Da uns Anita ja schon gestern nicht rauswerfen wollte, bleiben wir auch gleich bis zum Zmittag, jedenfalls was die Zeit betrifft. Wir dürfen natürlich auch nicht eher fort, ohne uns ins Gästebuch einzutragen und Anita versprechen, dass wir ihr ein paar Fotos von unserem kleinen Buen zu schicken. Penny möchte doch bestimmt auch wissen, wie und wo wir so leben…
Wie ihr euch erinnert, gab es bei der letzten Tankstelle eine lange Schlange; heute als es keine solche Niedrigpreis-Tankstellen mehr gibt, ist was das betrifft, alles wie früher. Nur der Preis ist mit 2,99 NZD/l wegen des Iran-Krieges um mehr als 1 NZD teurer geworden.
Leider ist Ma’s geliebtes Crocs-Modell in ihrer Schuhgrösse nicht mehr erhältlich. Nicht nur in dem Geschäft, das laut Homepage noch ein Paar auf Lager haben sollte, NEIN auch generell wird dieses Modell zu Ma’s Leidwesen nicht mehr hergestellt.
Auch wenn der HWY uns um Auckland in weiten Bogen herumleitet, ist der Verkehr dicht und manchmal stockend. Aus der kleinen familiären und sehr überschaubaren Shekinah Farm geht’s für uns heute in den eher unpersönlichen und grossen Muriwai Reginal Park. Hier stechen wir nur mit Manaakis roter Farbe aus der Masse hervor. Ansonsten ist es eher geschäftsmässig unpersönlich.

Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns zu einem «Ebbe-Strand-Spaziergang» auf, der in den Besuch der ansässigen Tölpel-Kolonie übergehen soll. Am breiten Strand ist gut zu sehen, dass gerade Low Tide, Ebbe, herrscht: Fast 100 m ist der Strand hier breit. Flache, nur wenige Meter hohe Felsen werden von der täglichen Flut mit ihrem bis zu 4 m hohen Tidehub überspült. Wahrscheinlich wegen der brütenden Peterls, auch als Sturmvögel bekannt, ist der Weg vom Strand hoch in die Tölpel Kolonie gesperrt.
Nicht nur das laute Geschnatter und Gekreische der Vögel ist zu hören, nein auch ihr penetranter Gestank weist uns den Weg zum Aussichtspunkt 😉 Diese Kolonie ist nicht so beeindruckend, wie diejenige bei Cape Kidnappers (Hawke’s Bay), die wir Mitte Dezember besucht haben. Doch auch hier leben die Vögel dicht an dicht. Ausserdem ist diese Kolonie frei zugänglich!
Wir beobachten, wie sich so mancher Vogel in die Lüfte erhebt, ein paar Achten über der Kolonie zieht, um wieder punktgenau dort zu landen, wo sein Partner schon auf ihn wartet. Grosse Jungvögel in ihrem immer noch grauen Federkleid, das sie nach der Mauser ablegen werden. So manch kleiner Revierkampf wird ausgetragen.
Immer wieder kommen die Elternteile mit erfolgreichem Beutefang zu ihrem Nest zurück, um auch gleich vom noch flugunfähigen Nachwuchs bedrängt zu werden. Nur wer energisch genug am elterlichen Schnabel bettelt, wird auch mit hochgewürgter Beute aus dem Rachen belohnt.
Wir sehen auch das eine oder andere Jungtier, das anscheinend erkrankt ist oder nicht genügend bettelte, apathisch im staubigen Boden der Kolonie liegen. Wir sehen auch das erste Flügelschlagen so mancher Jungvögel, die sich gegen den ständigen Wind anstellen, um ihn unter ihren Flügel zu spüren.
Woran es auch immer liegen mag, wissen wir nicht, jedenfalls reichen unsere Kräfte heute nur noch für Brot, Chäs und Salat zum Znacht. Bevor wir müde ins Heihabettchen krabbeln, beglücken wir Kurt, das heutige Geburtstagskind, erst noch mit einem Anruf. Danach geht’s noch auf Moskitojagd…🦟☹️





















































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