Müde stiegen wir gestern in Singapur um und waren froh über die 3 Stunden Aufenthalt. Um uns etwas zu bewegen, nehmen wir jede Treppe und machen jeden Schritt zu Fuss. Selbst die langen Rollbänder lassen wir links liegen. Unser Terminal liegt etwas abseits vom Schuss und ist nicht mehr so mondän, wie die anderen Terminals mit Duty-Free und Restaurants. Doch das ist uns ganz egal. Wir wollen nur noch zu Hause ankommen.
Unser Swiss Flieger ist «pumpen voll». Es herrscht ordentliches Gedränge in den Gängen und an den Gepäckfächern. Jetzt, im zweiten Teil der Heimreise, haben wir beide Spezialplätze mit mehr Beinfreiheit. Ma ist da eher schmerzfrei was das betrifft, doch Jo ist es den Aufpreis alleweil wert. Trotz grossem Andrang sind wir auch hier pünktlich in der Luft. Jetzt heisst es ein letztes Mal 13 Stunden «durebisse». Wegen der 6 Std. Zeitverschiebung zur Schweiz sollen wir morgen früh um kurz nach 6 Uhr morgens in Kloten landen.
Jetzt, während des Nachtflugs, ist draussen nichts zu sehen. Vielleicht morgen früh, etwas mehr diheime? Schon bald wird das Znacht den Gang entlang geschoben. Trotz mehr Beinfreiheit schlafen wir nur so phasenweise. Mal da ein paar Stunden, mal dort eine kurze Zeit.
Im Anflug über Zürich werden wir doch etwas nervös und freuen uns, endlich, nach so langer Zeit, wieder diheime zu sein. Gut, dass wir nicht wie manch andere in Shorts und Flip-Flops unterwegs sind: Es ist kühl und bedeckt.
Stephan, uns Schwager, steht da wirklich schon parat, als wir in die Ankunftshalle kommen. Jo und er haben es so gedeichselt, dass Stephan uns mit unserem neuen Auto schon am Flughafen abholen kommt!
Obwohl er gleich noch ins Büro muss, bleibt noch Zeit für eine Tasse Kafi beim Züri Kafi im Flughafen. Und obwohl Stephan ausgewiesener Tesla-Fahrer und -Fan ist, findet er unseren neuen Toyota HiLux bequem zu fahren. Er wäre so ruhig, dass man aufpassen müsse, nicht zu schnell zu fahren…
Im Parkhaus steht es da, unser schwarzes Ungetüm. Beladen mit unseren Winterpneus und den 3 seit Jahren eingelagerten Fensterrahmen. Dies alles hat Stephan erst am Vortag bewerkstelligt: Den Wagen per Bahn in Amriswil im Thurgau abholen, nach Hause quer durch die Schweiz nach Erlinsbach und alles aufladen und mit Gurten festzurren.
Jetzt geht’s erst nach Wald zu unseren SUPER-Mietern, um die Schlüssel abzuholen. Nach der ersten Nervosität, eine Tankstelle zu finden, rollen wir entspannt gen Wald.
Als Ma und Jo sich vor mehr als 17 Jahren kennenlernten, hatte Jo in Wald – genau hier im Bleichi Areal – ein WG Zimmer. Im gemütlichen Café erwartet uns gleich eine Überraschung: Da sitzen doch tatsächlich alle Familienmitglieder als Empfangskomitee am Tisch. Wegen der Osterferien sind auch Alice und Max mit dabei. Nach dem Kafi dürfen wir noch eine kleine Führung durch «Sicher Satt» mitmachen. «Sicher Satt» ist Retos Firma, in der Notvorräte verpackt und vertrieben werden. Armee, Spitäler und manche Bundeseinrichtungen müssen ein Pflichtlager an Notvorräten führen. Entsprechend lange müssen diese Lebensmittel haltbar sein. Ausser den Notvorräten haben sie eine zweite Schiene mit Bio-Trockenfrüchten aufgebaut, die unter dem Brand «Lekker» vertrieben werden. Hier haben sie mittlerweile mehr als 600 Verkaufsstellen in der Schweiz. Heute sehen wir die Trockenfrucht-Produktion bzw. -Abpackung von Himbeeren. Diese müssen kontrolliert und Vakuum verpackt werden. In den Regalen liegen die verschiedensten Lebensmittel und anderes. So sehen wir z. b. auch einen Omnia dazwischen liegen. Doch von dieser Outdoor Sparte möchten sie sich verabschieden. Da gibt’s nur noch einen Abverkauf. Das gehört nicht mehr zum Kerngeschäft.
Damit morgen das Müesli noch besser schmeckt, gibt’s auch ein paar Tüten Trocken-Himbeeren für uns. Sobald wir uns im Buen eingerichtet haben, laden wir unsere, nun ehemaligen Mieter, gerne auf ein Znacht ein 😉
Als wir Diheime in Amden die Hofstettenstrasse zum Parkplatz im Gadmen hinunterfahren, sehen wir einen Bagger und einen kleinen Materialcontainer. Mussten wir vor 3 Jahren noch eben «kurz vor knapp» schnell eine Erlaubnis zur Verlegung der Stromleitungen in den Boden unterschreiben, weil sie ja schon im Herbst 2023 damit fertig sein wollen, haben sie heute gerade mal den ersten Spatenstich gemacht!
Jo hatte es über die Reisezeit etwas mitverfolgen können, bzw. sich beim zuständigen Sachbearbeiter der Stromgesellschaft immer wieder mal schlau gemacht. Schliesslich sollten unsere Mieter ja auch zum Stand der Dinge informiert werden können. Nicht dass sie plötzlich an einem Wochenende stromlos sind… Naja, was länger währt…

Hüfthoch steht das Gras auf dem Weg ins Buen. Eigentlich sollte doch um diese Zeit die Wiese um uns herum gemäht sein?! Wir hören, dass es Marcel nicht so gut geht und er im Spital oder in Kur ist.
Wie uns Reto und Rovi erzählten, sind sie in der letzten Zeit nicht mehr oft im Buen gewesen. Max und Alice haben so viele Sporttermine an den Wochenenden… So sehen wir, dass es keinen Trampelpfad ins Buen gibt. Schwer bepackt suchen wir uns den Weg durch das hohe, nasse Gras.

Nach dem wir 3x mit der Schubkarre die Fensterrahmen übers Feld gefahren haben, können wir uns endlich wieder diheime auf dem Sofa langlegen.
Unsere jetzige, 3-jährige Reise ist zu Ende, doch weitere Abenteuer liegen sicherlich noch vor uns…














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