Wir freuen uns: Manaaki ist verkauft!

Veröffentlicht in: Neuseeland, Nordinsel | 1

Hatte sich gestern erst noch Regen durch die dunklen Wolken angekündigt und fielen auch ein paar wenige Regentropfen, so ist es heute doch aller Unkenrufen zum Trotz ein sonnig warmer Tag. Das zeigt sich auch daran, dass sich der Besucherparkplatz vor dem Visitor Center schlagartig zur Öffnungszeit um 9 Uhr mit Besuchern füllt: Hundespaziergänger, Jogger, Wandergruppen, Schulklassen und die Ranger, die im Visitor Center ein Meeting haben, füllen den Platz.

Heute ist mal wieder einer der Mnaaaki-Vorführtage. Doch zuerst heisst es für uns, den Termin zur «Inspection» in einer Autogarage wahrzunehmen. Wenn möglich möchten wir auch gleich den bald anstehenden Ölwechsel machen lassen. Gleich anschliessend geht es zu Steve weiter nach West-Auckland, um ihm Manaaki vorzuführen und anzubieten. Doch vorher muss erst noch der Kafi her 😋

Bei der Garage ist viel los, als wir ankommen. Der Parkplatz und die Werkhalle scheinen schon voll besetzt zu sein. Ob das mit dem Termin auch hinhaut? Jo ist da mehr als skeptisch. Die Wartezeit vertreiben wir uns im Café gleich nebenan, auf der anderen Strassenseite. Und siehe da, Jo’s Befürchtung löst sich nach und nach in Wohlgefallen auf 😁

Heute bekommen wir einen 19-seitigen Report mit allen Details, auch mit denen, von denen wir eigentlich nichts wissen möchten… Manaaki weisst doch ein paar Mängel auf, was aber bei einem älteren Auto mit 230’000 km jetzt auch nicht überraschend ist. Zwei kennen wir ja schon: Timing Belt und Manschette für die Antriebswellen. Beides wurde bereits bei Heidi & Gion in Ngatimoti bemängelt. Deshalb haben wir ja auch schon den Verkaufspreis entsprechend heruntergesetzt. Heute kommt noch die eine oder andere Kleinigkeit hinzu, aber alles in allem schaut’s gut aus.

Von hier aus bis zu Steve, Manaakis Interessent, ist es nicht so weit, aber es geht durch die Stadt, was bedeutet, dass es einfach länger dauert. Aber hier ist alles in bester Ordnung! Wir machen eine ausgedehnte Manaaki-Verkaufs-Präsentation. Steve scheint wirklich interessiert zu sein, jedenfalls lässt er sich alles erklären und zeigen und schaut sich auch alles ganz genau an. Er ruft auch noch seine Frau hinzu, die allerdings weniger interessiert zu sein scheint, obwohl ihr Manaki schon gefällt. Im Gespräch mit Ma erklärt sie, dass sie selber noch ein paar Jahre weiterarbeiten werde und der Van eigentlich für Steve wäre; eine Art Rumtreiberauto, damit der Frischpensionierte nicht immer ihr auf der Pelle hocke 😉

Die obligatorische Probefahrt scheint keine Mängel aufkommen zu lassen. In der eigenen Einfahrt angekommen nickt Steve zustimmend mit dem Kopf.

Gerne dürfen wir uns über Nacht bei ihm vor der Türe im Vorgarten platzieren. Ausserdem dürfen wir uns auch mit einer Duschi bei ihnen erfrischen – jupiiiie, dieses Angebot nehmen wir sehr gerne an!!

Anschliessend kommt Steve noch mit einem Bier zu einem Schwatz vorbei. Er fragt noch ein paar weitere Details ab und wir verabreden, zusammen zum Znacht auswärts zu fahren. Steve wird Manaaki als erstes nutzen, um damit seinen Bruder im Norden und seine Enkel in Napier zu besuchen, ohne dass er mitten im Trubel bei denen zu Hause übernachten muss, sondern sich in Manaaki in sein eigenes Reich zurückziehen kann. Alles andere wird sich zeigen, schliesslich ist er erst seit 3 Monaten pensioniert und ist immer noch in der „Umgewöhnungsphase“. Als passionierter Fischer kommt ihm dann sicher noch die eine oder andere Idee, wohin mit Manaaki ausfahren möchte…

Steve fährt uns in seinem PW zu einem empfohlenen Thai Restaurant. Auckland scheint vom stadtplanerischen keine Ausnahme zu den anderen Grossstädten dieser Welt zu machen. Hier in Aucklands Vorort Glendene ist man immer auf das Auto angewiesen – es ist ein reines Wohnquartier. Allerdings scheint es schon älter und viele einstöckige Einfamilienhäuser werden nach und nach mit bis zu vierstöckigen Mehrfamilienhäusern abgelöst.

Beim Thailänder kommen wir erst nach dem Essen kurz auf den eigentlichen Anlass zu sprechen. Doch nach 2 kurzen Minuten ist es entschieden. Jo und Steve besiegeln es weltmännisch per Handschlag. Wir sind zwar etwas verwundert, dass Steve nie eine Pre-Purchase Inspection angesprochen hat, aber er scheint dafür auch kein richtiges Interesse aufzubringen. Uns soll es recht sein.

Puh, jetzt fällt uns eine Last von den Schultern. Morgen früh um halb 9 machen wir einen kurzen Vertrag. Um 10 Uhr müssen wir nochmals bei der Garage sein, zum einen den fälligen Ölwechsel machen zu lassen, zum anderen lassen wir noch auf unsere Rechnung die Sache mit den Antriebswellen reparieren. So haben wir hier ein ruhiges Gewissen.

Jetzt können wir endlich die letzten Ferienwochen noch geniessen. So haben wir uns das vorgestellt!

 

 

 

 

 

  1. Ilse

    Herzlichen Glückwunsch zum Verkauf. Das hat Euch schon Nerven gekostet, mir sogar beim Lesen 😉

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