Diese Nacht ist noch dunkler als die letzte; Wolken verdecken den Nachthimmel und immer wieder rüttelt der Wind an uns herum.
Die befürchtete Kältewelle ist (bisher) ausgeblieben. Draussen sind es 10 °C, aber durch heftige Windböen, die durch die Landschaft fegen, ist es doch recht «chillig». Schon früh leert sich der Campground. Viele wollen wohl ins nah gelegene Monument Valley. JoMa trotzen dem Wind und dem Windchill-Faktor, der um einiges unter der Thermometer-Temperatur liegt, und «geniessen» ihr Zmorge draussen, windgeschützt vor Martha an der bereits wärmenden Sonne. Alle anderen sehen das wohl anders…

Vom Visitor Center aus machen JoMa noch zwei Wanderungen, eher Spaziergänge. Beide sind sehr lehrreich, da es immer wieder erklärende Hinweistafeln gibt. Ma findet viele interessante Pflanzen, die ihr ein Foto wert sind. Jo geniesst derweil die Aussicht.

Am Ende des Sandals Trails können JoMa auf eine von den Navajos vor mehr als 700 Jahren verlasse Höhlenortschaft schauen. Die Höhle ist 140 m hoch, 113 m breit und 41 m tief und war Heim für etwa 120 Menschen. Sie wurde nach einer 20-jährigen Trockenheit verlassen. Die Navajos verliessen ihren Wohnort vollkommen intakt. Vorräte, Werkzeuge und alles für den täglichen Bedarf wurde zurückgelassen. Für alle anderen, die hier vorbei kamen, war es ein Zeichen, dass der Ort nicht verlassen ist, sondern dass die Erbauer dieser Stätte unter ihnen seien. Der weitere Weg führt hinab zum Anfang des Canyons. Von hier aus schaut man in den Canyon hinein.
Der vom Wetterdienst angesagte Starkwind bläst ununterbrochen. Wir merken, es ist Sonntag; es sind keine schweren Trucks unterwegs. Wir cruisen unbedrängt die Highways hinab. Wegen des vielen Windes trauen sich auch nicht viele, uns zu überholen 😉
Immer wieder gibt es heftige Böen, die an unserer Martha rütteln. Als wir in die Ebene zum Monument Valley einbiegen, sehen wir schon von weitem, wie der aufgewirbelte Staub alles in eine ockerfarbige Wand verwandelt. Teilweise ist die Sicht keine 10 m weit! So muss ein Sandsturm in der Wüste sein. Schon nach wenigen Minuten knirscht es wieder zwischen den Zähnen und in Martha breitet sich eine feine dünne Staubschicht aus.
Beim Einkauf fragt Jo die Kassiererin, ob sie sich an uns erinnert. Schliesslich waren sie schon mal letztes Jahr im Oktober hier einkaufen… Damals war noch alles für Halloween geschmückt.
Der Campground ist eher ein öder Schotterplatz. Was ihn so attraktiv macht ist, dass er direkt am Eingang zum Monument Valley liegt und Aussicht auf das Tal bzw. die Ebene hat. Von hier aus ist man in 2 Min. im Valley.
Für die Hausaufgaben setzen sich JoMa in das schon damals ungastliche Restaurant. Hier gibt es Stromanschlüsse und keinen knirschenden Staub als Vorteil. Und natürlich eine der atemberaubendsten Aussichten aus einem «Travel Office»!

Als das Abend-Restaurant um 17 Uhr öffnet, sind auch schlagartig alle Fenstertische mit Aussicht besetzt. JoMa beschliessen etwas später zum Znacht zu gehen…

Noch steht Martha auf dem nicht ganz so staubausgesetzten Campground. Warten wir es ab wie es sich in der Nacht entwickelt. Der Wind soll bis Mitternacht nicht weniger werden…


























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