Trotz des Übernachtungsplatzes mitten im Stadtzentrum von Grande Prairie schlief es sich nicht gar so schlecht. Von der kalten, schattigen Campsite zieht es uns zum Zmorge quer über den Platz auf die Sonnenseite. Leider ist der Internet-Empfang hier wider Erwarten immer noch nicht viel besser, als in Yukon. So wird der Geburtstags-Videoanruf mit Dänu leider nur kurz.
Kaum sind wir aus Grande Prairie heraus, fühlen wir uns wieder in der freien und leeren Natur. Fast wie schon seit Tagen gewohnt, hat es nur wenig Verkehr auf der Strasse. Die meisten Trucks, die uns entgegenkommen oder uns überholen sind mit grossen Baumstämmen beladen. Statt flach und weit wie gestern, ist die Fahrt heute ein ständiges rauf und runter. Mit Martha ein Wellenreiten auf dem Highway. Ein einsamer Schwarzbär überquert in aller Gemütsruhe die Strasse, um uns im Vorbeifahren noch lange hinterher zu schauen.
Beim Mittagshalt treffen wir am kleinen Sheep Creek Campground am Smokey River, kurz vor Grande Cache, auf Dan und seinen Freund und Arbeitskollegen, von dem mir leider der Name entfallen ist 🙁 Vielleicht Eric? Falls du dies liest, bitte unten an der Seite in die Kommentare eintragen!

Hier machen wir eine kurze Rast, um den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen. Als JoMa schon mit Essen und Spülen fertig sind, kommen sie mit den beiden ins Gespräch. Schon die ganze Zeit hat immer wieder lautes Lachen durch den Wald geschallt. Die scheinen es lustig zu haben! Auf unsere Frage, was sie hier machen, ob sie Fischen oder Jagen würden, antworten die beiden mit einem Schmunzeln: Wir sind am Arbeiten, auch wenn es gerade nicht so aussieht. Wenn sie nicht gerade den Tag so wie heute geniessen, arbeiten sie als Leitungsinspektoren für einen grösseren Energieversorger. Sie kontrollieren die Hochdruck Gaspipelines als auch die Stromleitungen. Dafür sind sie extra mit Quads ausgestattet worden.

Dan kommt eigentlich nicht direkt aus Kanada, sondern aus Quebeck 😉 Dan’s Kollege möchte in ein paar Wochen mit der Familie runter nach Anaheim, Kalifornien, ins Disneyland. Dort wo Martha fast her ist. Dan erzählt, dass sie beide früher als Tree Planter gearbeitet haben. Stolz erzählen JoMa, dass sie vor einiger Zeit jemanden getroffen haben (Martin am Kathleen Lake), der dies macht und bis zu 1’000 Bäume am Tag pflanzen kann. Da werden JoMa nur etwas belächelt, da die beiden vor ihnen in Spitzentagen bis zu 4’800 Bäume gepflanzt haben. Pro Baum gab es 10 Cent. So konnten beide in 2 Wochen jeder fast 7’000 CAD verdienen.
JoMa bekommen noch ein paar Tips für die Fahrt nach Jasper und später dann in Jasper selber. Für solche Insider-Tips sind JoMa immer dankbar!
Gemütlich steuern wir in den herrlich sonnigen Nachmittag hinein. Martha wird etwas herausgefordert durch den steilen Anstieg nach Grand Cache. Oben angekommen ist sie fast am Kochen… Nach kurzem Tankstopp geht es zum Pierre Grey’s Lakes und dort zum Joachim Campground. Am Bootssteg des Desjarlais Lake in der Sonne sitzend, geniessen JoMa ein Bier mit Chips zum Apero. Warum kann nicht jeder Tag so entspannt zu Ende gehen? Während Ma das Znacht zubereitet, gibt’s für Jo eine Katzenwäsche im kalten See.
Zum Ausklang des Tages wird noch der Sonnenuntergang mit einem Foto gewürdigt. Für uns ist es morgen nicht mehr weit bis zum schon vor mehreren Wochen reservierten Campground in Jasper.











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