh, dass es so rassig ging, denn noch hat der Berufsverkehr nicht ganz begonnen.
Auf demselben Weg geht’s wieder retour. Als wir wieder zurück sind, sind Seb und Jasper schon aus der Schule zurück. Das Wetter ist besser als gedacht (KEIN Regen); so fängt auch Ma schon einmal an, ihre Sachen zu packen.

Ein gemeinschaftliches Znacht in fröhlicher Runde beschliesst den Abend mit unserer Gastgeberfamilie.
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